Wochenrückblick 41/17

Eine weitere etwas komische Woche hinter mich gebracht. Immerhin ging es mit einer Story ein bisschen – wenn auch nur einen Hauch – weiter. Und es ist tatsächlich eine, mit der ich mich letzte Woche schon ein bisschen beschäftigt habe. Ach, ein kleiner Schnipsel:

Sie raffte sich auf, zog sich an der Wand wieder auf die Füße, die Stiefelsohlen nun auf nassem Grund. Susie stand, löste die Hand von der Wand. Sie stand, fest, stand in einer kleinen Gasse der Stadt Immernacht, betrachtete die Umgebung, nahm alles in sich auf, zerbiss die letzte Kapsel, die sie sich eingeworfen hatte, nahm die Jacke von ihrem Arm und offenbarte die Waffe darunter. Eine der letzten Schusswaffen der Stadt, die Waffe, die sie nicht müde war zu benutzen.

Die Geschichte zu beenden, wird anstrengend. Das weiß ich jetzt schon. Alle Immernacht-Geschichten waren bisher anstrengend.

Mit Limit von Frank Schätzing ging es auch weiter, aber nicht so flott wie gewünscht. Nicht ganz bis zur Hälfte bin ich nun, das Tempo ist doch eher gemütlich, aber der Roman dennoch nicht unspannend. Schätzing nimmt sich Zeit, seine Welt aufzubauen – das weiß ich hier durchaus zu schätzen (harhar).

Mal wieder Kino: Kingsman: The Golden Circle. Der erste Film war doch eine positive Überraschung, herrlich unkorrekt, brutal, lustig und einfach ein Film mit hohem Unterhaltungswert. Die Fortsetzung versucht nun, daran anzuknüpfen und an der Schraube entsprechend zu drehen. Das gelingt leider nur bedingt. Zwar hat auch die Fortsetzung ihren Unterhaltungswert, aber gleichzeitig wird es teilweise so überzogen, dass der Spaß doch leidet. Mit 160 Minuten Lauflänge hat man es vielleicht auch etwas übertrieben.

Streifzug durch die internationale Filmwelt: Red Hill ist ein australischer Actionthriller mit Westerneinschlag (spielt aber in der Gegenwart). Ein neuer Polizist, ein Ausbrecher auf Rachefeldzug gegen einige Einwohner von Red Hill, ein Sturm und jede Menge Schießereien. Ein ordentlicher Film, ein paar Kleinigkeiten sind ein wenig seltsam, aber insgesamt ein sehbarer Actionfilm. Die 18er-Freigabe ist übertrieben, zur Sache geht es aber schon.

Mal wieder einen Tatort: Der rote Schatten. Aus einer Leichenentführung entwickelt sich verschwörungstheoretischer Thriller mit Rückblicken auf die RAF. Überraschenderweise ist das ziemlich spannend geworden – und teilweise auch recht blutig. Etwas wirr stellenweise – vermutlich dem 90-Minuten-Rahmen geschuldet -, aber interessant und insbesondere Richie Müller und Hannes Jaenicke sind schauspielerisch voll auf der Höhe. Meine Güte, ich werde noch zum Tatort-Freund.

Scream Queens dreht sich in seiner zweiten Staffel um ein Krankenhaus und natürlich wieder um einen Serienkiller, der hier sein Unwesen treibt – diesmal der grüne Fiesling. Aus dem Cast der ersten Staffel haben es – bis auf die Hauptfigur – fast alle in die zweite Staffel geschafft, und natürlich gibt es auch ein paar Neue. Dekanin Munch (Jamie Lee Curtis) hat sich nun zur Krankenhauschefin aufgeschwungen, der Chefchirurg (John Stamos) hat die transplantierte Hand eines Serienkillers, die manchmal ein Eigenleben führt, ein zweiter Chirug (Tylor Lautner) hält sich für Untot, weil seine Körpertemperatur so niedrig ist, und die Oberschwester (Kirstie Alley) sinnt auf Rache an den drei Channels (u. a. Abigail Breslin). Diese sind über ein paar Umwege ins Krankenhaus als Medizinstudentinnen gekommen. Es gibt wieder jede Menge Morde, die aber irgendwie keine Konsequenzen haben, noch mehr Anspielungen an das Horror-Genre und die Popkultur sowie eine durchaus funktionierende Mischung aus Humor, Satire und Slasher. Hat mir im Grunde sogar besser gefallen als die erste Staffel.

Von Psycho Pass gab es ebenfalls die zweite Staffel, die ja mit elf Folgen eine Ecke kürzer ist als die erste. Hier wird diesmal dann auch eine durchgängige Handlung erzählt – in der ersten Staffel rückte der Hauptplot so nach und nach in den Vordergrund – und ist zu dem in der ersten Staffel auch durchaus ähnlich. Leider ist die zweite Staffel an vielen Stellen etwas zu bemüht und die neuen Figuren sind deutlich weniger interessant. Dazu geht es etwas sprunghaft zu. Immer noch ein ordentlicher Anime, auch in der zweiten Staffel, die erste ist aber eine gute Länge besser.

Navy CIS greift dann doch noch mal einen Handlungsstrang von vorherigen Episoden auf – offenbar hat man gemerkt, dass sich der nicht zu einem Staffelfinale eignet und hat einfach mal einen eher seltsamen Abschluss eingeschoben. Leider bedeutet das auch, dass eine der Figuren sich in Selbstjustiz übt, was natürlich ohne Konsequenzen bleibt. Hat die Serie vorher auch immer wieder mal gemacht, ist hier aber besonders problematisch.

Criminal Minds schickt wieder einen seiner Darsteller in Schwierigkeiten, die es für das Team zu lösen gilt – und ganz klar Auftakt zu einer Fortführung in weiteren Episoden ist (vielleicht, manchmal täuscht man sich da ja auch). War als Episode okay, aber auch nicht wirklich interessant.

Agents of Shield bläst die Hauptbedrohung der Staffel nun auf und – wie bei überlangen Staffeln gerne mal üblich – werden alte Lösungen wieder aufgelöst und zum neuen Problem. Gleichzeitig wird das gerade aktuelle Problem beinah belanglos gelöst. Irgendwie seltsam. Unterm Strich auch nicht unspannend, das kann man auch nicht behaupten. Unrühmlich leider die Degradierung einer der Hauptfiguren aus den ersten beiden Staffeln zu einer Nebenfigur – man merkt, man wusste nichts mit ihr anzufangen.

Das war es mal wieder.

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Wochenrückblick 40/17

Das mit dem neuen geplanten Tagespensum in Sachen Schreiben hat noch nicht so richtig geklappt, immerhin landeten zwei SF-Kurzgeschichten wieder auf dem Bildschirm. Von der ersten – Arbeitstitel Die erste Generation – gibt es sowas wie eine ältere Rohfassung, die ich mal von vorne neu angefangen habe. Die ursprüngliche Fassung ist einfach ein bisschen lahm, das wurde am Anfang schon deutlich. Auch in der Überarbeitung geht es etwas langsam zu, weshalb ich mal direkt wieder zum Mittel „Sätze und Wörter streichen, die keine neue Info bringen“ gegriffen habe. Ist immer noch ein wenig zäh und ich weiß schon, dass ich im Rest der Geschichte größere Umbauarbeiten unternehmen muss.

Die zweite Geschichte ist weit entfernt von einer ersten Fassung und auch erst vor gut einem Jahr begonnen – Arbeitstitel Susie, au-delà d’amour. Die spielt im Immernacht-Universum, in dem es mittlerweile ein paar Geschichten gibt. Hier ging es mir erst mal darum, mich wieder ein wenig einzufühlen – die Immernacht-Geschichten empfinde ich immer ein wenig anstrengend beim Schreiben, aber gleichzeitig auch irgendwie wichtig. Für mich zumindest.

Mal schauen, wie es hier weitergeht. Vermutlich werde ich in den nächsten Wochen eher einen Streifzug durch die ganzen angefangenen Sachen machen, bevor ich mich einem Projekt – der Fantasy-Roman sollte es ja eigentlich zuerst mal sein – wieder verstärkt widme. So wie ich mich kenne, halte ich mich mal wieder nicht daran.

Bisschen organsierter geht es mit dem Lesen. Es ging ein Stückchen weiter mit Limit von Frank Schätzing. Ein paar Infodump-Passagen gab es nun doch verstärkt, die popkulturellen Anspielungen fühlen sich bereits veraltet an – besonders der Gastauftritt eines 78jährigen David Bowie wirkt heute ein wenig komisch. Ansonsten ist es ein bislang durchaus interessanter Roman. Gut ein Viertel (vielleicht etwas weniger) ist gelesen, ist aber auch ein ziemlicher Brocken.

Keinen Film diese Woche, aber Death Note recht weit gesehen – irgendwas Richtung Episode 27 oder so, bis eine Folge nach dem großen Bruch der Serie. Nach meinem Gefühl schleppt sich noch immer ein großes Logikproblem durch die Serie, aber damit muss man wohl zurechtkommen, ansonsten ist die Serie durchaus interessant. Es gibt manchmal zu viele Zufälle und konstruierte Begebenheiten, dafür dann aber auch mal intelligente Dialoge und durchaus auch interessante Figuren. Eine der interessantesten war aber eine ganze Zeit nicht zu sehen. Ich denke, ich brauch eine kleine Pause. Danach geht es dann in einem Schwung mit dem Rest weiter.

Navy CIS mit einem überkonstruiertem Fall, aber mit Bruce Boxleitner in einer Gastrolle. Das eine hebt das andere auf, denke ich. Mit ein paar witzigen Momenten oben drauf dreht es sich dann ins Positive.

Bull macht es sich zu gemütlich. Die Episode ist zwar besser als die zuvor und der Fall ist tatsächlich mal nicht 08/15, aber ich frage mich, ob hier auch mal was anderes versucht wird – wohl nicht.

Agents of Shield ist in kleineren Dosierungen offenbar erträglicher. Die eine gesehene Folge war soweit okay, es geht wenigstens wieder voran, aber die ganzen dummen Sachen, die einige der Leutchens machen, ist schon … nun gut, es ist noch nicht so schlimm.

Das war es dann diesmal bereits.

 

Wochenrückblick 39/17

Eine weitere volle Woche, die bis zum Sonntag meine Energie beansprucht hat. Was die eigenen Projekte anging, habe ich weiter an einen kleinen Plan gebastelt, was so bis zum nächsten Frühjahr realistisch durchlaufen soll – hier brauche ich mal dringend ein besseres Zeitmanagement (ich wiederhole mich aber schon wieder). Berichtenswertes darüber hinaus gibt es im Moment nicht.

Zum Lesen blieb leider auch wenig Zeit. Aus Trotz habe ich einen dicken Wälzer angefangen: Limit von Frank Schätzing. Die ersten rund hundert Seiten ist ja noch nicht so viel los, aber die ruhige Art der Charakter- und Welteinführung finde ich schon gut gelungen, vor allem auch die Szenenübergänge – Schätzing schreibt ja oft „filmisch“.

Einer dieser deutschen TV-Krimis: Ein todsicherer Plan. In einer Kleinstadt überfällt der Schreiner mit seinem Ex-Angestellten einen Geldtransporter – was gehörig schiefgeht. Sie verschanzen sich in der angrenzenden Bank. Die Polizei läuft auf und eines führt zum anderen. Ein solider Film, diese Art Krimi haut die deutsche Film- und Fernsehlandschaft immer wieder raus und oft sind die auch nicht schlecht gemacht. So auch dieser. Vor allem Richy Müller als einer der Täter überzeugt, ein bisschen Kritik an der Finanzwelt gibt es dann auch, aber so wirklich satirisch wird es dann doch nicht. Kann man sich mal geben.

Mal wieder ein Tatort: Goldbach. Spielt im Schwarzwald, ein Kind wird im Wald erschossen und die Ermittler suchen im Umfeld dreier Familien sowie eines ortsansässigen Waffenproduzenten – ein Koffer voller Waffen wurde unweit des Tatorts gefunden. Ist ein ruhiger Krimi, der gerade mit dieser Atmosphäre und den Figuren punktet. Fängt stark an und fällt langsam über die Laufzeit ab – sobald man über die Hälfte drüber ist, wird dann der weiterer Verlauf leider auch zu klar.

Navy CIS scheint ein wenig auf den Trip zu sein, ein paar alte Fäden ein wenig weiterzuspinnen. Wieder eine ordentliche Folge, allerdings war der „Twist“, wer es war, in der Mitte bereits klar. Aber einige skurrile Figuren aus vergangenen Folgen tauchen wieder auf – allein das macht die Episode interessant, aber wohl eher für Leute, die die Serie kennen.

Bull fängt sich in dieser Episode wieder, aber dass die sich nie eine kleine Moral verkneifen können, ist dann doch eher so … na ja. Hier ist der arrogante Arzt mit Gottkomplex das Thema und leider wird es zwischendrin ein wenig klischeehaft. Aber gut, wenn man zu faul ist, die Fernbedienung in die Hand zu nehmen und wegzuschalten, tut die Serie auch nicht weiter weh.

Criminal Minds mit einer eher unspannenden Folge, die viel mit Reeds perönlichem Kram zu tun hat. Schade, dass die Serie sich im Moment nicht mehr wirklich mehr traut – der Fall ist auf jeden Fall wieder eher standard.

Mehr Anime, um da mal wieder was nachzuholen. Gleich zwei getestet. Die erste ist Death Note, von der ich die ersten acht Episoden oder so gesehen habe. Interessante Idee, der Dämon (ja, ist eigentlich was anderes) ist der interessanteste Charakter, obwohl er der passive ist. Es gibt ein Logikproblem, das man ignorieren muss, und manchmal sind die Zufälle zusätzlich auch noch fragwürdig, ansonsten ist es bisher ganz ordentlich.

Nummer zwei: Die erste Staffel von Psycho-Pass war ausgesprochen interessant. Ein SF-Anime, der in einer Stadt spielt, die vom Sybil-System kontrolliert wird. Wessen Psycho-Pass einen zu hohen Kriminalkoeffizienten zeigt, der wird verhaftet oder – wenn zu hoch – direkt eliminiert. Dennoch gibt es Verbrechen, die immer weiter eskalieren. Bei Anime muss ich mich immer ein wenig reintasten, das fiel mir hier aber ausgesprochen leicht. Die erste Staffel war wirklich gut, nicht nur reine Action-SF, sondern auch zwischendurch mit mehr Tiefgang, in dem gesellschaftliche Fragen aufgeworfen werden. Doch, ist eine wirklich gute Serie.

Ruhe.

Wochenrückblick 38/17

Die zweite Woche in Folge mit überraschender Mehrarbeit, aber das hat auch was Gutes für sich. Das hat zwar mein Zeitgefühl noch ein bisschen mehr durcheinander gebracht, aber was soll’s. Dafür gab es den wie immer tollen Autorenstammtisch mit viel Motivation.

Nun ausgelesen: Flammengarde von Sarah König. Es war die kleine, runde, schöne Fantasygeschichte, daran hat der Abschluss auch nichts mehr geändert. Obwohl ich vermutlich nicht ganz die Zielgruppe bin, habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Es ist keine epische Fantasygeschichte, sondern einfach eine hübsche Idee, die teilweise nah an die Erwartungen an seichtere Fanatsy mit ein wenig Romance geht, aber immer noch überraschend genug ist, um nicht zu langweilen. Besseres Korrektorat wäre nett gewesen.

Im Bereich Film gab es Winter’s Bone, eine Literaturverfilumg. Jennifer Lawrence in der Hauptrolle (die dafür auch den Oscar sah), die ihren Vater sucht, damit die restliche Familie und sie nicht aus den eigenen Haus geschmissen werden. Spielt im runtergekommenen Mittleren Westen, alle sind arm, Kriminalität ist hoch, jeder versucht, einfach nur zu überleben. Ein recht deprimierender, aber durchaus starker Film mit klasse Schauspielleistungen. Besonders interessant, dass es mit einer Ausnahme Frauen die handelnden Personen sind. Eigentlich sollte das nicht auffallen, dass es das tut – nun … Klare Empfehlung.

Ein weiterer Independent-Film mit gutem Ruf: Beasts of the Southern Wild. Ein kleines Mädchen lebt mit ihrem Vater in einer runtergekommenen Gegend in den Südstaaten, die vom Klimawandel stark betroffen ist. Ein gigantischer Damm schneidet dieses Gebiet von der Stadt ab und nach einem heftigen Sturm wird die ganze Gegend vollständig überflutet. Das Thema ist manchmal ein wenig überdeutlich eingebracht, es gibt auch so eine übernatürliche Komponente, die wohl aus der Fantasie des Mädchens kommt. Der Film ist zwar interessant, ist aber auch im Tempo unausgewogen und hat einige Längen. Auch die Charaktere sind nicht alle wirklich gelungen. Kann man mal schauen, muss man aber auch nicht.

Einen Film, den ich seinerzeit im Kino gesehen habe: The Raid 2. Eine klasse Fortsetzung eines ohnehin schon guten Actionfilms. Dieser setzt wahrscheinlich noch einen drauf mit Actionsequenzen, die einfach großartig sind. Dazu gibt es eine fantastische Kameraarbeit und eine ebenso großartige Kampfchoreografie. Man merkt deutlich, wie sehr dieser Film und sein Vorgänger auch das US-Actionkino beeinflusst haben – nicht, dass sie das Genre neu erfinden, aber in gewisser Weise wurde der harte Actionfilm ohne CGI und Shaky Cam und völlig zerschnittenen Bildern hier wiederbelebt. Die paar Filme zumindest, die dem folgen.

Nach der Serie noch den Film: Cowboy Bebop – The Movie. Der Film spielt nicht nach der Serie, sondern irgendwo zwischen den Folgen im letzten Drittel. Ein solider Anime, aber er bleibt dann doch deutlich hinter der Serie zurück. Gleichzeitig sieht er besser und schlechter aus als die Serie, zum Beispiel scheinen deutlich mehr Bilder gezeichnet worden zu sein, damit alles flüssiger wirkt, zudem sieht alles detailreicher aus. Dadurch sehen die Charaktere aber auch ein wenig komisch aus. Die Story selbst ist überraschend gewöhnlich, die zudem auch nur schwer in Schwung kommt – zudem sind zwei der Charaktere beschäftigungslos. Mit knapp zwei Stunden ist der Film auch deutlich zu lang. Schade, nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

Eine Woche der Füllerfolgen. Navy CIS setzt Palmer ins Zentrum der Folge und füllt die Episode mit Rückblenden. Ist aber an sich gut gemacht und zeigt Gibbs am Ende als Softie. Meine Güte, man gibt dem tatsächlich jetzt noch eine Charakterentwicklung an die Hand.

Bull wieder mit einer schwächeren Folge, die auch nicht großartig in Erinnerung bleibt. Es hat so ein bisschen was von die einfachen Leute gegen Reiche und eine ganze Reihe von Klischees, die durchgearbeitet werden. Reicht, um es nebenher zu gucken, aber diesmal war meine Geduld doch gefordert.

Criminal Minds mit so einer Art Füllerepisode. Es gab zwar einen Fall, der wurde aber einfach nach und nach gelöst. Ein Teil des Teams war nicht dabei, die letzte neue Figur funktioniert irgendwie auch nicht so richtig.

Profiling Paris wieder mit einer guten Folge nach einem kleinen Abschwung in der Folge zuvor. Aber auch die war ja immer noch interessant. Diese und die Folge zuvor sind eher so eine Art Doppelfolge, wobei der Abschluss besser ist als der Anfang.

Agents of Shield mit einer weiteren Doppelfolge und ich bin immer noch nicht sicher, ob die Serie überhaupt noch funktioniert. Es gibt ein paar interessante Elemente – Coulson zum Beispiel – und die erste Folge diesmal hat Simmons Abenteuer auf dem fremden Planeten erzählt – was ganz ordentlich gemacht war – und einige superschlechte Elemente wie der Bösewicht und einmal mehr zu viel Personal, das durch die Serie läuft, oder Hunter, der einfach ein nerviger Trottel ist. Nun ja.

Was sonst? #87Prozent

Wochenrückblick 37/17

Die vergangene Woche war reichlich überfüllt. Viel Kram, viel Arbeit. Schreiben – sofern es nicht Sachtexte waren – musste ein wenig zurückstecken. Immerhin habe ich mir einen kleinen Plan für den Rest des Jahres zurechtgelegt, den ich hoffentlich ab Oktober in Angriff nehmen kann – mal schauen, Pläne und ich sind nicht immer die besten Freunde.

Gelesen habe ich ein wenig und zwar Flammengarde von Sarah König. Obwohl es kein sehr langes Buch ist, bin ich in der Woche nicht ganz durch gekommen – bleibt das Finale für diese Woche. Eine hübsche kleine Fantasygeschichte, bei der ich mir duchaus die ein oder andere längere Handlung gewünscht hätte. Auf der anderen Seite ist es so eine runde Sache geworden – auch ohne das Ende bisher gelesen zu haben, lässt sich das schon sagen. Vielleicht ein Wort in der nächsten Woche mehr.

Bei den Filmen habe ich einen alten deutschen Klassiker nachgeholt: Aguierre, der Zorn Gottes. Ein Film von Werner Herzog unter anderem mit Klaus Kinski. Es geht um ein spanisches Expeditionscorps im 16. Jahrhundert, das im unerkundeten Südamerika nach El Dorado, der sagenhaften Goldstadt, sucht. Der Dschungel, ein Fluss, Hitze, Hunger, Krankheiten, die Einheimischen und Streitigkeiten in der Gruppe dezimieren die Teilnehmer immer weiter und weiter. Ein interessanter, aber auch ein irgendwie seltsamer Film. Ist mal was anderes.

Ich habe doch tatsächlich mal einen wieder gesehen – Tatort: Stau. Eigentlich der noch einen Sonntag weiter zurück, der in Stuttgart spielt. Interessiert hat mich hierbei insbesondere das Setting mit dem Stau, in dem ein Fahrflüchtiger vermutlich feststeckt und dieser ermittelt werden muss. Das wurde weitgehend auch gut gemacht. Ein solider Krimi in einem interessanten Setting – nicht mehr, nicht weniger.

Navy CIS mit einer weiteren mehr oder minder Füllerfolge, die aber durchaus sehr guckbar war. Weiterhin eine nette, kleine Wohlfühlserie.

Bull mit der bisher schlechtesten Folge, die in einer Kleinstadt in Texas spielt und sich um Patentrecht dreht. Ist am Ende interessanter als es klingt, aber mehr als ganz nett auch nicht.

How to get away with murder mit einer ganz soliden Folge, in der aber auch nicht wahnsinnig viel passiert. Man bleibt nun auf den Hauptplot fokussiert, was die Episodenstruktur ein wenig beeinträchtigt, nach meinem Geschmack.

Profiling Paris mit einer teilweise doch ein bisschen sehr an der Grenze der Glaubwürdigkeit arbeitenden Folge – war okay, aber ging mir ein paar Umdrehungen zu weit.

Agents of Shield wieder mit zwei Folgen, die beide eher so meh waren. Die dritte Staffel kommt nicht so richtig in Schwung, obwohl es eigentlich reichtlich Actionszenen gibt. Ist aber alles noch so ein wenig beliebig.

Cowboy Bebop endlich geschafft, die letzten Folgen waren natürlich wieder ziemlich gut, einschließlich der abschließenden Doppelfolge – die für Serienverhältnisse noch erstaunlich normal daherkommt. Jetzt fehlt noch der Film.

Und ab dafür.

Wochenrückblick 36/17

Zumindest ein biiiiiiissssschen konnte ich an dem ollen Fantasy-Projekt weiterwerkeln – Kapitelüberschriften ändern zum Beispiel. Da das so wahnsinnig aufregend ist, geb ich diesmal keinen weiteren Schnipsel. Das könnte sonst Teile der Bevölkerung verunsichern.

Auch was Trashiges kann man mal lesen: Das Syndikat der Mächtigen von Konrad Schaef. Ein (Kurz-) Roman aus dem Perry-Rhodan-Universum. Als Angabe gibt es noch „Band 406“. Ich hab immer noch keine Ahnung, worauf sich die Zählung beziehen soll. Die Planetenromane? Die Hauptserie ist sicherlich nicht gemeint. Ist aber auch egal, diese Geschichte gefiel mir deutlich besser als der letzte Versuch mit Perry. Hier geht es um Viju, eine Art Geheimagent, der ein Drogensyndikat aushebeln soll. Viju ist so ein bisschen wie Bond, hat auch jede Menge Bond-Klischees, dazu kommen noch Klischees à la Lassiter und ähnlichen Heftromanen. Das tut manchmal weh, ist aber weitgehend harmlos. Immerhin ist die Geschichte ordentlich erzählt, sie hat ein vernünftiges Tempo, ist wenig anspruchsvoll und ziemlich vorhersehbar, aber das ist auch okay. Nett für zwischendurch.

Mal nachgeholt, da im Kino bislang ignoriert: The Purge und The Purge: Anarchy. Gibt auch noch einen dritten, den hab ich aber noch nicht gesehen. Es geht um die Purge, eine Nacht, in der alles, einschließlich Mord, erlaubt ist. Das Ganze spielt in den USA, hat duchaus auch ein paar gesellschaftskritische Elemente drin, ist letztlich aber doch mehr eine typische Filmreihe. Im ersten Teil wird eine Familie bedroht, dessen Sohn einen Obdachlosen ins Haus gelassen hat, der zuvor gejagt wurde. Die Jäger wollen ihr Opfer natürlich und nach einer kurzen Frist dringen sie ins Haus ein – soweit, so typisch. Im zweiten Teil wird es natürlich größer, der spielt in Downtown L. A., führt drei separate Handlungsstränge zusammen und dreht sich um die gebildete Gruppe und ihr Überleben der Nacht – soweit, so typisch. Storymäßig wird nicht viel Neues geboten, die Idee ist eigentlich ziemlich beknackt, aber das soll nicht weiter stören. Beide Filme sind nicht wirklich schlecht, aber sicher auch nicht gut, wobei mir der zweite Teil ein Eck besser gefallen hat als der erste.

Ein ruhiger Spionagethriller der alten Schule: Dame, König, As, Spion. In einem gewissen Sinne ist dieser Film der Anti-Jason-Bourne – sehr langsam erzählt, wesentlich deutlicher in der Realität verhaftet, Spione sind nicht die jungen Muskelberge, sondern normale Typen, je weiter oben, desto älter, keine echten Actionszenen, sondern mehr ein klassischer Kriminalfall usw. Und mit Gary Oldman in der Hauptrolle – dazu jede Menge bekannter Namen im weiteren Cast (Colin Firth, Mark Strong, Hohn Hurt, Benedict Cumberbatch, Tom Hardy …). Kann man gucken, ist eine durchaus gelungene Literaturverfilmung, denke ich (den John-Le-Carré-Roman habe ich bislang nicht gelesen).

Einen argentinischen Film habe ich auch gesehen: In ihren Augen. Gewann seinerzeit den Oscar als bester ausländischer Film. Und gut ist der Film auch. Spielt im Argentinien des Jahres 1974 sowie in kurzen Einblenden 25 Jahre später. Es dreht sich um einen Vergewaltigungs- und Mordfall, während gleichzeitig der Ermittler mit einem trunksüchtigen Kollegen, unfähigen weiteren Kollegen und einer neuen Richterin, in die er sich prompt verliebt, zurechtkommen muss. Dazu wirft der Militärputsch von 1976 seine Schatten voraus. Der Film ist nicht so schwergängig, wie es sich anhört, tatsächlich hat er einige humoristische Momente, die die bitterernsten Geschehnisse etwas auflockern.

Navy CIS legt in dieser Folge, so vermute ich mal stark, den großen Serienplot bis zum Staffelfinale. Diese Folge fühlt sich sehr danach an, ist leider auch ziemlich unausgeglichen, gleichzeitig aber auch nicht wirklich schlecht. Kleiner Schockmoment gibt es auch, indem eine nicht allzu lang dabeiseiende Nebenfigur gekillt wird. Ein bisschen Schema F, die Serie lebt aber ohnehin mehr von anderen Dingen.

Bull mit der bisher vielleicht besten Folge. Es laufen noch immer zu viele blasse Figuren durch die Serie, der Fall ist jetzt auch nicht gerade in dem Sinne neu (erinnert stark an ähnliche Episoden anderer Serien), ist aber doch guckbar umgesetzt.

How to get away with murder mit sowas ähnlichem wie eine Füllerfolge. Es passieren zwar Dinge, die sich auf den Hauptplot beziehen und die auch wichtig sind in Sachen Charakterentwicklung, aber handlungsmäßig passiert streng genommen nicht sonderlich viel. Diese Staffel schwankt doch manchmal sehr.

Profiling Paris mal wieder mit einer gekonnten Mischung aus witzig und ernst, der Fall um eine sich rächende Mumie ist natürlich nicht übernatürlich und zu den Hauptfiguren wird man wieder ziemlich fies – da bleibt es dann auch passend bitter-ernst, wenn die Folge mit einer ganz gemeinen Szene endet.

Agents of Shield mit dem Auftakt der dritten Staffel gab es auch. Offenbar soll man sich an die Ereignisse der zweiten Staffel erinnern – das hat bei mir ein bisschen gedauert. Wenn ich das richtig verstehe, wird in dieser Staffel auf den Ableger Inhumans hingearbeitet. Die ersten beiden Folgen der Staffel waren eher so meh.

Ganz habe ich Cowboy Bebop dann doch nicht geschafft. Ich hänge irgendwo Richtung Folge 22 oder so. In den letzten gesehenen Folgen hat man mal tief in die Kuriositätenkiste gegriffen – vor allem SF-Themen der 90er schienen hier deutlich durch. Tolle Anime-Serie, da kann ich mich nur wiederholen.

Das war es dann aber auch.

Wochenrückblick 35/17

Wieder eine volle Woche, dazu der Kampf gegen die akute Unlust, die einen manchmal so befällt. Ein bisschen mit einem Fantasymanuskript habe ich mich dann doch beschäftigt. Tuzira ist der Arbeitstitel und die Geschichte ist irgendwie so unrund. Theoretisch gibt es bisher 15 Seiten an Rohmaterial, vor einiger Zeit habe ich bereits einen anderen Anfang angefügt und auch die Reihenfolge der Kapitel geändert – die waren immerhin vorgeplant. Da ich es mit Vorausplanen meist nicht so habe, schmeiß ich also nun wieder alles um. Ich glaube, mein Hauptcharakter braucht auch einen neuen Namen. Die Grundgeschichte ist in meinem Kopf und auch geblieben, das dürfte dann wohl erstmal ein nicht allzu schlechtes Zeichen sein.

Ein Schnipsel, Anfang Kapitel 2:

Der Fremde war seit drei Tagen in ihrem Dorf, ging zur Hand, wenn erforderlich, und benahm sich auch sonst freundlich und zuvorkommend. Und doch verspürte Kias keine Sympathie für den schweigsamen Mann in der verschlissenen Rüstung, die wenig Gutes versprach.

Nach den ersten gut 150 Seiten wurde es dann doch besser: Kill Decision von Daniel Suarez. Ein Tech-Thriller oder wie man sowas nennt. Vorhandene Technologien werden hier ein bisschen weiter gedacht, in diesem Roman sind das (Kampf-) Drohnen, die eine autonome Schwarmintelligenz verpasst bekommen haben. Es gibt einige Charaktere, die in diese Verschwörung rund um die Drohnen geschmissen wurden. Und das Ende ist leider relativ schwach und schreit nach einer Fortsetzung. Wenn die Handlung in Gang kommt, ist das Buch durchaus unterhaltsam – die Charaktere bleiben allerdings immer ein bisschen blass. War okay, aber auch nicht mehr. Damit drei Suarez-Romane gelesen – mein Lieblingsschriftsteller wird er wohl nicht gerade.

Ein spanischer Thriller gab es diese Woche: Julia’s Eyes. Julias blinde Zwillingsschwester erhängt sich im Keller ihres Hauses. Julia kann aber nicht an einem Selbstmord glauben und findet sehr schnell Anzeichen dafür, dass es sich um einen Mord handelt. Ihr Mann hilft ihr zunächst, wird aber zunehmend skeptisch – auch weil Julia unter der gleichen Krankheit leidet wie ihre Schwester. Und die lässt sie langsam erblinden. Ein ganz ordentlicher Thriller, nicht bahnbrechend, aber mehr als ordentlich rübergebracht, eine gute Hauptdarstellerin und die Story ist auch durchaus interessant.

Ein weiterer Thriller, wieder eine eher kleine Produktion: Chained. Hier geht es um einen Serienkiller, der Frauen entführt und ermordet. Eines Tages ist bei einer Entführung auch ein neunjähriger Junge mit dabei. Diesen bringt er nicht um, sondern behält ihn als Hilfe im Haushalt und für die Beseitigung der Leichen. Der Junge wächst heran und der Killer will ihn zu seinem Nachfolger erziehen. Solider, gut gemachter und gespielter Film, der vielleicht am Ende eine Drehung zu viel oder zu schnell vornimmt. Aber vor allem Vincent D’Onofrio ist beängstigend.

Ein echter Klassiker: Peeping Tom (aka Augen der Angst). In diesem Film von 1960 geht es um Martin, der eine Obsession mit seinen Kameras hat. Er ist auf der Suche nach der Angst in den Augen seiner Opfer – und bringt bevorzugt Frauen um. Ein erstaunlich offener Film, was Sex und Gewalt angeht, für diese Zeit allemal. Aus heutiger Sicht keine große Sache mehr, aber zu der Zeit kann ich mir gut vorstellen, warum es einen Skandal gab. Tatsächlich auch gar nicht so schlecht gealtert – ein paar schräge Dialoge und zwischendurch ein wenig Overacting sind noch die größten Kritikpunkte. Ansonsten ein erstaunlich runder und trotz des Alters durchaus interessanter Film.

Und noch ein Klassiker, diesmal aus dem Bereich Horror: Scanners. Ein Film von Croenenberg, kein schlechter, aber auch nicht sein bester. Es dreht sich um Telepathen, die Scanners, die sich irgendwann gegenseitig bekämpfen – vielleicht – und auch andere böse Regierungs- oder Unternehmensstellen mischen mit. Ist leicht trashig, aber nicht so schlimm, wie es einige andere Filme aus dem Genre und dem Jahrzehnt sind, vor allem die Sprünge in der Handlung und die Löcher im Plot nehmen einiges an Schwung aus dem Film. Kann man gucken, man verpasst aber auch nicht viel.

How to get away with murder deckt nun auf, wer aus dem Hauptcast es nicht überlebt – ist schon eine kleine Überraschung. Vermutlich wird es im Rest der Staffel darum gehen, wer der Mörder ist. Der Reveal ist über die letzten Folgen etwas in die Länge gezogen worden, die Serie ist aber gerade noch so spannend genug.

Navy CIS bringt wieder Duckys Vergangenheit ein, diesmal in der Form eines alten Liebhabers seiner Mutter. Geht ein bisschen verworren hin und her, der Fall selbst ist durchaus interessant aufbereitet, den wahren Täter erkennt man meilenweit vorher (vor allem, wenn man schon zu viel NCIS geguckt hat). Nette Unterhaltung für nebenbei bleibt es allemal.

Bull hält in der zweiten Folge durchaus mit, weiterhin macht die Serie einen sehr generischen Eindruck, sie ist aber durchaus temporeich und nicht gänzlich unclever. Die Figuren sind okay, noch allesamt ein wenig flach, schauspielerisch geht es auch in Ordnung, hier sind bislang aber vor allem die einmaligen Darsteller in den Folgen ganz gut gewählt.

Profiling Paris nutzt weiter seine gute Formel für den leicht abgedrehten Krimi. Diesmal ist der Fall nicht ganz so durchschaubar, wenn auch einige Dinge sehr schnell klar werden. Vor allem wird so nebenbei ein Serienkiller gleich mit hochgenommen. Diese Serie hat auch ein bisschen was von Satire manchmal.

Cowboy Bebop muss kommende Woche abgeschlossen werden.

Wochenrückblick 34/17

Einmal mehr überlege ich, was ich nun mit einigen meiner Schreibprojekte anfangen soll. In dieser Woche habe ich ein wenig angefangen, mal einen besseren, genaueren Plan aufzustellen, um mal das Arbeitschaos besser in den Griff zu bekommen. Geholfen hat das bisher wenig. Schreiberisch ging es dementsprechend wenig voran – zumindest auf der Tastatur / dem Papier. Gedanklich sieht das anders aus. Da haben zwei Romanmanuskripte wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen, aber ich habe mich noch nicht entschieden, was ich zuerst weitermachen sollte. SF oder Fantasy? Ich weiß noch nicht. Erstmal am Zeitmanagement arbeiten.

Im Moment tue ich mich ein bisschen schwer mit Kill Decision von Daniel Suarez. Eine seiner Eigenheiten, die mich stören, sind die vielen Figuren, die am Anfang eingeworfen werden. Viele von denen kratzen auch direkt wieder ab, aber es ist schon ein Element, was ich nicht wirklich nachvollziehbar finde. Wahrscheinlich will er einfach alle Aspekte seiner Idee und der Geschichte ausleuchten. Die Idee finde ich gut und spannend, aber dieses Herumspringen durch die Figuren macht es unnötig schwierig. Zumindest kommen ich hier nicht wirklich gut in die Story rein.

Im Kino für diese Woche: Dunkirk. Nolan ist immer ein Regisseur, bei dem man getrost ins Kino will. So auch hier. Und Dunkirk – ein Kriegsfilm um die Evakuierung des britischen Expeditionscorps in Dünkirchen 1940 (Operation Dynamo) – ist durchaus interessant und mit einem bemerkenswerten Konzept. Die Grundidee, die Bilder und vor allem die Atmosphäre mit dem Sound Design sind wirklich groß. Das alles über drei Handlungsstränge auf drei Zeitebenen zu erzählen, gibt eine interessante Richtschnur. Der Film punktet mit Bildsprache, er ist gerade am Anfang dialogarm und erzählt dem Zuschauer alles über die Bilder und den Ton. Obwohl der Film nicht lang ist, wird er so in den letzten 20 Minuten dann doch ein bisschen anstrengend. Die drei Handlungs- und Zeitebenen werden dann doch nicht ganz sauber zusammengeführt. Ein guter Film, zweifelsohne, und im Bereich Kriegsfilm wahrscheinlich tatsächlich mal was Neues, aber ein Meisterwerk ist er letztlich auch nicht.

Ein interessanter kleiner Thriller ist The Gift. Es gibt ja mehrere Filme mit diesem Titel, gemeint hier ist der 2015er Film rund um ein Ehepaar, das gerade in ein neues Haus in der alten Heimat des Mannes gezogen ist und zufällig auf einen alten Schulkameraden trifft – der reichlich schräg ist. Es gibt ein paar interessante Twists, die vielleicht nicht alle überraschend sind, aber gut inszeniert. Ein solider, kleiner, fieser Film, der gut gespielt und inszeniert ist.

Stoker ist ein weiterer kleiner Psychothriller mit guter Besetzung und einer interessanter Erzählung. Hier geht es um India, die an ihrem 18. Geburtstag ihren Vater bei einem Unfall verliert. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist von je her schwierig und nun taucht Onkel Charlie auf, den sie noch nie gesehen hat. Ihr ohnehin nicht ganz einfaches Leben wird so komplizierter und düsterer. Ich mochte den Film sehr, er ist sehr ruhig und düster erzählt, man bekommt früh mit, dass mit India irgendwas nicht stimmt – aber man, das geht mal den ganzen Weg hinab. Kleiner, feiner Film.

Mal wieder was mit Zombies: What We Become. Ein dänischer, kleiner Film, der einen Ausbrauch eines Zombieviruses in einem kleinen dänischen Ort thematisiert. Ein bisschen wie die erste Staffel Fear the Walking Dead, nur in schneller, kompakter und ohne übergroßem Drama (was nicht negativ ist). Es ist ein netter, kleiner Ausflug ins Zombiegenre, der leider nicht besonders originell ist. Der Film ist aber recht kurz und weitgehend in gutem Tempo erzählt. Die Schauspielleistungen sind manchmal ein bisschen schwierig, aber insgesamt ist es schon ein guckbarer Film.

Noch ein kleiner Horror-SF-Film: Odd Thomas. Titelcharakter Odd (der heißt tatsächlich so) kann Geister und dämonische Wesen sehen – und hilft, wo er kann. Natürlich gibt es dann die große Gefahr, die verhindert werden muss. Die Story ist recht gewöhnlich, aber der Film ist gut gemacht und vor allem die Charaktere und die Beziehungen zwischen ihnen sind wirklich stark. Die Vorhersehbarkeit und die unnötigen Spielereien sind da weitgehend verzeihbar. Dürften ruhig mehr Leute kennen.

Navy CIS geht nun mal endlich wieder in der 14. Staffel weiter. Es ist und bleibt die nette Unterhaltung für zwischendurch. Mittlerweile wird ja deutlich, dass die Serie nicht mehr so unkritisch gegenüber bestimmten US-Politiken ist, wie sie es ja anfangs mal war. In dieser Folge geht es unter anderem um einen unschuldig einsitzenden Guantanamo-Häftling – und angesichts der nicht vorhandenen rechtlichen Grundlage für die Inhaftierungen dort generell … Nun, Navy CIS ist eine Crime Serie, da darf man allzu scharfe Kritik nicht erwarten – den Schwarzen Peter bekommt dann ja auch ein privater Militärdienstleister zugeschoben (okay, das sind in der Realität sicher auch die größeren Schweine) -, aber schon angenehm zu sehen, dass es ein wenig differenzierter zugeht, wenn man schon mal ein bisschen politisch wird. Ansonsten war der eigentlich Fall wieder ein üblicher.

Die Pilotfolge von Bull – Michael „DiNozzo“ Weatherly is back – war nicht uninteressant, aber die Serie wirkt sehr generisch und vorhersehbar. Zum „nebenbei gucken“ durchaus geeignet, zumindest bislang, aber eine Top-Serie wartet hier wohl nicht.

How to get away with murder nähert sich stark dem ersten Staffelhöhepunkt und spielt endlich mal besser ihre Stärken aus. Eine solide Folge, die eine gute Spannung aufbaut und auch schauspielerisch mal nicht so überspielt ist, obwohl auch hier wieder rumgeheult wird ohne Ende.

Profiling Paris wieder mit einer guten Folge. Einmal mehr recht schonungslos und diesmal nicht ganz so vorhersehbar. Eine recht alberne Szene wartet auch wieder gegen Ende, aber das gehört mittlerweile dazu. Erfreulich, dass die neue Hauptfigur so gut die alte ersetzen kann.

From Dusk Till Dawn habe ich nun auch geschafft. Die erste Staffel erzählt – mit vielen Zusätzen und Abweichungen – den (ersten) Film nach. Die Qualität ist insbesondere im Vergleich zum Film schon eher katastrophal. Die Serie ist durchaus was für Trash-Freunde, darüber hinaus geht es aber auch nicht. Dafür sind die Figuren, das Schauspiel und auch das Handwerkliche zu schwach. Die Splatterszenen sind teilweise ganz ordentlich gemacht, die Kampfsequenzen (Choreografie, Schnitt usw.) sind lachhaft schlecht, insbesondere in den letzten Folgen. Die Story ergibt natürlich auch wenig Sinn, hat aber durchaus ein paar nette Ideen.

Zwei kleine Folgen Cowboy Bebop gab es zwischendurch dann auch noch, die waren natürlich wieder interessant und machten Spaß. Mal endlich zu Ende sehen. Für mich als eher Nicht-Anime-Gucker eine echte positive Überraschung.

Und raus.

Über die See

Eine Rezension zu Dunkirk

Ich glaube, einen wirklich richtig schlechten Film habe ich von Christopher Nolan noch nicht gesehen. Selbst The Dark Knight Rises – meiner Meinung nach sein schwächster – hat einige Momente, die durchaus was für sich haben. Auf der anderen Seite sind Filme, die wirklich nah an Meisterwerke rankommen oder gar welche sind. Allein deswegen ist für mich grundsätzlich erst einmal alles interessant, was Nolan als Regisseur so macht. Bei Dunkirk kommt das Thema noch hinzu – dass die Evakuierung der britischen Truppen vom Strand von Dünkirchen einen ganzen Film spendiert bekommt, gab es, glaube ich, bisher nicht. Und ein guter (Anti-) Kriegsfilm nehme ich auch gerne.

Der Film erzählt die Ereignisse um die Operation Dynamo. Im Frühjahr 1940 ist das britische Expeditionscorps sowie Teile der französischen Armee in der französischen Küstenstadt Dünkirchen von den Deutschen eingeschlossen und warten auf ihre Evakuierung. Zurückgezogen am Strand und den Piers von Dünkirchen müssen die Soldaten Bombardierungen ertragen und mitansehen, wie die wenigen Schiffe eines nach dem anderen versenkt werden. Auf drei Ebenen wird die Evakuierung dann durcherzählt: aus der Sicht eines einfachen, verängstigten Soldaten am Strand, einer Crew eines kleinen zivilen Schiffes, die wie viele andere zur Evakuierung geschickt werden sowie eines Piloten, der die deutschen Bomber abwehren soll.

Das Grundkonzept, das der Film verfolgt, ist schon ziemlich gut durchdacht und hat viel für sich. Durch die drei Ebenen – die zeitlich unterschiedlich strukturier sind, der Film ist dadurch eine nicht-lineare Erzählung – bekommen die chaotischen Ereignisse eine gewisse Struktur. Gleichzeitig verzichtet der Film aber auf eine tiefere Charakterzeichnung der Figuren – wobei der Film die Intelligenz der Zuschauer fordert, indem die Charaktere ausschließlich über ihre Handlungen in diesem kleinen Zeitraum definiert werden. Das ist durchaus ungewohnt zu sehen, aber ein sehr guter Kniff, die Aufmerksamkeit auf die Ereignisse zu lenken. Ich gehe stark davon aus, dass das das wesentliche Ziel war.

Storyseitig ist das einzige größere Manko, dass der Film es nicht schafft, die gesetzte Klammer wieder ordentlich zu schließen. In der letzten Viertelstunde oder vielleicht auch in den letzten 20 Minuten wird es dann doch ein bisschen zu sehr durcheinander. Man kann den drei Ebenen auch weiterhin gut folgen, aber sie werden nicht ganz sauber am Ende ineinander überführt beziehungsweise abgeschlossen. Vielleicht hätte man hier noch die ein oder andere Szene herausnehmen können. Der Film ist für Nolansche Verhätnisse allerdings schon relativ kurz – deutlich unter zwei Stunden. Länger hätte er auf keinen Fall sein dürfen.

Obwohl die Charaktere nur eine Stellvertreterfunktion einnehmen und nicht von entscheidender Wichtigkeit für den Film sind, halte ich sie aber doch für nachvollziehbar gezeichnet. Sie werden auf jeden Fall mal untypisch präsentiert. Beispielsweise wird am Filmbeginn lange Zeit nicht gesprochen – in die Situation der Soldaten am Strand wird dennoch vorbildlich hingeführt. Schauspielerisch ist ebenfalls nichts auszusetzen – ein schwächerer Cast hätte hier vermutlich tatsächlich wie Abziehbilder von Figuren agiert. Der Cast hier präsentiert das Szenario aber so, wie es sein sollte.

Dunkirk lebt in erster Linie von seiner bild- und tonhaften Atmosphäre. Und die ist über weite Strecken auch gut gelungen. Wie man es von Nolan kennt, stimmt die handwerkliche Seite ohne Ausnahme. Die Inszenierung ist durchdacht, die Kameraarbeit hervorragend, das absolute Highlight ist aber sicherlich das Sounddesign, die Sounds insgesamt und auch die Musikuntermalung. Was die technische Seite des Tons angeht, ist es vielleicht sogar der beste Film, den ich bisher gesehen habe. Und dabei ist das eine Komponente, die nur auffällt, wenn sie besonders gut oder besonders schlecht ist. Hier ist sie ausgezeichnet (die Oscars in diesen Kategorien können nur über diesen Film gehen).

Insgesamt ist Dunkirk ein guter Beitrag zum Genre Kriegsfilm und ein weiterer guter Nolan-Film. Dazu ist er in mehr als einer Hinsicht ungewöhnlich – sowohl als Kriegsfilm als auch als Nolan-Film. Mit den besten Filmen des Regisseurs oder auch der letzten Jahre insgesamt kann er zwar nicht mithalten, eine klare Empfehlung spreche ich dennoch aus. Selbst wer kein großer Nolan-Fan ist oder für gewöhnlich keine Kriegsfilme schaut, könnte potenziell dennoch Gefallen an dem Film finden. Das Grundkonzept ist in der Form im Film schon irgendwie neu und interessant, dass es rein ums Überleben geht und die Charaktere darüber hinaus keine große Backstory bekommen und es auch keine Expositionsszenen gibt, ist heute schon ungewöhnlich. Der Schrecken wird hier vor allem atmosphärisch erzeugt – dafür verzichtet der Film auf allzu blutige Bilder. Die 12er-Freigabe ist da schon in Ordnung. Und wenn, dann allein schon des Tons wegen im Kino.

Die Affen überleben

Eine Rezension zu Planet der Affen: Survival

Mit Planet der Affen: Survival schließt also die Trilogie um die Prequel-Reboot-Affenbande rund um Caesar, dem ersten schlau gewordenen Affen im CGI-Kostüm. Der erste Teil war seinerzeit ziemlich interessant und ein guter Film, Teil 2 hatte dann doch zu viele schwache Momente, um wirklich zu überzeugen. Dennoch ist das Konzept weiterhin nicht schlecht, sodass der dritte Teil durchaus neugierig macht.

Mittlerweile ist die Menschheit weitgehend ausgerottet, vor allem einige militärische Einheiten leben aber noch und machen Caesar und den anderen Affen – die auf eine durchaus beachtliche Gruppenstärke kommen – immer wieder zu schaffen. Nach einer dieser Auseinandersetzungen nehmen die Affen fünf Gefangene – vier Menschen und einen Affen, der als Überläufer in den Reihen der Menschen kämpft. Die vier Menschen lässt Caesar mit einer Botschaft an deren Colonel frei, der Affe kann fliehen. Die Antwort der Menschen ist jedoch ein nächtlicher Angriff auf das Hauptlager der Affen, bei dem Caesars Frau und ältester Sohn ums Leben kommen. Er sieht ein, dass es eine friedliche Lösung nicht mehr geben wird. Die Hauptgruppe schickt er los, um eine neue Heimat zu finden, er selbst will den Colonel ausschalten – sicher keine einfache Mission.

Dass nichts passieren würde, kann man dem Film sicher nicht vorwerfen. Tatsächlich hat er eine durchgängige Handlung, die an sich durchaus schlüssig ist. Zwei Elemente in der Handlung sind dann aber doch schwach: zum einen rutscht der Film zwischendurch in übermäßigen Kitsch ab und zum anderen gibt es bei einzelnen Szenen Logik- beziehungsweise Kontinuitätsprobleme. Beides stört und nimmt insbesondere in der zweiten Filmhälfte einiges an Schwung aus dem Film. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.

Allerdings schafft es der Film auf der anderen Seite auch, viel Überzeugendes darzustellen und er ist auch wenig schonungslos – Krieg, Folter, Konzentrationslager, da wird durchaus Härte gezeigt. Wirklich blutig wird es nicht, aber die gezeigten Szenen brauchen das auch nicht noch oben drauf, um zu wirken. Diese Symbolik ist natürlich gewollt und die Filmemacher bedienen sich für viele Szenen auch aus dem Kino der vergangenen Jahrzehnte. Der Colonel erinnert nicht umsonst an Col. Kurtz aus Apocalypse Now, und das ist nur eine von vielen Anspielungen, die manchmal überdeutlich im Film untergebracht werden.

Insgesamt punktet der Film auch in seiner Darstellung der diversen Charaktere. Allen voran natürlich Caesar, aber auch Maurice nimmt einen größeren Part ein, eine Art Gegengewicht zu Caesar, dessen Wut sich kaum noch zügeln lässt. Auch die neuen Charaktere sind durchaus gelungen. Bad Ape, ein Charakter, den die kleine Truppe zwischendurch findet, und auch das stumme Mädchen sind interessante Ergänzungen, die dem ganzen Szenario mehr geben. Der Colonel als Gegenspieler ist eigentlich recht einfach gestrickt, auch was seine Motivation angeht.

Hier hilft aber natürlich Woody Harrelson weiter, der einmal mehr das Arschloch in voller Überzeugung spielt. Auch Andy Serkis ist beeindruckend als Caesar, dass er immer wieder so übergangen wird, ist eine Schande. Auch sonst kann man an dem Cast nichts aussetzen, selbst bei kleineren Nebenfiguren sind alle stets voll dabei.

Handwerklich überzeugt der Film ebenfalls weitgehend. Inszenierung ist überwiegend ordentlich, außer die Kitschszenen, die Kameraarbeit mehr als solide, der Schnitt schwächelt in der zweiten Hälfte, vielleicht wollte man hier auch über das ein oder andere Problemchen hinwegschneiden, aber auch und gerade in den Actionsequenzen ist alles ganz wunderbar mitzuverfolgen. Betonen kann man zudem den Ton (harhar), das Sound-Design ist schon gut gelungen. Die Musikuntermalung ist soweit okay.

Mit Planet der Affen: Survival schließt zunächst die Trilogie um die Vorgeschichte zum urspünglichen Planet der Affen und setzt durchaus gute Akzente dabei. Ein sehr ordentlicher Film, der kleine Schwachpunkte im Bereich Logik, Kontinuität und Kitsch hat und in der zweiten Hälfte ein bisschen an Schwung verliert, aber dennoch ganz sicher anguckbar und mehr als ordentlich ist. Mir persönlich hat Teil 3 im Vergleich zum zweiten Teil wieder besser gefallen. Wer was mit dem Affen-Kosmos anzufangen weiß, sollte durchaus einen Blick riskieren. Sogar ohne Kenntnisse der anderen beiden Teile ist dieser Abschluss durchaus sehenswert.

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