Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW33

Eine doch etwas nervige Woche ist rumgegangen. Im Moment ist es nicht weit hin, mit dem Rundlaufen. Aber so ist das.

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Nicht viel Neues zu berichten. Es ist weiterhin ein bisschen Überarbeitung angesagt.

Ein Buch lesen:

Hier muss ich im Moment ein bisschen kürzer treten. Ärgerlicherweise immer so das Erste, was rausfällt. Außerdem muss ich mir noch überlegen, auf was ich als nächstes Lust habe.😀 Hier liegt ja noch so einiges.

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Eine weitere Reihe wird fortgesetzt mit Jason Bourne. Matt Damon ist wieder mit an Bord beim mittlerweile fünften Film der Reihe. Leider hilft das dem Film auch nicht wirklich. Insgesamt ist es zwar ein Okay-Actionthriller, aber es ist kein Film, der besonders in Erinnerung bleibt oder anderweitig heraussticht. Sie Story ist dürftig, die Actionszenen mit einer schrecklichen Shaky Cam gedreht und bis zum Erbrechen zerschnitten, der erstaunlich gute Cast nicht immer gut eingesetzt. Immerhin muss man die alten Filme nicht kennen, um den zu verstehen.

Drei weitere Folgen Gotham und hier tauchen jetzt die ersten schwachen Folgen auf. Eine Doppelfolge, in der der zukünftige Scarecrow (denke ich) eingeführt wird, die sich doch arg streckt, sowie eine ziemliche Füllerepisode, die geradezu langweilig ist. Ich hoffe, das ist kein Zeichen, dass der Staffel nun doch die Puste ausgeht.

Sogar deren vier Folgen Quantico. Kann man so nebenbei gucken, zu viel mehr reicht es aber nicht mehr. Hauptplot ist okay, auch die Rückblenden sind soweit gut gemacht, der Soap-Anteil nervt aber und wenn auch nur ein Prozent an der Nummer realistisch ist, hat das FBI aber ein ziemliches Problem.😀

Zwei weitere Folgen Dexter, die beide wieder ganz ordentlich waren. Die sechste Staffel scheint ein mehr oder minder durchgängiges Niveau zu halten, das ganz brauchbar ist. Bisher war nur die erste Folge der Staffel ein bisschen schwierig.

Das war es dann auch schon wieder.

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW32

Eine weitere anstrengende Woche rum. Schnell, schnell.

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Zwei Geschichten angefangen, aber (noch) nicht beendet, daher auch nicht weiter spannend, was drüber zu sagen. Ansonsten in erster Linie wieder ein bisschen was in Richtung Überarbeitung.

Ein Buch lesen:

Es war mal wieder ein Thriller angesagt, und zwar Radikal von Yassin Musharbash. Mehrere Figuren in Berlin werden unterschiedlich tief in terroristische Aktivitäten – islamistische wie rechtsradikale – verstrickt. Das Buch ist in erster Linie aufgrund des Themas interessant, weil es gewissermaßen bestimmte Ereignisse (Terror, Phobien, Polizeigewalt, absurde politische Diskussionen, mediengeschürte Angst) vorweggenommen hat (oder eigentlich war das auch nur absehbar). Rein storymäßig läuft vielleicht ein bisschen zu viel Personal durch den Roman und die enthaltende Love Story ist deutlich zu aufgesetzt, aber der Roman ist auch – wie es sich für einen Thriller gehört – durchaus spannend. Und auch die Auflösung passt da irgendwie zum Thema. Wenn auch stilistisch keine Offenbarung ist das Buch aufgrund des Themas durchaus empfehlenswert.

Ein Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Ein Film, den ich zuletzt vor ein paar Jahren gesehen habe: Die Bourne Identität. Angeblich wegweisender Film für das Genre, lässt sich durchaus auch erahnen und ist durchaus auch ein guter Film, aber er ist nicht wirklich gut gealtert. Besonders dialogseitig sind da doch ein paar Ausfälle drin und Franka Potente spielt auch nicht wirklich überzeugend

Drei weitere Folgen von Gotham. Die Serie hat sich wirklich ganz gut eingefunden, zieht allerdings hin und wieder einfach irgendwelche Figuren aus dem Hintern, die logischerweise eigentlich hätten vorher auftauchen müssen, es aber nicht getan haben. Wichtige korrupte Polizisten, die angeblich unfassbar wichtig sind, aber nur in einer Folge Thema sind? Nun gut, ist eine eher kleinere Sache. Ein bisschen hat man zudem angefangen, die Hauptstränge zu strecken, aber auch das ist nicht weiter schlimm.

Ebenfalls drei weitere Folgen von 12 Monkeys. Mittlerweile hat man sich mehr oder minder vollständig vom Film gelöst und eine eigene Story aufgebaut. Das ist sogar einigermaßen spannend. Man merkt, dass die Macher mit der Zeitrumgereise-Idee ein wenig mehr rumspielen wollen und hat bisher auch ein paar halbbrauchbare Ideen rausgehauen – und natürlich auch gleich ein Limit reingezogen, damit das Zeitreisen keine automatische Lösung für alles wird. Immerhin bemüht man sich redlich, Plot und Hintergründe zu präsentieren, die den Zuschauer zumindest interessieren.

Dieses Mal ist damit alles schon abgehakt. Mal schauen, was die nächste so bringt.

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW31

Eine weitere Woche, die erste im August.

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Im Wesentlichen wurden ein paar Geschichten in den Überarbeiten-Pool geworfen, mehr nicht. Geschrieben wurde zwar auch ein bisschen, aber nichts Erzählenswertes.

Ein Buch lesen:

Nun also endlich His Dark Materials: The Amber Spyglas von Philip Pullman. Der dritte Teil ist der längste und ist einmal mehr anders erzählt – im Sinne von Struktur und Aufbau – als die anderen beiden. Diesmal ist Will zwar weiterhin mehr oder minder der Hauptcharakter, aber es gibt nun eine Vielzahl weiterer Perspektiven. Lyra ist weiter degradiert, spielt im ersten Viertel oder so gar keine Rolle, andere Figuren sind ebenso unwichtig geworden. Pullman bietet ein Sammelsurium an Ideen, mehr als in den anderen beiden Teilen, aber die Ideen passen nicht immer zusammen, die Story ist überfrachtet und teils zu langsam, auch vorher etablierte Regeln der Story werden gebrochen oder zumindest tun sich Plotlöcher auf. Auch der Teil ist nicht schlecht und tendenziell ein bisschen besser als der zweite Teil, aber in den Elementen, in denen der Roman nicht funktioniert, ist er weitgehend einfach langweilig oder nicht nachvollziehbar. Und das Ende – meine Güte. Nee, wirklich nicht. Damit ist die Trilogie insgesamt zwar nicht schlecht und durchaus mal lesenswert, aber kein Highlight der fantastischen Literatur, auch wenn die Religionskritik durchaus meine Sympathien hat.

Einen zweiten Roman gab es auch: The Hunger Games von Suzanne Collins. Auch mal nachgeholt. Liest sich gut weg und ist sicherlich im Bereich der Jugenddystopie einer der besseren Romane. Silistisch ordentlich und die Story interessant genug, um den Roman zu tragen, wenn auch nicht wirklich innovativ. Aber besser gut angelehnt als neu zusammengestückelt. Auch wenn die Ähnlichkeit zu Battle Royal … Nein, ich misch mich da nicht mehr ein. Ordentlicher Roman, mal schauen, ob ich die anderen beiden Teile auch noch mal nachhole.

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Ein weiterer Klassiker nachgeholt: Akira. Anime ist ein Genre, in dem ich herzlich wenig bewandert bin und in dem ich auch herzlich wenig bisher gesehen habe. Allerdings will ich mich da mal ein bisschen schlauer machen. Einige Sachen kenne ich dann doch und nun auch Akira. Anfangs habe ich mich noch gefragt, wohin das Ganze führen soll, denn Figureneinführung und Plothinführung sind ziemlich auf Sparflamme gehalten. Das entwickelt sich dann aber doch ziemlich gut. Und auch auf die Gefahr hin, direkt als Häretiker beschimpft zu werden: Den als gut gemachten Realfilm wäre wirklich interessant. Betonung liegt auf „gut gemacht“ – daran wird es wohl im Zweifel scheitern.

Doch mal wieder zu einem Schlefaz durchgerungen: Allan Quatermain and the temple of skulls. Es muss mindestens ein halbes Dutzend Quatermain-Filme geben, ich meine, zwei aus den 80ern sind durchaus anguckbar. Dieser ist aus 2008 und von unser allerliebsten Sharknado-Produktionsfirma The Asylum. Wie es sich für einen Schlefaz gehört, war der Streifen natürlich grottig in jeder Beziehung und natürlich kann man sich prima darüber lustig machen. Allerdings ist der Film größtenteils einfach nur langweilig und man hat eigentlich nicht besonders viel, worüber man sich lustig machen kann – gäbe es nicht das unterirdische Schauspiel und die wahrscheinlich schlechteste Synchronisationsarbeit, die jemals abgeliefert wurde. Meine Fresse, wie unfähig ist die gute Dame bitteschön, die die weibliche Hauptrolle synchronisiert hat? Okay, die Schauspielerin ist auch absolut unfähig, aber die Sprecherin schafft es sogar noch, das zu unterbieten. Das ist echt traurig. Ein Abenteuerfilm ohne Abenteuer, ein Quatermain, der den Preis für Mr. Langweilig abräumt, und schauspielerisch von allen anderen noch unterboten wird, ein Film voller Filmfehler – ein einziger Filmfehler – und das ganze garniert mit einer Synchro, die jede sechste Klasse professioneller hinkriegt – während des Unterrichts und plötzlich ein Feueralarm losheult.

Weitere drei Folgen Gotham, allesamt wieder ordentlich bis gut. In der weiteren ersten Staffelhälfte scheint man sich ein bisschen mehr mit den durchgängigen Plot zu beschäftigen, zumindest wird das Monster-of-the-week-Schema mehr oder minder direkt wieder durchbrochen. Harvey Dent ist nun auch eingeführt, etwas plump, wie ich finde, aber hübsch, dass man Two Face irgendwo schon andeutet. Dass einzige, was ein bisschen nervt, ist das soapoperamäßige um die zukünftige Mrs. Gordon. Ach Jim, schieß die Alte ab.

Zwei weitere Folgen Quantico und es steht zu befürchten, dass die Story langsam abzuschmieren beginnt. Beide Folgen waren mehr als anguckbar, aber es schleichen sich einige Probleme ein. Das Tempo geht zurück und insbesondere die Hauptfigur handelt ein bisschen zu oft wie ungetoastetes Toastbrot – als angeblich Klassenbeste ist das kein Kompliment für das FBI. Außerdem gibt’s nun Intrigen jeder gegen jeden und Geheimniskrämerei, die völlig den Rahmen sprengt. Die innere Logik wird schon jetzt ziemlich strapaziert, ich befürchte, die Nummer fällt irgendwann zusammen.

Schon wieder eine neue Serie. *hust* Diesmal was SFmäßiges, und zwar die ersten drei Folgen von 12 Monkeys. Ja, man hat aus dem Film 12 Monkeys eine Serie gemacht. Wobei man nur die Grundprämisse beibehalten hat (die ja eigentlich aus dem Kurzfilm La Jetée (?) kommt) und die Namen der wichtigsten Figuren – allerdings sind die Charaktere genau gar nicht so wie im Film. Auch der Ton der Serie und viele andere Dinge wurden nicht aus dem Film übernommen. Zwar macht auch das neben vielen anderen Elementen deutlich, dass die Serie locker drei Ligen schlechter spielt als der Film, das bedeutet trotzdem nicht zwingend, dass die Serie schlecht ist. Wenn man sich ein bisschen gedanklich von der Filmvorlage löst und nur die Serie an sich betrachtet, bleibt als kritischen Punkte zunächst einmal „nur“ teils mittelmäßiges Schauspiel und offensichtlich verschenktes Storypotential, insbesondere in der ersten Folge. Ab der zweiten und mehr noch in der dritten Episode fängt sich das ein bisschen und es entwickelt sich ein durchaus nicht unspannender Plot – hauptsächlich, weil sich die „Verschwörung“ so hübsch entwickelt und einbringt (das erste echt originäre und nicht aus der Filmvorlage). Womit klar ist, dass der Filmtwist hier nicht benutzt werden kann.

Auch mit Dexter ging es weiter, zwei weitere Folgen der sechsten Staffel. Ordentliches Niveau, die beiden Bösewichter bekommen ein bisschen Raum und morden ein bisschen weiter, dazu darf zwischendurch Dexter ein im wahrsten Sinne alten Serienkiller killen und das Staffelthema Religion / religiöser Wahn wird ein bisschen vorangetrieben. Eigentlich bedienen sich die Folgen immer wieder mal zu sehr an alten Ideen, dafür sind die neuen aber auch nicht so schlecht.

Das war es wieder fürs erste.

Beyond logic

Eine Rezension zu Star Trek Beyond

Als vor wenigen Jahren Star Trek im Kino einen Reboot erfahren hat, waren die Reaktionen ja ein wenig gemischt – höflich ausgedrückt. Der erste der neuen Filme war solide Unterhaltung und auch der zweite war eigentlich ganz in Ordnung, meiner bescheidenen Meinung nach. Mit der Logik oder auch den etablierten Star Trek-Regeln nahmen es beide Filme nicht immer ganz genau, ich persönlich fand es verzeihbar, weil die aufgefrischte Variante in anderen Punkten an den alten Filmen einfach deutlich vorbei zog. Denn wenn man ehrlich ist, waren die alten Filme – egal ob Kirk oder Picard – meist eher schwach (die Serien halten da mehr). Nun gibt es also bereits den dritten Film der neuen Kino-Reihe, zum ersten Mal soetwas wie eine „Original-Story“ ohne Anlehnung an alte Filme oder Seriensachen.

Die Enterprise steckt noch in ihrer Fünf-Jahres-Mission zur Entdeckung unbekannter Galaxien. Kirk und dessen Crew sind ein wenig in den Routinen gefangen, als sie auf der frischen Sternenbasis Yorktown einen Zwischenstopp einlegen. Die Basis liegt nah eines unerforschten Nebels, aus dem plötzlich ein Schiff auftaucht und auf der Basis notlandet. Die Kapitänin berichtet, dass ihre Crew entführt wurde und bittet um Hilfe. Kirk nimmt sich der Sache an und die Enterprise fliegt in den unerforschten Nebel – und wird prompt angegriffen. Während die Enterprise weitgehend zerstört wird, versucht die Crew zu fliehen – die meisten werden jedoch gefangen genommen. Verstreut auf einem unbekannten Planeten suchen Kirk, Scotty, Spock, Pille und Co. sich zunächst gegenseitig und dann eine Möglichkeit, die übrige Crew aus den Fängen von Krall, dem Bösewicht der Stunde, zu befreien.

Die Story an sich ist auf den ersten Blick solide, wenn man das ganze Grundszenario betrachtet. Sie bietet einige Möglichkeiten, die Charktere untereinander agieren zu lassen und für gute Momente zu sorgen, allerdings wirkt nicht alles hundertprozentig durchdacht. Insbesondere das ganze Bedrohungsszenario und die Aktionen der Bösewichte sind nicht immer wirklich nachvollziehbar oder logisch. Auch wird der Rest an vormals etablierten Star Trek-Regeln weitgehend über Bord geworfen – wie eng man das sieht, ist wirklich eine Geschmacksfrage. Auf den zweiten Blick offenbaren sich somit einige Probleme.

Star Trek Beyond sammelt einmal mehr Pluspunkte bei seinen Figuren. Die Verwicklungen der Figuren der Enterprise sind weitgehend gut dargestellt, der Kniff, die Crew zunächst in verschiedene Gruppen über den Plantetn herumirren zu lassen, ist hier am wirkungsvollsten. Spock und Pille teilen sich sicherlich die besten Momente, insbesondere Pille bekommt im dritten Teil mehr Konturen und hat auch mehr zu tun. Auch Scotty und die neue Figur Jaylah harmonieren sehr gut zusammen und Kirk ist wieder Kirk, wie er sein muss. Auch die übrigen Figuren dürfen alle ihre Momente haben, wobei viele dann bereits weniger Leinwandzeit haben. Klare Minuspunkte bekommen allerdings die Bösewichte. Krall ist mit Abstand der schwächste und am wenigsten nachvollziehbarste Bösewicht der Reboots bislang, der ständig seine eigenen Regeln bricht und auch sonst ziemlich viel Unsinn anstellt.

Auch weitere Aspekte der Story hauen nicht wirkich hin. Es gibt kein Gefühl für Zeiträume und Distanzen, das Erzähltempo ist häufig ein wenig unausgegoren, die Actionsequenzen sind wenig interessant, teilweise einfach zu albern und unlogisch (ja, natürlich sind sie immer unlogisch, aber hier kommen viele Dinge zusammen). Das Skript hat eine Menge gute Dialoge, auch einges an Humor, die anderen Elemente stimmen aber nicht wirklich. Insbesondere die Lösungen am Ende sind einfach murks.

Auf handwerklicher und technischer Seite gibt es dabei eigentlich gar nichts auszusetzen. Schauspielerisch ist alles solide, Idris Elba als Krall ist allerdings einfach verschwendet – er kann leider überhaupt nichts zeigen. Die Effekte sind ordentlich, Kamera, Schnitt und Co. sind auch allesamt völlig in Ordnung. Dass alle Außeridischen irgendwie menschlich aussehen – geschenkt. Fällt hier vielleicht mehr auf, weil im dritten Teil mehr unterschiedliche Aliens rumlaufen.

Insgesamt hat mich Star Trek Beyond nicht so ganz überzeugt. Klar waren auch die beiden Vorgängerfilme nicht ohne Schwächen (einige mehr als auffällig), sie konnten aber unterhalten. Das gelingt dem aktuellen Film nur in Teilen – insgesamt zu wenig für meinen Geschmack. Daher fallen die unlogischen, regelbrechenden Dinge noch mehr auf und ins Gewicht als es bei den beiden anderen Reboot-Filmen der Fall war. Gutes Zusammenspiel auf der Enterprise-Seite, völlig belangloser Bösewicht auf der Gegenseite, eine teils wirre Story, nicht immer interessante Action und Ideen, die schlicht nicht alle funktionieren. Für mich fällt der dritte Teil gegenüber den anderen beiden ab, aber das muss für andere sicher nicht so sein.

 

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW30

Immer tiefer in die zweite Jahreshälfte auf einen vollen Herbst zu.

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Ein bisschen Rumgeschreibsel wie üblich, fertiggestellt diesmal aber auch was: Eine Near-Future-Geschichte um einen alten Mann und seine Nanobots. Wobei das letztlich nur ein Teil ist. Kontrollverlust heißt sie.

Eine weitere Geschichte hat noch einen kleinen Feinschliff für die Reise bekommen, aber an sich war die schon fertig. In dem Sinne zählt sie also nicht wirklich.

Ein Buch lesen:

Immer noch nicht durch mit dem letzten Teil von His Dark Materials. Das Biest zieht sich aber auch. Viel zu viele Nebenschauplätze, die da aufgemacht sind. Nicht unspannend, aber überfrachtet und in die Länge gezogen gleichzeitig.

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Film gab es diesmal nicht. Dafür mehr Serie.

Drei weitere Folgen der ersten Staffel Gotham. Weiterhin sehr unterhaltsam und spannend zu sehen, wie die Figuren, die man sonst erst „fertig“ zu sehen bekommen hat, nach und nach hier eingeführt werden. Gleichzeitig fordert das ein bisschen die Glaubwürdigkeit heraus, aber das ist noch nebenbei. Ein bisschen Fantasytouch ist auch reingekommen, aber auch das bleibt bei dem Konzept nicht aus. Außerdem war es ziemlich clever, den Weg vom Pinguin herzunehmen und daran den Mafiapart abzuerzählen.

Mal so eingeschoben habe ich die fünfte Staffel Homeland. Interessant an der Staffel war ja auch, dass sie fast komplett in Berlin spielt und auch deshalb so viele deutsche Schauspieler mitspielen. Und das hat tatsächlich nicht wahnsinnig geschadet. Außerdem war man einigermaßen authentisch, was die Hauptstadt angeht und das ein oder andere andere Deutsche. Der beste unfreiwillige Witz war dann allerdings, als man den Hauptstadtflughafen BER evakuiert hat – das wird so schnell nicht notwendig sein.😀 Wie auch immer, war unterm Strich wieder eine ordentliche Staffel, auch wenn die Nachrichtendienste natürlich wieder mit zu viel durchkommen, aber das war auch in den ersten Staffel nicht unkritisch präsentiert und das ist auch hier der Fall. Am meisten musste ich mich allerdings an die Knödelstimme von Carries neuem Freund gewöhnen – man, schrecklich.

Weiter auch mit Dexter, der Start der sechsten Staffel. Die erste Folge ist ein bisschen lahm, vor allem die privaten Dexter-Sachen haben einige eher alberne Szenen, die irgendwie wehtun beim Zusehen. Dass er wieder aktiver ist, reißt es ein bisschen wieder raus und auch der Auftakt zum Hauptplot scheint nicht so schlecht zu sein. Die zweite Folge ist dann auch wieder besser und bringt die Serie wieder in die Spur der letzten Staffeln – absolut guckbar, wenngleich kein Top-Material (mehr).

Und eine weitere neue Serie: Quantico. Irgendwo zwischen Homeland und leichteren, soapigeren Crime-Serien. Die Hauptprotagonistin ist ein wenig zu superheldenmäßig – sie kann einfach alles. Die ganze Sache wird auf zwei Zeitebenen erzählt, einmal die Ausbildungszeit in Quantico für die FBI-Neulinge sowie der Nachgang nach einem großen Anschlag, bei dem die Hauptfigur unter Verdacht gerät und fliehen muss. Die ersten beiden Folgen waren durchaus nicht schlecht, mal abwarten, ob das Konzept auch über eine Staffel hinweg tragen kann (und vielleicht darüber hinaus).

Das war es einmal mehr schon wieder.

Echte Horrorshow

Eine Rezension zu The Neon Demon

Ich bin ja durchaus ein Freund von Filmen, die mal irgendwie was anders machen oder auch gern mal schön böse sind. In die Kategorie gehören defintiv die Filme von Nicolas Winding Refn. Bronson, Only Got Forgives und Valhalla Rising – die drei von ihm hatte ich vorher gesehen – sind allesamt auf ihre Art schräg, brutal, böse und meiner Meinung nach absolut sehenswert. Da liegt es nicht fern, auch seinen neuesten Film, The Neon Demon, zu sehen. Ein Film über die Modelwelt, mehr oder minder, mehr war mir nicht bekannt.

Jesse ist neu in L. A. und will in die Modelwelt. Die Sechzehnjährige erregt direkt die Aufmerksamt der Verantwortlichen und bekommt gute Jobs – sehr zum Missfallen einiger anderer Models. In Ruby, einer Makeup-Assistentin, findet Jesse eine Freundin, die sie weiter in die Welt einführt. Nach und nach entwickelt sich Jesse in dieser Welt, während gleichzeitig mehr und mehr Gefahren auf sie zustürzen – ein psychopathischer Motelbetreiber, eifersüchtige Models und am Ende die Welt selbst.

Man kann schnell den Eindruck gewinnen, dass The Neon Demon keine wirkliche Story erzählt, aber das ist schlicht nicht der Fall. Die Story wird nur untypisch erzählt, mehr über eine Bildsprache, weniger über Figurenentwicklung und Dialog. Und das passt letztlich ja auch zu dem, was der Film darstellt: Die Oberflächlichkeit dieser gezeigten Welt, die Oberflächlichkeit der Personen, die in ihr agieren. Die Bildsprache ist einfach fantastisch, die Geschehnisse werden immer skurriler und schräger – und für den Zuschauer schwieriger. Nicht das Verstehen, sondern das Ansehen. Und auch das passt wieder perfekt.

Da ist es natürlich wichtig, eine gute Inszenierung, eine gute Kameraarbeit und weitere handwerkliche Dinge zu beherrschen. Und das tut Refn und seine Leute nicht nur, das ist eine deren Stärken. Der Film sieht einfach großartig aus, ganz starke Bilder, perfekt durchkomponiert. Auch die anderen Aspekte passen samt und sonders. Dazu zählt auch ein richtig guter und passender Soundtrack.

Auch auf Schauspielseite gibt es wenig auszusetzen. Elle Fanning gibt die zunächst leicht unsichere und später in die Welt aufgehende Jesse durchaus glaubhaft, und spielen kann sie definitiv. Ein bisschen stehlen andere Darsteller ihr dann aber doch die Show. Allen voran Jena Malone als Ruby, die bedingungslos in der Rolle aufgeht und immer eine unheimliche Präsenz an den Tag legt. Auch Keanu Reeves in der eher kleinen Rolle als Motelbetreiber ist verdammt gut – er sollte öfter was Psychopathisches spielen. Die anderen beiden Models, die es hauptsächlich auf Jesse abgesehen haben, werden von Abbey Lee und Bella Heathcote verkörpert – und das mehr als passend. Erwähnenswert auch noch Desmond Harrington als extrem verstörender Fotograf Jack.

Ein Wort zum Gewaltgrad: Refn ist ja in der Beziehung nicht gerade zimperlich, wobei er sich hier relativ zurückhält. Zwar gibt es Gewaltszenen, aber wenig direkt dargestellte Gewalt. Arm an verstörenden Szenen ist der Streifen trotzdem nicht. Beispielsweise spielt auch sexuelle Gewalt eine Rolle – teils off-screen, aber zum Beispiel die Nekrophilie-Szene darf im Ganzen „bewundert“ werden. Wem das zu weit geht, sollte einen Bogen um den Film machen.

The Neon Demon zählt zu den Filmen, die ihre Story mehr über die Bilder erzählen als über Dialoge oder Figuren. Diese Bilder sind schön, aber nicht immer schön anzusehen. Ganz im Gegenteil: Gewalt, extreme Kontraste, starke Tempowechsel und eine gute Portion Experimentelles machen den Film sicherlich nicht gerade für jeden zugänglich. Unterhaltungskino im eigentlichen Sinne ist das nicht. Mir hat der Film sehr gefallen, wer etwas mit dieser Filmrichtung anfangen kann, sollte einen Blick riskieren. Kultpotenzial vorhanden, Abchreckung ebenso.

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW29

Gefühlt ist die Woche aber mal so richtig schnell durchgelaufen. Komme gar nicht mehr richtig hinterher. Man wird halt älter.

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Einmal mehr viel Stückwerk an verschiedenen Sachen, aber nichts wirklich bemerkenswertes. Dazu ein bisschen Recherche zu neuen Sachen, bei denen ich bei der Umsetzung aber noch nicht weiter bin.

Ein Buch lesen:

Immer noch nicht durch mit dem dritten Teil von His Dark Materials. Es ist einfach viel liegen geblieben.

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Star Trek Beyond. Nun, der Titel ist zwar irgendwie bescheuert und die Trailer eher mäßig, aber die ersten beiden Star Trek-Filme nach dem Reboot waren ganz unterhaltsam, wenn auch wirklich nicht perfekt. Der dritte sollte da eigentlich mithalten können, dachte ich mir – das tut er leider nicht. Etwa ein Drittel war wirklich ganz gut, ein Drittel okay, ein Drittel wirklich richtig schlecht. Das ist echt bedauerlich. Hauptgründe: Logik wurde endgültig über Bord geworfen, der Bösewicht war sehr schwach, die Actionsequenzen waren insgesamt eher enttäuschend und nicht wirklich aufregend. Die nicht schweren Dialoge waren weitgehend gut, die Charaktere auch weitgehend (außer die böse Seite). Reicht aber nicht. Zurück bleibt ein Star Trek-Film, der viel vermissen lässt.

Die nächsten beiden Folgen Gotham. Es wird endgültig ein Ton für die Serie etabliert und so wie es aussieht, gibt es eine Mischung aus Monster-of-the-week und durchgängige Story. In den Folgen drei und vier funktioniert das ganz gut, wenngleich das Tempo dann ein wenig runtergefahren wird. Beide Folgen waren aber gut, hatten ein paar spannende Ideen (nicht immer logisch, aber das ist nachrangig, wenn der Rest stimmt).

Das Finale der fünften Staffel Dexter und es endet wirklich ganz ordentlich. Natürlich auch so, dass Dexter weitermachen kann. Immerhin wird alles soweit aufgeklärt und so beendet, dass es in der sechsten Staffel wieder ordentlich weitergehen kann, ohne zu viele Altlasten mitschleppen zu müssen. Doch, doch, ich mag die Serie nachwievor und freue mich auf Staffel sechs.

Diese Woche war kurz.

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW28

Mann, die Woche war zwischendurch nervig. Kommt wohl auch mal vor.

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Ein paar Kleinigkeiten, nichts, was sich groß näher auszuführen lohnt. Ich mach zu viel durcheinander, das kann man wohl aus der Woche auf jeden Fall ziehen. Es sollte so einiges fertig werden, was natürlich so gar nicht hingehauen hat. Na ja, so ist das manchmal.

Ein Buch lesen:

Wenn wir schon dabei sind: His Dark Materials: The Amber Spyglass. Teil drei der Reihe von Philip Pullman, wobei ich noch nicht ganz durch bin (tatsächlich fehlt noch ein gutes Stück). Im Grunde ist die Trilogie eine durchgängige Geschichte, weshalb die Teile auch so seltsam strukturiert wirken, aber die Erzählweise unterscheidet sich in den drei Büchern doch relativ deutlich. Wo Teil zwei so künstlich gezogen wirkt, bleibt – zumindest soweit ich gelesen habe bisher – der dritte Teil aufgebläht und rührt sich nicht so richtig vom Fleck. Und noch mehr als vorher schmeißt Pullman irgendwelches Zeugs in seine Geschichte, wenn er es gerade braucht. Es ist noch okay und bisher ist es zumindest potenziell ein wenig spannender als Teil zwei.

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Endlich wieder Kino: The Neon Demon. Nicolas Winding Refn ist ja ein Regisseur mit Wiedererkennungswert. Valhalla Rising, Bronson und Only God Forgives kenne ich bislang von ihm, Drive liegt noch bei mir rum und wird demnächst geschaut. Allesamt keine gewöhnlichen Filme, wenn man das mal so sagen darf. Und The Neon Demon ist mit Sicherheit – ganz großer Sicherheit – kein gewöhnlicher Film. Bildsprache, Kamera, Inszenierung und Soundtrack sind grandios, die Story richtig böse. Es gibt viel Experimentelles, viele Horror-Elemente, wobei ich fast erwartet hätte, dass der Film noch mehr in die Horror-Schiene rutscht. Viele, viele Anleihen und Symbolik, auch schauspielerisch überzeugt der Film. Unter anderem mit einem abgefuckten Keanu Reeves. Und wer glaubt, seine Figur ist schon unerträglich … Der wird in den letzten 20 Minuten eines besseren belehrt. Ich mag ja gern – im Sinne von interessant – dieses völlig abgedrehte, böse, ein bisschen experimentelle in diese Art von Film. Kann mir aber gut vorstellen, dass das – auch was den ein oder anderen Inhalt angeht (psychedelische Bildführung, ständige Überzeichnung, nur irgendwie gestörte Personen, Nekrophilie und weitere sexuelle Gewalt und Kannibalismus) – einfach nichts für jeden ist.

Und ein weiterer Film aus der Kategorie „nachgeholt“: The Host. Gemeint ist der südkoreanische Monsterfilm aus dem Jahr 2006. Ein Film, der erstaunlich gute Kritiken bekommen hat – teilweise durchaus zurecht, aber nicht alle Aspekte haben mich erreicht, glaub ich. Der Film hat viel (schwarzen) Humor und hat einen Haufen Kritik an US-Militär, US-Imperialismus, koreanische Historie und soziale Ungleichheit, was den Film eine Art Meta-Ebene gibt, um mal einen Klugscheißerausdruck einzuschmeißen. Letztlich geht es um ein mutiertes Monster, das Passanten angreift, einige frisst, einige mitschleppt, unter anderem die Tochter des völlig idiotischen Hauptprotagonisten, und die ganzen Reaktionen da drum herum, in denen die Familie gezogen wird und wie die Behörden reagieren. Unterm Strich ein guter Film, eine Art satirische Horrorkomödie, bei dem der Komödienpart manchmal sehr überzogen ist und manchmal bitterernste Momente eingestreut sind – ist vielleicht ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber es ist auch mal etwas anderes. Vielleicht ist der Film ein bisschen übervoll und ein wenig zu lang, vielleicht sind einige Figuren auch einfach zu simpel gestrickt.

Ich fange zu viele neue Sachen an. Diese Woche: Die ersten beiden Folgen von Gotham. Bei der Fülle an DC- und Marvel-Serien im Moment war ich immer ein wenig skeptisch, was von dem wohl funktionieren kann. Gotham ist jetzt die erste Serie, zu der ich Episoden gesehen haben. Und die ersten beiden Folgen bestehen zumindest meinen kritischen Blick. Konzept scheint zu funktionieren, die Figuren sind jetzt schon gut gezeichnet, die Atmosphäre stimmt, die Konflikte stimmen. Hübsch düster ist es auch. Dass man unbedingt mit der Wayne-Ermordung anfangen musste … nun gut, musste man wahrscheinlich. Ab da wird es aber direkt besser.

Weiter ging es auch mit Heroes Reborn, die Folgen fünf bis sieben. Allesamt ein bisschen durcheinander und die Skriptschreiber waren doch an der ein oder anderen Stelle relativ nachlässig. Es knirscht bei der internen Logik und sprunghaft ist es auch gern mal. Vor allem in Folge fünf passiert zudem herzlich wenig. Klingt harscher, als es letztlich vielleicht sogar ist, aber so richtig baut sich der Flair nicht auf. Es ist interessant genug, die letzten Folgen nun auch noch zu gucken (ich glaub, die Staffel hat 13 Episoden), auch weil dann mehr der alten Heroes mit aufgetaucht sind und man ein bisschen mehr Verwicklungen reinbringt.

Tief in der zweiten Staffelhälfte der fünften Staffel Dexter. Gefällt weiter, Spannung ist da, ein paar Verwicklungen auch, es wird zwar auch wieder aus dem Standardrepertoire geschöpft, aber auch das ist weitgehend in Ordnung. Vielleicht wird zum Ende der Staffel ein wenig im Cast aufgeräumt, das wär wieder was. Es gibt natürlich wieder mehr als eine große Gefahr für Dexter, aber irgendwas muss es auch in der Richtung geben. Und unser Staffelbösewicht mausert sich endlich ein bisschen, wenn er auch nachwievor eher passiv bleibt.

Oh, schon wieder vorbei.

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW27

Wurde zwischendurch ja mal richtig warm. Ätzend, sowas.

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Trotz Regen und Sonnenschein gab es auf der schreiberischen Seite ein bisschen Fortschritt. Noch nicht weiter viel Spannendes zu berichten, aber auch Kleinigkeiten zählen ja. Ein Romanprojekt ging ein bisschen vorwärts, aber in dem Bereich arbeite ich meist im Schneckentempo. Schlimm, schlimm. Neben Horror-Storys ist Near-Future-Kram im Moment hauptsächlich der Bereich, in dem ein paar Kurzgeschichten weitergeschrieben werden. Letzteres sind so vier, fünf Sachen, die man auch in ein schreiberisches Universum packen kann, wenngleich die Storys selbst unabhängig voneinander sind – ein Deutschland wenige Jahre in die Zukunft gedacht. Hier sollte ich endlich mal was in die Rohfassung bringen.

Und ich habe mich nun doch entschlossen, aus Immernacht einen Roman zu basteln. Dafür nehme ich dann weitere Storys hinzu. Mir ist nun auch eine Struktur eingefallen, wie man die ganze Sache aufziehen kann. Wer hätte es gedacht? Ich nicht. Wird ein fieser, punkiger, dystopischer Horror-Mix, denke ich. Ohne eine einzige gute Figur. Strahlende Helden werden eh überschätzt.

Ein Buch lesen:

Weiter mit His Dark Materials: The Subtle Knife. Der zweite Roman der Reihe von Philip Pullman fällt zunächst dadurch auf, dass Lyra, die Hauptfigur des ersten Romans, zu einer Nebenfigur degradiert wird. Hauptprota ist Will. Und es geht viel um Parallelwelten und wie man zwischen diesen so hin- und herwechselt. Dafür ist das steam- / clockpunkige des ersten Teils fast vollständig verschwunden. Ein nicht unerheblicher Teil spielt dann auch in „unserer“ Welt und nicht mehr in Lyras. Nun, der zweite Roman ist auch nicht so schlecht, aber im Vergleich mit dem manchmal auch schon problematischen ersten Teil lässt The Subtle Knife doch eher nach und bemüht ein wenig zu oft den Zufall. Dazu wird die Story künstlich gestreckt, um überhaupt auf Romanlänge zu kommen. Nee, noch okay, aber sicher kein Favorit.

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Aus der Kategorie „Klassiker nachgeholt“: Citizen Kane. Ich dachte eigentlich, den hätte ich in der Vergangenheit schon mal gesehen, aber das scheint nicht zu stimmen. Zwar erinnerte ich mich an die ein oder andere Szene, das meiste fühlte sich aber reichlich neu an. So oder so, der angeblich beste Film aller Zeiten landet auf meiner persönlichen Bestenliste – hätte ich den eine – sicherlich nicht ganz oben. Er wär vermutlich nicht einmal drauf. Einen 75 Jahre alten Film wirklich vollständig zu beurteilen, ist schon nicht ganz einfach, da ein Film auch immer ein Werk seiner Zeit ist. Es gibt – auch nach heutigem Maßstab – einige bemerkenswerte Seiten an Citizen Kane: Inszenierung, Beleuchtung, Kamera, Schnitt, Szenenwechsel und Maske sind wirklich stark und würden die meisten heutigen Produktionen abhängen. Die Erzählweise ist durchaus ungewöhnlich und wäre es auch in einem heutigen Film, die „Auflösung“ ist relativ mutig. Für mich hat der Film aber auch einige Schwächen. Er ist ein wenig selbstverliebt und zelebriert seine handwerklichen Stärken zu sehr, das Skript ist allenfalls mittelmäßig (das der einzige Oscar für den Film ausgerechnet das Drehbuch ist, finde ich schon recht ironisch) und die Schauspielleistungen sind – auch im Vergleich zu anderen Produktionen aus diesem Zeitraum, die ich kenne – eher durchschnittlich, wenn überhaupt. Auch ist mir nicht klar, was der Film sein will. Satire? Ernstes Drama? Gesellschaftliches Statement? Er enthält komödienhaftes wie ernstes, was sich für mich in diesem Film nicht gut vermischt.

So, geschafft, die letzten vier Folgen der zweiten Staffel von Agents of Shield. Passabel unterhaltsam, aber einige Plotlöcher sind nicht wegzudiskutieren und gäbe es da nicht die ein oder andere Nebenfigur sowie Coulson, der wieder in besserer Form ist, könnte man die Serie komplett knicken. Es passiert zu viel Kram und gleichzeitig auch nicht. Zu langsam für eine Actionserie, zu gewollt in Bezug auf das MCU an einigen Stellen, zu weit entfernt davon an anderen, die Dramaparts funktionieren alle nur so halb und einige der Effekte sind überraschend schlecht. Musste die zweite Staffel Budgetkürzungen hinnehmen? Und so ein kleiner Tipp am Rande: Wenn die Explosionen scheiße aussehen, dann zeigt man die nicht auch noch in Zeitlupe.

Völlig überraschend wurde Heroes mit einer weiteren Staffel beglückt beziehungsweise einem Serienableger oder wie auch immer man das interpretieren möchte. Auf jeden Fall gab es einen leicht neuen Namen: Heroes Reborn. Passt, was die Umstände der Serie angeht, passt eher weniger, was den Inhalt angeht. Aber macht ja erstmal nichts. Die ersten vier Folgen der neuen Serie / Staffel waren insgesamt ganz okay – wobei insbesondere die erste Folge noch ein bisschen arg durcheinander daherkommt. Zudem wird viel von dem Alten aufgewärmt und eine deutliche Schwäche zeichnet sich ab: Die neuen Heroes sind nicht annähernd so interessant wie die alten. So ein bisschen kann man auch den Eindruck gewinnen, dass die Serienmacher selbst ein wenig überrascht waren, grünes Licht für Reborn bekommen zu haben. Denn der Hauptplot leidet unter ziemlicher Konstruktionitis. Aber ich bin durchaus interessiert, die kleine Neuauflage weiterzugucken.

Weiter in der fünften Staffel mit Dexter. Auch hier wärmt man letztlich ein paar vorausgegangene Ideen an der ein oder anderen Stelle wieder auf (ein Partner für Dexter, ein Kollege, der hinter ihm her ist, die Problemchen der Schwester), aber lieber so, als was langweiliges Neues. Und da es auch wieder ein bisschen dynamischer wird und letztlich dennoch die ein oder andere neue Idee hinzukommt, macht die Serie weiterhin Spaß. Das ist schon in Ordnung so, auch wenn die erste Staffel wohl auch in Zukunft nicht mehr erreicht wird.

So, das war’s wieder fürs erste. Ich sollte den Blog mal mit ein paar mehr anderen Inhalten füllen. Wird auch wieder Zeit.

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW26

Einmal mehr ein bisschen was los gewesen, aber so ist das manchmal.

Ein Kapitel / Eine Geschichte schreiben und / oder beenden:

Eine kleine phantastische Geschichte aus einer vielleicht etwas unüblichen Sicht, wenn man so möchte. Achtartig ist der Titel. Portion Humor ist diesmal auch mit dabei. Eine kleine Geschichte, aber immerhin gibt es sie nun.

Ein Buch lesen:

Es wird vermutlich weitergehen mit His Dark Materials von Philip Pullman, aber es gab erstmal ein kleines Päuschen. In den kommenden Tagen aber wohl wieder.

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Einen Film, den ich schon mehr als einmal gesehen habe, aber den kann man öfters gucken: The Big Lebowski. Völlig zurecht ein absoluter Kult-Film. Muss man wohl nicht mehr zu sagen.

So, Staffelfinale bei The Blacklist. Eigentlich war auch diese Folge ganz ordentlich, allerdings mit einem Problem: Der große Reveal am Ende war schon meilenweit vorher ersichtlich (eigentlich schon viele Folgen vorher), sodass der dann doch ein bisschen lahm rüberkommt. Überhaupt war das Skript des Finales eher mäßig – konstruiert und löchrig an zu vielen Stellen. Eine weitere Staffel nehme ich trotzdem gerne.

Doch nochmal dazu durchgerungen, die zweite Staffel von Agents of Shield weiterzugucken. Ganze sechs Folgen sogar. War in Ordnung, zwischendrin ein bisschen lahmarschig – das Tempo ist mehr als alles andere das Problem an der Serie. Aber mit Kyle MacLachlan und dann später Edward James Olmos sind aber zwei grandiose Darsteller an Bord, die auch einiges rausreißen.

Das war es wieder.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: