Wochenrückblick 07/18

Eine weitere Woche ist im Schnellformat rumgegangen. Ein paar Poliereinheiten für die ein oder andere Kurzgeschichte gab es, unter anderem historischen Horror (oder Fantastik), ein bisschen Steampunk und natürlich SF. Dazu Dinge aus dem Lektorat bekommen und ans Lektorat oder anderswohin geschickt. Mehr dann mal in nächster Zeit ausführlich. Was gab es sonst noch?

Mal wieder klassische SF: Meine Freunde die Roboter von Isaac Asimov. Hier handelt es sich um die bekannte Kurzgeschichtensammlung rund um KI und Roboter (sowie ein paar andere Storys) und die bekannte Einführung der drei (bzw. vier) Robotgesetze. Fast alle Kurzgeschichten handeln um einen speziellen Aspekt hierzu. Die meisten Geschichten sind humoristisch und Asimov ist sicherlich ein Utopist und entwirft hier eine positive Zukunft, in denen dann einzelne Probleme diskutiert werden – zumindest seine ersten Sachen. In dem Sinne sind die Robotgeschichten fast vorbildliche Utopien – viele der Verfilmungen werden Asimov somit allein deswegen schon nicht gerecht. In anderer Hinsicht ist Asimov weniger vorbildlich, denn handwerklich ist er nicht immer wirklich gut. In dieser Ausgabe kommt hinzu, dass die Übersetzung und das Lektorat/Korrektorat der Übersetzung ziemlich schlampig ist – nicht unlesbar, aber eine vernünftige Neuübersetzung wäre angebracht (vielleicht gab es auch mal eine, keine Ahnung). Mal ehrlich, „höhere Schule“ für „High School“ – wäre mir ein bisschen peinlich, lieber Heyne Verlag. Und das ist nicht das einzige.

Auch mal wieder im Kino gewesen und Wind River gesehen. Ein Film, der wohl leider ein wenig untergehen wird – dabei ist er verdammt gut. Harter Thriller, der in Wyomings Eis- und Schneelandschaften spielt. Jeremy Renner bringt eine seiner besten Schauspielleistungen seiner Karriere und Elizabeth Olson ist kaum schlechter. Auch die anderen Darsteller in diesem grimmigen Film sind wirklich gut. Und am Ende gibt es einen der realistischsten und härtesten Shootouts der letzten Jahre. Klare Empfehlung.

Aus der Kategorie nachgeholt: Zero Dark Thirty. Wenn wir schon bei rauen, harten Filmen sind. Bigelows Film um die Jagd auf Osama bin Laden ist wirklich stark gemacht, verkneift sich jede Art des politischen Kommentars und beschränkt sich einfach auf die Darstellung. Das kann man selbst auch kontrovers sehen, aber es erlaubt auch, irgendwelche Überzeugungen nicht vorgekaut zu bekommen. Man könnte sagen, der Film ist ein patriotischer Film ohne Patriotismus, wenn das irgendwie Sinn ergibt. Auch hier klare Empfehlung.

Eine Art Klassiker der späten 1960er: Vorsicht: Diabolik. Es dreht sich um den Dieb (und Mörder) Diabolik, dem großen Kriminellen, und wie er einen Coup nach dem anderen auf abenteuerlichste Weise dreht. Ist eine Comic-Verfilmung, die auch ein bisschen eine frühe Bond-Parodie darstellt. Ein wenig schräg, aber eigentlich nicht wirklich schräg genug. Hat einige Momente, ist aber auch ein wenig hektisch. Natürlich ist der Film seiner Zeit ein wenig verhaftet, auch wenn er sicherlich verrückter und hippiger ist als ein gewöhnlicher Film dieser Zeit. Kann man sich mal geben.

Ich habe mir mal wieder einen Tatort gegönnt. Meta war … meta. Anlehnungen an Taxi Driver, ein Film im Film im Film, unsympathische Kommissare und ein Fall, der unterm Strich einigermaßen ordentlich aufgebaut war, aber in den letzten zehn Minuten dennoch auseinanderfällt und den Plot insgesamt sinnfrei macht. Die Ebenen lassen sich gut unterscheiden und der Tatort will manchmal schlauer sein, als er ist. Schade, mit einem anderen Ende hätte man hier tatsächlich mehr rausholen können – es waren gute Ansätze und einige weitere Elemente vorhanden.

Criminal Minds greift einen Serienmörder und Fall von vor zehn Staffeln oder so wieder auf – muss man sich nicht zwingend dran erinnern, war aber eine der besseren Folgen seinerzeit. Ist okay, ordentlich rübergebrachte Episode.

Navy CIS: New Orleans bringt sowas wie ein Zwischenfinale, denn eine wesentliche Etappe der durch die Staffel ziehende Hauptstory ist abgeschlossen. Die Folge ist ganz in Ordnung, wenn auch weitgehend vorhersehbar.

Das war es dann mal wieder.

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Wochenrückblick 06/18

Die erste volle Februarwoche ist nun auch rum. Schreiberisch ging es nicht mehr ganz so gut weiter, ein bisschen letzter Feinschliff an ein, zwei Sachen, mehr nicht. Dafür nähern sich die nächsten Veröffentlichungen – pssst.

Zum Lesen bin ich sogar gekommen. Einen dünnen Roman habe ich immerhin geschafft. Wobei Roman das falsche Wort ist – hier gibt es nämlich nicht wirklich eine Geschichte, die man lesen kann, sondern irgendwas anderes. Die Rede ist von Landschaften nach der Schlacht von Juan Goytisolo. Wenn in einem Absatz über Plato philosophiert wird und Wörter wie „Hekatombe“, „ficken“, „Hirtentätigkeit“, „Pisse“, „Tedeum“ und „Schwanz“ fallen, dann ist das wohl Hochliteratur. Erinnert ein bisschen an modernes Theater: pervers, aber langweilig. Keine Ahnung, warum ich das Machwerk zu Ende gelesen habe. Hat nur 150 Seiten, ist vielleicht ein Grund. Hab vielleicht naiverweise auf eine Klarstellung am Ende gehofft, ist ja schließlich wertvolle, ausgezeichnete Literatur. Ich habe nicht mal was dagegeben, dass keine Geschichte erzählt wird, auch nicht, dass die ganze Sache teilweise sehr schwierig zu lesen ist. Zwei interessante Aspekte hat dieses Machwerk sogar: zwischendurch scheint eine bitterböse Satire durch und stilistisch werden hier unterschiedliche, hoch unzuverlässige Erzähler genutzt (ein Erzähler, der sich an den Leser richtet, der gleiche Erzähler, der sich an die Hauptfigur richtet, und die Hauptfigur aus der Ich-Perspektive). Darüber hinaus fällt mir aber nur eines dazu ein: dumme Hirnwichse.

Wo wir schon im Hochliterarischen sind – was auch immer das sein soll. Es ist ein paar Jahre her, seit ich den Roman gelesen habe. Nun habe ich die Verfilmung zu Der Vorleser mal nachgeholt. Was die Adaption angeht, hat man den Stoff meines Erachtens sehr nah rübergebracht und auch dem Medium Film Rechnung getragen. So ein paar Problemchen hatte ich dennoch mit dem Film – sehr ähnlich zum Buch. Ich glaube, ich mag den Film sogar mehr. Kate Winslet hierfür mit dem Oscar auszuzeichnen … sie war gut, zweifelsohne. Das waren im Grunde alle Darstellerleistungen.

Eine weitere Literaturverfilmung eines Romans – der sicher keine Hochliteratur ist -, den ich letztes Jahr erst gelesen habe, war zudem fällig. Killshot ist, glaube ich, seinerzeit ziemlich untergegangen. Dabei spielen ein Haufen bekannter Darsteller mit – Mickey Rourke, Joseph Gordon-Levitt, Thomas Jane, Diane Lane, Rosario Dawson und weitere. Auch diese Verfilmung hält sich relativ nah an der Vorlage – bis auf einige unvermeindliche Kürzungen des Materials. Der Roman war okay, aber mit einigen ärgerlichen Schwächen. Der Film kann das ebenfalls nicht vermeiden, wobei hier ein bisschen die schwachen Stellen offensichtlicher sind. In der ersten Hälfte funktioniert der Film eigentlich ganz ordentlich, in der zweiten Hälfte wird’s vor allem im Tempo ruppig und storymäßig etwas unsinnig. Netter Thriller, man verpasst aber auch nichts.

Ein weiterer Film, diesmal aus deutschen Landen. Finsterland versucht wohl, eine Metageschichte zu erzählen. Es gibt einen Haufen Figuren, die in den Film geworfen werden, keiner von denen irgendwie sympathisch, einige bemüht schräg – wie beispielsweise ein Polizist, der gern ein Eisbärkostüm trägt. Um wirklich schräg zu sein, ist der Film nicht schräg genug, für eine Metaaussage fehlt dem Film ein durchgängiges Thema, für einen echten Film fehlt ein Zusammenführen der Handlungsstränge – sofern Handlungen vorhanden sind. Nach meinen Gefühl scheitert der Film an sich selbst – er will etwas sein, was er nicht ist. Kann man sich sparen.

Und noch ein deutscher Film: Das weiße Kaninchen. Ein Film um Pädophile, die über das Internet Opfer suchen. Dieser Film wirkt. Er kann das nur, weil er das Thema nah und sehr gut rüberbingt. So gut, dass es schnell verdammt unangenehm wird und man immer wieder ausschalten will. Und der Film geht verdammt weit – das hätte ich nicht erwartet, vor allem nicht nach der knappen Beschreibung, die ich gelesen habe. Dabei wird es schlimmer und schlimmer und schlimmer, auch wenn das Geschehen zum großen Teil Off-Screen bleibt. Ein guter Film, wie gesagt, viele Auszeichungen eingeheimst und Cyber-Grooming ist ein wichtiges Thema, man sollte es sich aber verdammt gut überlegen, ihn sich anzusehen. Meine Güte, Kinder sollten bestmöglich Internet- und Social Media-Kompetenz beigebracht bekommen.

Und um diese thematisch herausfordernde Woche abzuschließen, gab es einen 75 Jahre alten Film zum Abschluss: Der Rabe. Ein französicher Film von 1943, der sich um einen anonymen Briefeschreiber dreht, der mit seinen Briefen die Einwohner eines Dorfes gegeneinander aufwiegelt. Der Film funktioniert auch heute noch, vor allem, da es kaum einer Änderung bedarf, um ihn im Hier und Heute spielen zu lassen und exakt das gleiche Verhaltensmuster an Denunziantentum und Doppelmoral aufzuzeigen. Absolut empfehlenswert.

Wesentlich unaufgeregter ging es im Serienbereich zu. Criminal Minds mit einer Folge, die ein wenig auf aktuelle politische und militärische Situationen anspielt – private Sicherheitsfirmen, ein Serienkiller mit Drohne, Zivilisten im Kriegsdienst – aber es geht sehr nach Schema F zu. Dazu gehört natürlich auch ein entsprechend vorhersehbares Ende.

Navy CIS: New Orleans bringt die Staffelhauptstory weiter. Die Folge macht etwas, was NCIS immer wieder mal macht – aus dem Hut wird ein Charakter gezaubert, den einer der Crew gut kennt. Red-Shirt-Alarm! War okay, aber die Folge krankt an ein paar Plotverbiegungen.

Aus für diesen Rückblick.

Die sicher nicht letzten Jedi

Eine Rezension zu Star Wars – Die letzten Jedi

Deutlich verspätet, aber so ist das nun – so richtig durchringen konnte ich mich zu dieser Rezi lange nicht. Obwohl ich was zum Film sagen möchte. Also los.

Mit den jährlich neu erscheinenden Filmen aus dem Star-Wars-Universum hat man sich nun nach dem dritten Film fast schon wieder dran gewöhnt. Das Erwachen der Macht mochte ich ganz gerne, auch Rogue One fand ich unterm Strich sehr ordentlich. Beide Filme waren in den beiden jeweiligen Jahren nicht unter meinen Favoriten, aber in der Gruppe an Filmen dahinter. Für Die letzten Jedi lässt sich das nicht unbedingt sagen.

Wie aus dem einrollenden Text voller Grammatikfehler am Anfang zu erfahren: Die Erste Ordnung hat die Macht übernommen und die Rebellen sind wieder die Rebellen. Rey will von Luke in der Macht unterwiesen werden, Leia und Gefolge fliehen vor der Flotte der Ersten Ordnung und Finn und Rose starten eine kleine Nebenmission. Jeder von ihnen hat somit mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen – auf den Seiten der Ersten Ordnung gilt das für Kylo Ren natürlich auch.

Joar, diese eher nichtssagende Zusammenfassung ist einer nicht wirklich vorhandenen Story geschuldet. Oder besser: Einen Hauptplot in dem Sinne gibt es eher nicht, dafür ergeht sich der Film in lauter Nebenschauplätzen, Verzögerungen und Handlungsstränge, die ins Nichts führen. Kurzum, das Drehbuch kann nur als recht grauenvoll beschrieben werden.

Warum gerade das Drehbuch? Weil hier die Ausrichtung des Films und die Plotzusammenhänge festgelegt werden. Handwerklich zum Beispiel kann der Film nämlich durchaus punkten. Die Special Effects sind super, auch die Kameraarbeit und der Schnitt sind weitgehend ordentlich. Die Inszenierung ist etwas anderes – aber Regisseur und Drehbuchschreiber sind ein und diesselbe Person.

Richtig dämlich wird es zum ersten in diversen Dialogen. Oft genug passen sie nicht zu den Charakteren, sind unfassbar albern oder einfach schlecht. Das ist nicht immer der Fall, in einigen Momenten sind auch gute Dialoge dabei – diese Momente sind aber rar.

Wenn wir schon bei den Albernheiten sind: Davon sind auch viel zu viele im Film vorhanden. Auch dadurch wirkt dieser Film wie ein schlechter Marvel-Film. Dazu gibt so einige unfassbar überzogene Szenen – Leias Superman-Szene recht weit zu Beginn hat mir direkt den Spaß verdorben. Tatsächlich hat sich der Film davon nicht erholt – dabei gab es bereits zuvor einige miese Szenen.

Denn allein der Anfang ist schlicht zum Wegschmeißen. Star Wars verzeihe ich gewisse Freiheiten in Sachen Physik – es ist schließlich Fantasy. Was man hier dem Zuschauer so offensichtlich auf die Nase bindet, grenzt aber an Beleidigung an die Intelligenz. Wenn es wenigsten cool wäre, könnten man immer noch die Schiene „dumm, aber unterhaltsam“ fahren – ist es nicht.

Zu allem Überfluss krankt der Film an einem schlimmen Tempoproblem. Der Film hat kein Gefühl für Zeit, die Umblendungen zu den jeweiligen Szenen ergeben keinen zeitlichen Sinn und insgesamt ist der Film auch deutlich zu lang. Einige Sachen ziehen sich unfassbar, vor allem die schlechten Sachen.

Das alles klingt recht harsch, dabei bin ich mir sogar sicher, dass sich in diesem Film 90 gute Minuten verstecken. Die sind zwar gut verdeckt, aber das Potenzial ist definitiv vorhanden. Das macht das Endergebnis nur umso ärgerlicher. Eine bessere Inszenierung, eine sinnvollere Plotstruktur, bessere Handlungssträge, weniger Albernheiten und sämtliche Spitzen raus, dann hätte man zumindest einen soliden Film gesehen. So aber nicht.

Es bleibt also ein schlechter Star Wars-Film, der sich ganz knapp über Episode 1 bis 3 einreiht, aber auch nur, weil es keinen Anakin gibt. Story, Tempo, Inszenierung und Drehbuch sind erheblich zu schwach, zu mehr als guten Ansätzen hat es nicht gereicht. Rey ist viel zu wenig eingesetzt, Kylo hat ein paar ordentliche Momente, einige Actionsequenzen sind ordentlich. Damit hört es aber weitgehend auf. Mir ist die Lust auf Star Wars erstmal vergangen.

Wochenrückblick 05/18

Ich mag es kaum glauben, aber nach einer sehr langen Zeit ist es Schreiberisch auch mal weitergegangen. Zunächst eine sehr intensive – und bitternotwendige – Überarbeitung einer Kurzgeschichte, die hoffentlich in wenigen Wochen dann auch erscheinen wird. Dazu noch zwei Kurzgeschichten – mit etwa 600 bzw. 700 Wörtern wirklich recht kurz geblieben – komplett neu entwickelt. Die eine wird wohl auch in Kürze veröffentlicht werden, bei der anderen stehen die Chancen nach einer guten Überarbeitung vielleicht auch gar nicht so schlecht. Mehr dann jeweils zu gegebener Zeit, sollte es denn was werden.

Nun ausgelesen: Der schwedische Reiter von Leo Perutz. Historischer Roman, kurz gehalten, sicher nicht wie die typischen Romane dieser Gattung zurzeit. Eine kleine, einfache Geschichte um einen Identitätsdiebstahl, authentisch erzählt. Perutz baut eine kalte Atmosphäre auf, lässt seine Figuren in der Sprache der Zeit sprechen und legt immer wieder stark satirische und gesellschafts- sowie kirchenkritische Elemente einfließen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber der Roman hat mir sehr zugesagt – deutlich einer der besten in der letzten Zeit.

Es war wieder an der Zeit für ein bisschen gepflegten Trash. Blood: The Last Vampire ist die Realverfilmung des gleichnamigen Anime (dessen Name mir was sagt, den ich aber nicht gesehen habe). Keine reine japanische Produktion und der Film spielt auch auf und im Umfeld einer US-Militärbasis in der Nähe von Tokio. Damit sind auch reichlich westliche Schauspieler vertreten. Wie der Name verrät, geht es um Vampire – ist allerdings doch eine Ecke anders aufgezogen als übliche Genrevertreter. Die Story ist durchaus solide, die Charaktere doch teils recht flach geraten und – wie bei solchen Produktion nicht unüblich – hat der Film einige Probleme mit dem Erzähltempo (hier doch ziemlich rasant). Die CGI ist grottig und auch was die Kamera und den Schnitt angeht, besteht Verbesserungsbedarf. Dennoch sind einige der Kampfszenen sehr ordentlich und insgesamt kann man dem Film einen gewissen Unterhaltungswert definitiv nicht absprechen. Durch das hohe Tempo ist er zudem angenehm kurz. Horror- bzw. Vampirfans sollten durchaus mal reinschauen.

Ich habe mich mal wieder getraut. Tatort: Tollwut war für mich der erste mit dem aktuellen Dortmunder Team – das ja irgendwie schon reduziert wurde und hier weiter wird. Mir hat sich nicht so alles erschlossen, vor allem nicht, warum sämtliche Figuren so unfreundlich zu ihren Mitmenschen sind (ist das typisch Dortmund?). Das Team ist überraschend interessant, der Fall auch mal was anderes, das Setting im Gefängnis und der Plot verlassen irgendwann aber die Pfade der Logik. Ist gar nicht mal so schlimm. Ein Gegenspieler zum Hauptkommissar ist schauspielerisch schwach besetzt, aber nur Nebenstrang. War durchaus ansehbar.

Navy CIS kommt einmal mehr mit einer ordentlichen Folge daher, die vielleicht ein bisschen träger als sonst ist. In ein paar alte schlechte Angewohnheiten ist Navy CIS: New Orleans verfallen – grenzwertige Folge. Criminal Minds präsentierte eine okayige Folge, die aber schnell vergessen wird.

Dann mal auf in die nächste Woche.

Wochenrückblick 04/18

Dieser Monat war wirklich mal ein schwieriger Start ins neue Jahr. Ist noch nicht alles so angelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Daher kann es in dieser Woche auch wieder kürzer ausfallen. Es gab ein paar entspannende Brettspielabende mit Time Storys und Terraforming Mars (mal eine Empfehlung am Rande für beide Spiele) und ein wie immer großartiger Autorenstammtisch. Wenigstens ein paar Überarbeitungen konnte ich angehen, darüber hinaus aber nicht viel.

Immerhin wieder einen Roman nach einer Pause angefangen, diesmal was anderes: Der schwedische Reiter von Leo Perutz. Etwas, was wohl unter Hochliteratur läuft, was auch immer das so sein soll. Bin mir nicht so sicher, was diese vermeintliche Unterscheidung soll. Ist ein historischer Roman um einen Mann, der die Identität eines anderen annimmt und plötlzich Adliger ist. Allerdings ist die Geschichte alles andere als aufpoliert, wie es sonst so häufig auftritt, sondern durchaus harsch. Bin noch nicht so weit, aber ist ohnehin ein kurzes Stück.

Ansonsten nur die Serienstandardkost und selbst das nur für Navy CIS mit einer wieder soliden Folge und Criminal Minds in einer etwas wirren Folge. Bin mir immer noch nicht sicher, ob ich da nicht auf dem Absprung bin.

Das war es dann auch schon wieder.

Wochenrückblick 03/18

Noch eine arbeitsreiche Woche und daher wieder ein knapper Rückblick. Geschrieben nur bedingt, gelesen noch weniger, dafür gab es ein paar andere Sachen. Beispielsweise nun mal Kino 2018 eingeläutet – nun gut, die letzten Jedi habe ich genau genommen auch erst dieses Jahr gesehen, aber gefühlt war das noch letztes Jahr. So.

Daher: Das Kinojahr startet gleich mit einem heißen Kandidaten für den besten Film 2018: The Killing of a Sacred Deer. Der Film beginnt reichlich schräg und wird immer abgefahrener – das ist aber nicht in einem schlechten Sinne zu verstehen, auch wenn man sich wirklich erst einmal in den Film einfinden muss. Dazu muss auch klar gesagt werden, dass der Film immer wieder sehr unangenehm wird. Ein waschechter Horrorstreifen in einem bestimmten Sinn, aber einer, den man ganz anders erwartet. Voller Absurditäten, bitterböser Satire und einem der besten und vor allem unangenehmsten Antagonisten der letzten Jahre.

Was Serien angeht, dieses mal nur Standard-Kost. Navy CIS wieder mit einer soliden Folge, gleiches gilt für Navy CIS: New Orleans, das sich wirklich gut eingefunden hat in der dritten Staffel. Zudem der Staffelauftakt von Criminal Minds (13. Staffel?), indem mal wieder einer aus dem Team gekillt und direkt Ersatz eingeführt wird. Die Folge war okay, aber auch nicht mehr – es könnte langsam dem Ende entgegengehen.

Um mal auch ein bisschen anderes zu bringen, was ich bisher sträflich unterschlagen habe: ein paar andere Sachen von Youtube und Co., die ich gerne sehe, gesehen habe, einfach mal so reinwerfen wollte. Ein Kanal, den ich regelmäßig gucke, ist beispielsweise Renegade Cut. Zuletzt hat sich der gute Leon in einer zweistündigen Analyse mit dem „Left-Behind-Phänomen“ beschäftigt – eine fundamental-christliche Buch- und Filmreihe, geschrieben von zwei evangelikalen US-Amerikanern. Christliche Filme aus diesem Block sind in den USA ein großes Thema, hierzulande schafft es meist keiner dieser Sachen auch nur in den Verleih. Renegade Cut setzt sich hier mit all den fadenscheinigen Argumenten dieser Filme auseinander und bietet einen wirklich tiefen Einblick in die radikal-christliche Denkweise und Bibelauslegung. Die – deutlich kürzere – Folge zuvor beschäftigt sich übrigens mit V wie Vendetta und Anarchie.

Der Podcast von Hellyeahhellno hat sich in der letzten Folge mit Vampiren beschäftigt. Ein bei weitem nicht so dröges Thema, wie man glaubt. Zeigt nicht nur der Podcast, sondern auch ein anderer Youtube-Kanal, den ich vor einiger Zeit wiederentdeckt habe. Maven of the Eventide bietet Content ausschließlich um Vampire – meist Reviews von Filmen, Büchern und anderen Medien. Man glaubt nicht, was es da alles gibt.

Auf in die letzte volle Januarwoche.

Wochenrückblick 02/18

Auch in diesem Rückblick werde ich mich wieder etwas kürzer halten. Mal so reingeworfen: Ich hab endlich meinen neuen Monitor, nachdem der alte kurz nach Weihnachten abgeraucht ist – yeah.

Damals im Kino gesehen, nun noch mal so ein zweites Mal: Sicario. Quasi als Vorbereitung auf den zweiten Teil, der dieses Jahr noch erscheinen wird. Ist auch beim zweiten Schauen so grandios wie beim ersten. Einer der stärksten Filme in den letzten Jahren. Sehr düster, sehr real, sehr hart. Toll inszeniert und gespielt, sehr atmosphärisch.

In dieser Woche waren eher Mini-Serien angesagt. Zum ersten die achtteilige Serie Countdown Copenhagen. Eine dänische Serie um eine Geiselnahme in einer U-Bahn und den anschließenden Verhandlungen – mit einigen weiteren Verwicklungen. Ganz ordentliche Krimi-/Thrillerserie, die viele Sachen gut macht. Warum man die Geschichte auf acht Tage zieht, ist eigentlich nicht so ersichtlich, aber nun gut.

Eine dreiteilige französische Serie um ein Kind, das ein anderes Kind tötet: Aurore. Die erste Folge beschreibt die Tat in der Kindheit, die anderen beiden spielen dann zwanzig Jahre später, wenn die Protagonistin von ihrer Tat wieder eingeholt wird. Keine Thrillerserie oder sowas, obwohl es Elemente daraus enthält, sondern mehr ein Drama. Oder eine Mischung daraus. Hat ein paar obskure Szenen drin, ist aber durchaus in der „richtigen“ Weise unangenehm. Wenn man das so formulieren kann.

Für nebenbei immer wieder ordentlich: Navy CIS. Eine okayige Folge, die allerdings auch nicht wahnsinnig originell ist. Allerdings wird hier wieder mehr mit einem der Charaktere gearbeitet.

Zuletzt eine weitere Folge Navy CIS: New Orleans. War wieder ganz okay. Macht mittlerweile durchaus Spaß zum Nebenhersehen. Dieser Ableger hat sich nach zwei schwankenden Staffeln nun wirklich gemausert. Und der Ersatz im Hauptcast funktioniert auch besser als die Vorgängerin.

Das war es dann wieder.

2017: Ein Rückblick – Gelesenes

Eine der wenigen Vorgaben an mich selbst, die ich zumindest einigermaßen erfüllt habe: mehr lesen. Interessanterweise könnte ich für das Jahr 2017 keinen schlechtesten oder besten Roman benennen – selbst bei den schwächeren gab es positive Aspekte und bei den guten stach keiner meilenweit hervor.

Das gilt zu einem gewissen Grad auch für die Kurzgeschichten, die ich gelesen habe. Da waren eine Reihe gute Sachen dabei, nur wenig wirklich schwache. Da sind zuerst die Sachen, in denen ich selbst vertreten war – sofern ich sie bislang gelesen habe. Die Anthologien erwähne ich in einem anderen Post noch mal gesondert. Nicht weiter erwähnen möchte ich die wiederholte Lektüre einiger Sachen – auch wenn mein Geschichtenkonsum oft nicht am aktuellen Rand stattfindet.

Ich möchte mit den weiteren Kurzgeschichtensammlungen und Anthologien starten. Hier gibt es ansonsten nur zwei. Andere Welten von China Miéville war eine durchaus starke Sammlung, die zwei, drei schwächere Beiträge hat, dafür aber auch einige herrliche verrückte Ideen. Miéville kann man fast immer empfehlen.

Eis und Dampf ist eine Steampunk-Anthologie, die ebenfalls ein sehr ordentliches Niveau an Geschichten mitbringt. So richtige Ausfälle waren sicher nicht dabei, einige gute gab es natürlich auch. Kann man durchaus empfehlen.

Weiter mit zwei Romanen aus dem Perry-Rhodan Universum. Das Syndikat der Mächtigen von Konrad Schaef und Raumschiff zu verkaufen von Arndt Ellmer. Ersterer ist vielleicht die schlechteste Lektüre in diesem Jahr, weil es einfach nicht so richtig weg von den Klischees gekommen ist. Der zweite ist etwas überfrachtet, aber eigentlich ganz okay soweit.

Die letzten beiden Romane der Nibelungengold-Saga von Kai MeyerDer Zwergenkrieg und Die Hexenkönigin – standen ganz am Jahresanfang auf dem Programm. Unterm Strich ganz okay, aber auch nicht weiter bemerkenswert.

Wenn wir schon bei der Fantasy sind. Das Monumentalwerk Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer Bradley war 2017 auch dabei. Ich sehe den Einfluss, den dieser Roman hatte, aber ich teile die lobende Worte zum Buch nur sehr bedingt.

Weniger umfangreich und eine andere Art von Fantasy bietet Sarah König mit Flammengarde. Ein kurzer, unterhaltsamer Roman, solide erzählt. Vielleicht bin ich nicht ganz die richtige Zielgruppe, aber vor allem für jugendliche Leser und Einsteiger in Richtung Fantasy sehr gut geeignet, denke ich.

Auch wenn es in einem Internat spielt, dürfte Magog von Wolfgang Hohlbein auf jeden Fall für Kinder eher nichts sein – auch wenn einer der Bösewichte erst 13 ist. Hohlbein zeigt hier eine teils klassische Horrorgeschichte auf, die durchaus unterhaltsam ist, aber auch nicht wahnsinnig originell. Das muss sicher auch nicht immer sein.

Einen Steampunk-Roman gab es mit Die zerbrochene Puppe von Judith und Christian Vogt. Auch hier eine unterhaltsame Geschichte, die ein paar kleinere schwache Momente recht ordentlich kompensieren kann.

Einiges an SF gab es natürlich auch wieder. Limit von Frank Schätzing ist auch ein echter Brocken, aber der Roman macht Spaß, trotz ein paar Längen. Spannend, unterhaltsam, weitgehend gute Charaktere und eine recht solide Story.

Letztlich hat mir Der Marsianer von Andy Weir vielleicht ein bisschen besser gefallen. Auch hier gibt es ein paar kleinere Schwächen, aber unterhaltsam war der Roman nahezu durchgängig. Wurde auch ordentlich verfilmt.

Fast sowas wie ein Gedankenexperiment und nicht klare SF ist Ein König für Deutschland von Andreas Eschbach. Hat seine Momente, war für mich aber in vielen Parts einfach zu schwafelig.

Quasi eine Superheldenvariante in Romanform ist Kalt von Dean Koontz. Viele Horror- und Thrillerelemente sind hier drin enthalten. Lässt sich gut runterlesen, ist aber auch nicht wesentlich bemerkenswert. Zudem wirkt die Geschichte so ein bisschen wie eine Vorgeschichte.

Zwischen SF und Thriller liegen die Romane von Daniel Suarez. Von ihm habe ich gleich drei Romane gelesen. Die Duologie Daemon und Darknet sowie Kill Decision. Alle drei haben ähnliche Stärke und Schwächen und beschäftigen sich viel mit KI, Virtual Reality und weiteren technischen Entwicklungen in naher Zukunft. Es finden sich viele interessante Ansätze und auch die Thrillerparts sind einigermaßen ordentlich, aber gerade die Story und einige der Figuren sind manchmal ein bisschen zu flach.

Ebenfalls mehr Thriller als SF ist Virus von Dustin Thomason. Spielt mit dem Maya-2012-Untergangsidee in Form eines Virus, der die Bevölkerung dezimiert. Auch hier gibt es einige unterhaltsame Momente, aber insgesamt ist der Roman auch nicht besonders außergewöhnlich.

Typisches Serienmörderfutter bietet Cody McFadyen. Auch von ihm habe ich drei Romane gelesen: Die Blutlinie, Das Böse in uns sowie Der Todeskünstler. Das Ermittlerteam ist immer das gleiche und entwickelt sich zu einem gewissen Grad durch die Bücher, ansonsten gibt es die typische Serienmörderkost heutiger Zeit – sehr brutal, sehr blutig, sehr überzeichnet. Natürlich müssen auch die Protagonisten gebrochene Figuren mit irgendwelchen Süchten und ähnliches sein. Hat sicher seine Fans, hat mich nicht genervt, aber auch nichts gegeben.

Ein bisschen nervig war John Sandfords Stumme Opfer. Spielt Anfang der 90er (wurde auch dann geschrieben), was nicht nur gute Sachen mit sich bringt. Hard Boiled, aber nicht immer besonders ordentlich rübergebracht. Viele Klischees, einige nervige Eigenschaften der Figuren und einige ganz schön alberne Dialoge.

Eine gute Geschichte liegt irgendwo in Killshot von Elmore Leonard begraben. Manchmal zeigt sie sich, manchmal liegt sie begraben unter abenteuerlichen Abschweifungen und ein manchmal irritierendes Nichterzählen. Kann man lesen, ist aber nicht Leonards bester Roman.

Der Prometheus-Verrat von Robert Ludlum ist grandios albern. Auch hier gibt es eine Menge Klischees, es hat fast schon etwas parodienhaftes auf James Bond. Lässt sich unterhaltsem weglesen, ist aber nicht wirklich ein gutes Buch.

Es bleibt ein weiterer Thriller, der zu einem gewissen Teil mehr ein Krimi ist. Mr. Mercedes von Stephen King. Richtig, ein King ohne übernatürlichem Kram. Und es funktioniert wunderbar. Wenn es einen Roman des Jahres geben muss, würde ich diesen Roman dazu wählen. Dafür macht er einfach zu viel richtig.

Zwei moderne Klassiker sozusagen gab es auch noch. Zum einen Die neuen Leiden des jungen W. von Ulrich Plenzdorf und Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt. Der erste Roman ist weitgehend uninteressant, allenfalls aus zeitgeschichtlicher Sicht kann man damit was anfangen. Dürrenmatt geht hingegen immer.

Sachbücher gab es auch ein paar, allesamt zur SF. Science Fiction als neue Metaphysik? von Gotthart Günther hat ein paar krude Ansichten, die eigentlich nicht wirklich halten. Ist dennoch ein interessanter Einblick aus der ersten Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als die US-SF stärker nach Deutschland strömte. Kurz vor Ewig von Fritz Heidorn ist eine Artikelsammlung des Autors, die unterschiedliche Qualität aufweist. Einige haben sehr interessante Ansätze und Ausführungen, was das Buch insgesamt zumindest insofern interessant macht, sich mit einigen Themen weitergehend zu beschäftigen. Zuletzt haben wir Jules Verne und sein Werk von Max Popp. Es ist ein zeitgenössicher Blick auf Verne und sein Werk – wie der Titel schon verspricht – der ausgesprochen interessant ist. Für mich das beste der drei Sachbücher, das Verne für mich wieder auf den Radar gebracht hat – da muss ich noch einiges mal nachholen.

So, das war es lesetechnisch in 2017. Mal gucken, wie es weitergeht.

Wochenrückblick 01/18

Der wöchentliche Rückblick soll auch in 2018 fortgesetzt werden und das mache ich doch mal glatt hiermit. Es ging gleich arbeitsreich los, weshalb es auch angenehm kurz bleibt.

Immerhin ging es endlich mal wieder ins Kino und im Jahresrückblick habe ich den Film auch mit aufgenommen, auch wenn ich ihn am vierten Januar erst gesehen habe: Star Wars – Die letzten Jedi. Leider der schwächste Film von den neuen. Es steckt ein guter Film irgendwo da drin, aber er wird zugemüllt mit Nebenschauplätzen, schlechten Dialogen, überzeichneten Szenen und schlechtem Humor. Sehr schade – vor allem bei dem sichtbaren Potenzial. Nur drei, vier Änderungen und schon wäre es ein guter Film gewesen.

Bei den Serien gab es die erste Staffel Mr. Robot – mal endlich nachgeholt. Eine wirklich interessante und gute Serie. Bin mir noch nicht ganz sicher, ob jede Wendung wirklich Sinn ergibt, aber das ist eher ein Gefühl, das kann ich nicht sicher irgendwo dran festmachen. So oder so, die guten Sachen überwiegen bei Weitem.

Ansonsten zwei weitere Folgen der dritten Staffel Navy CIS: New Orleans. Eine eher grenzwertige Folge und eine ganz ordentliche Folge machen diese Staffel die im Moment vielleicht sogar beste. Gute Unterhaltung für nebenbei. Scott Bakula ist sicherlich der Hauptgrund.

Das war es dann auch schon. Allen einen tollen Start ins Jahr 2018.

2017: Ein Rückblick – Gesehenes

Ich befürchte, dieser Rückblick könnte ein wenig länger ausfallen. Nicht, dass jemand auf die Idee kommt, ich sei endgültig zum Film- und TV-Junkie mutiert: Tatsächlich gucke ich weniger fernsehen, denn die Glotze läuft deutlich weniger einfach so nebenbei. Gezielteres Filme- und Serienschauen könnte man sagen. Es ist dennoch … etwas viel.

Wie immer geht es los mit den Kinobesuchen und der Krönung des schlechtesten Kinofilms des Jahres. Es gab durchaus einige Anwärter – dieser Jahrgang war ja mal wieder ein schwacher -, aber als dieser Film in die Kinos kam, war die Sachen dann doch eindeutig:

Transformers – The Last Knight hat mich gebrochen (Rezi). Unfassbar, wie man einfach so 200 Mio. Dollar (vermutlich sogar mehr) versenken kann. Dieser Film ist nicht nur schlecht, er ist eine Beleidigung. Dass der schlecht wird, war ja schnell klar, aber ich konnte und kann es immer noch nicht so recht glauben, wie schlecht dieser Film wirklich ist. Meine Güte – damit bin ich aus diesem Franchise wahrscheinlich raus, auch nicht mehr aufgrund einer Selbstgeißelung oder so.

Eindeutig durchgefallen sind auch King Arthur – Legend of the Sword (Rezi) sowie The Great Wall (Rezi). Beide Filme sind Fantasy-Trash der teuren Sorte. Ergeben null Sinn, der erste ist zudem auch teilweise einfach ärgerlich, der zweite immerhin nur harmlos dumm.

Leider auch kein Stück gut: Resident Evil – The Final Chapter (Rezi). Die Reihe hat so einen wohlwollenden Blick bei mir, aber selbst mit dem ist hier nicht mehr viel Gutes zu finden. Ist sicherlich der schlechteste Film der Reihe (da waren ja schon grenzwertige Sachen dabei), man kann noch ein bisschen Unterhaltung rausziehen, wenn man sein Hirn voll runterfährt.

Sieht teilweise ziemlich gut aus, ist aber insbesondere storyseitig ein ziemlicher Reinfall: Valerian – Stadt der tausend Planeten (Rezi). Konnte leider auch wenig überzeugen. In dieser Space Opera wäre sicherlich mehr möglich gewesen.

Bei Ghost in the Shell haben die Macher die eigene Geschichte nicht verstanden – so sieht es zumindest aus (Rezi). Funktioniert in dieser Form leider auch nicht wirklich, hat aber immerhin seine Momente.

Etwas enttäuscht war ich von ES (Rezi). Eine wilde Mischung aus echt guten und echt miesen Szenen und vor allem Tempoproblemen. Ist vermutlich immernoch einer der besseren Horrorfilme in diesem Jahr.

Ein erstaunlich ähnliches Urteil kann ich auch über Star Wars – Die letzten Jedi fällen (Rezi folgt noch). Hier gibt es ebenfalls einige sehr starke Szenen und jede Menge sehr schwacher Szenen. Tempo, Story und die Dialoge sind die größten Baustellen hier – neben ein paar Logik- und Kontinuitätsproblemen. Sehr schade, denn das Potenzial eines wirklichen guten Films wird auch deutlich.

Kingsman: The Golden Circle ist eine eher mäßige Fortsetzung eines eigentlich recht coolen Films (Rezi). Hier hat man die falschen Elemente gesteigert. Was ziemlich Ähnliches gilt auch für Guardians of the Galaxy Vol. 2, der im Vergleich aber noch ganz gut abschneidet (Rezi).

Im recht breiten Feld der guten, aber nicht in allen Punkte überzeugenden Filme, geht es weiter mit Planet der Affen: Survival – besser als der Vorgänger und ein ordentlicher Abschluss der Trilogie (Rezi) -, Wonder Woman – deutlich der beste DC-Film seit langem, aber gerade zum Ende einfach zu weit drüber (Rezi) -, Baby Driver – der echt ein paar coole Sachen macht, aber bei Figurenzeichnung und Story ein paar Lücken lässt (Rezi) -, Split – zwei starke Darsteller, interessante Story, netter Twist (Rezi) – sowie Get Out – geht richtig gut los, verliert zum Ende hin ein wenig (Rezi).

Ob John Wick: Chapter 2 wirklich besser ist als die vorgenannten, weiß ich selbst nicht so genau und ist mir auch gleich, aber es ist der Film, der vielleicht den höchsten puren Unterhaltungswert in diesem Jahr mitgebracht hat (Rezi). Sinnfrei, ja, einfach gut gemacht, auch ja. Starke Fortsetzung.

Die deutlich guten und / oder interessanten Filme werden mit Dunkirk eröffnet (Rezi). Ist ein ungewöhnlicher Kriegsfilm, den Christopher Nolan da abgeliefert hat. Vor allem der Klang ist unglaublich gut, nur ganz am Ende führen die Storylines nicht hundertprozentig zusammen.

Auch hier ist der finale Kampf mit kleineren Schwächen durchsetzt: Logan. Die mit Abstand beste Comic-Verfilmung des Jahres und eine der besten überhaupt (Rezi). Realistisch anfühlende Story, alles bleibt angenehm klein, dafür intensiv, starke Figuren, alles sauber durcherzählt. Hat richtig Spaß gemacht.

Überraschend gut auch ein deutscher Film in diesem Jahr: Aus dem Nichts. Stark gespielt, richtig gut inszeniert, thematisch wichtig und die ganze Sache fühlt sich geradezu unangenehm realistisch an (auch wenn die Gerichtsszenen eigentlich nicht realistisch sind).

Bei Blade Runner 2049 wird das vermutlich nicht jeder so sehen, aber für mich war es ein richtig starker Film (Rezi). Er geht weg vom gewöhnlichen SF-Kram, den man sonst so sieht, ist fantastisch inszeniert und gefilmt, angenehm ruhig und schlicht interessant.

Meine beiden Favoriten habe ich aber ganz am Jahresanfang gesehen: Nocturnal Animals (Rezi) und Hell or High Water (Rezi). Zwei recht unterschiedliche Filme, in nahezu allen Belangen, aber beide auf ihre Weise unheimlich stark. Sollte man mal sehen.

Neben den Kinofilmen gibt es natürlich auch wieder anderweitig nachgeholte Filme, zufällige Entdeckungen und die reinen TV-Produktionen. Eine wilde Mischung, wenn man so möchte. Ich versuche mal ein bisschen Struktur.

Auch hier könnte ich einen schlechtesten Film küren und das ist trotz echt trashiger Scheiße, die ich im Laufe des Jahres gesehen habe, sicherlich Suicide Squad. Was für ein Rotzfilm (Rezi). Bei dem stimmt so ziemlich gar nichts. Wenn Batman v. Superman schon schwach war, dann ist Suicide Squad der allerletzte Müll – je nach schlechter Tageslaune vielleicht auch anders herum. Wie sowas rausgebracht werden kann, ist mir völlig unverständlich.

Dass auch Marvel schlechte Filme macht, zeigt beispielsweise Captain America – The Return of the First Avenger. Mir schleierhaft, warum der so gute Kritiken hat. Ich fand den zweiten Captain-Film eher belanglos, langweilig und dämlich.

Kommen wir zum gewollten Trash, den es natürlich auch in unterschiedlicher Qualität – oder sagen wir besser mit unterschiedlichem Unterhaltungswert – gibt. Space Battleship Yamato ist vielleicht ein gutes Stück zu lang, aber so bescheuert, dass man den mal gesehen haben muss. Avengers Grimm ist tatsächlich ziemlich unterhaltsam, auch Red Dead Rotting Hood ist so bescheuert, dass man damit seinen Spaß haben kann. School of the Living Dead ist da eher an der Grenze – hat seine Momente, aber auch seine schwer erträglichen Phasen.

Dead Snow hat zwar Nazi-Zombies, ist aber vielleicht sonst zu gewöhnlich, um wirklich interessant zu sein. Die Fortsetzung Dead Snow: Red vs. Dead ist dagegen pures Trash-Gold. Witzig, völlig inkorrekt, neben Nazi-Zombies gibt es auch Rotarmisten-Zombies, … Mein Favorit unter den diesjährigen reinen Trash-Filmen.

Immer für einen trashigen Faktor gut sind natürlich auch die diversen Horrorfilme. Die King-Verfilmung Riding the Bullet dürfte ein echtes B-Movie sein – ist nicht wirklich schlecht, aber hat nicht zu ignorierende Probleme. Eli Roths Cabin Fever – das Original – ist ein typischer Horror-Langweiler mit allen Klischees. Dann gab es noch die beiden Remakes Freitag, der 13. und Nightmare on Elm Street. Ersterer kann man direkt vergessen, zweiterer hat zwei, drei interessante Ansätze, versteht aber das Original kein bisschen und ist entsprechend dumm.

Mit Warm Bodies gibt es einen Zombiefilm mit Teenie-Romance eingestreut. Ist so grausam, wie es klingt. Braucht man sich jedenfalls nicht geben. Mit reduzierter Romance, aber auch mit Zombies, macht der kleine dänische Film What we become die Sache besser – allerdings auch ohne große Überraschungen.

Damit dürfte ausgerechnet eine Geisterhaus-Geschichte der beste Horrorstreifen sein, den ich in 2017 gesehen habe. Und zwar den kleinen, aber sehr feinen neuseeländischen Film Housebound. Hier wird zudem das Spiel mit den Klischees sehr schön beherrscht.

Ich gehe ein bisschen weiter zu den Thrillern, Actionfilmen und Co., wo es einen Film gibt, bei dem ich so froh bin, den seinerzeit nicht im Kino gesehen zu haben: Hitman – Agent 47. Nicht ganz so scheiße wie Suicide Squad, aber eine weitere miese Videospielverfilmung, die vor allem in den Actionszenen schon peinlich ist.

Auch der Michael Bay-Film Pain & Gain ist schwierig zu ertragen. Angeblich nach einer wahren Begebenheit und ich hoffe wirklich, dass es nicht solch strunzdumme Menschen wie diese Charaktere gibt (aber das könnte sogar sein). Als Film ist diese Story aber vor die Wand gefahren.

Wenig berauschend ist auch San Andreas. Ein Katastrophenfilm, der weitgehend langweilig bleibt. Will viel, kann wenig. Sowas wie 2012 punktet durch ein paar blöde Figuren und Sprüche, nicht einmal das gibt es hier. Ein Reinfall.

Einigermaßen ordentlich waren da The Purge und die Fortsetzung The Purge: Anarchy. Sicher keine großen Filme und auch nicht weiter tragisch, wenn man die nicht gesehen hat, aber immerhin nicht gelangweilt.

Total simpel, aber mit einem nicht zu bestreitenden Unterhaltungswert kommt Everly daher. Salma Hayek wehrt sich äußerst blutig gegen die Mafia, die sie umbringen will.

Mit ein paar überraschenden Gewaltspitzen kommt auch Auftrag Rache mit Mel Gibson daher. Ist eher nicht so bekannt, ohnehin eine kleinere Produktion. Ein bisschen seltsam, aber auch nicht schlecht.

Wirklich seltsam wird es in Danny Boyles Trance – Gefährliche Erinnerung. Ist ganz okay, aber auch überkonstruiert. Überraschend viel nackte Haut zu sehen, hilft aber auch nicht wirklich.

Zodiac ist ein interessanter Film aus einer anderen Sicht auf einen Serienmörder. Ist leider ein bisschen zu lang und nicht ganz sauber durcherzählt. Kann aber für den ein oder anderen sicher sehenswert sein.

So richtig gepackt hat mich The Town – Stadt ohne Gnade dann leider nicht. Kein schlechter Film, vor allem dank der Darsteller und Figuren, aber auch mit Längen und ein paar weiteren Problemchen.

Mit Contagion gab es noch einen Virenthriller um eine Epidemie und die Bekämpfung dagegen. Hochkarätig besetzt, aber auch hier ist nicht alles rund. Dennoch nicht uninteressant und mit guten Momenten.

Die kleineren Thriller Chained und The Gift waren auch wirklich nicht schlecht, beide mit starkem Schauspiel und prima Atmosphäre. Beide sind sehr unterschiedlich und bringen auch verschieden Schwächen mit, darf man als Genrefreund ruhig mal reinschauen.

Ich gehe dann mal ganz, ganz langsam in die bunte Genre-Tüte über mit dem Spionagethriller Dame, König, As, Spion, der sich aber eher wie ein klassischer Krimi anfühlt. Ungewohnt ruhig, dennoch durchaus sehenswert und gut. Gerade Gary Oldman ist hier top.

Ein kleiner Film, der im Wesentlichen ein Thriller mit leichtem Horroreinschlag ist: Stoker. Hat keine übernatürlichen Elemente, aber von der Machart her orientiert man sich hier doch ein wenig auch am Horrorgenre. Ein wirklich interessanter – und guter – Film.

Rachethriller meets bitterböse Komödie: Einer nach dem anderen. Um die Zweidrittel-Marke herum fällt der Film ein wenig ab, was er zum Finale wieder auffängt. Insgesamt aber ein skurriler und unterhaltsamer Film aus Skandinavien.

Eine Mischung aus Drama und Thriller aus Argentinien gab es mit In ihren Augen. Wirklich gut gemachter Film, der vielleicht so ein, zwei etwas ungewohnte Sachen drin hat. Und ein böses Ende.

Eine andere Art von Drama und Thriller gab es in Winter’s Bone. Spielt im eisigen Mittelwesten und meine Güte, trifft der Ton des Films genau das. Auch Schauspielerisch top, die Story und Figuren sind interessant, durchaus zu empfehlen.

Auch Captain Phillips hat so eine Mischung aus Drama und Thriller, wirkt aber weder in dem einen, noch in dem anderen wirklich konsequent. Nicht schlecht, aber auch zu umständlich.

Noch mal Drama und Thriller, noch mal völlig anders zusammengesetzt: Der chinesische Film Feuerwerk am hellichten Tag. Muss man sich einsehen, da etwas ungewohnt, aber ebenfalls durchaus interessant.

Dystopisch und mit klarer Öko-Botschaft erzählt Beasts of the Southern Wild seine Geschichte. Zwar ist auch dieser Film nicht uninteressant, aber er war auch irgendwie ein bisschen zu aufdringlich.

Der kleine australische Film Red Hill ist eine Mischung aus Western und Actionfilm, der aber in der heutigen Zeit spielt (oder besser: ein paar Jahre zurück). Nicht ganz sauber durcherzählt, ist aber sicherlich mal ein bisschen was anderes, auch wenn er das Genre ganz sicher nicht neu erfindet.

Wenn wir schon beim Western sind: Slow West. Der spielt tatsächlich in der typischen Westernzeit, ansonsten ist an diesem Western wenig enthalten, was man sonst so in Western zu sehen bekommt. Manchmal an der Grenze zur Albernheit, immer irgendwie ein bisschen schräg, manchmal auch ein bisschen mehr.

Sicher schräg ist auch Odd Thomas. Etwas SF, etwas Horror, etwas Komödie und Drama. Bricht immer wieder mal gerne mit typischen Klischees, ohne sich immer ganz davon lösen zu können. Ist aber mal was anderes und der Film bringt einigen Stärken mit.

Mittlerweile ist The Fountain sicherlich zum Kult-Film avanciert. Ich persönlich finde den Film zwar interessant, aber die beiden Hauptfiguren funktionieren für mich einfach nicht gut genug, um dann auch den Film wirklich gut zu finden.

Wenn wir schon bei der Optik sind: The Fall ist ein optischer Leckerbissen – wie auch The Fountain – und hat ebenfalls so seine Schwächen bei den Figuren und vor allem bei einigen Storyaspekten. Wobei man berücksichtigen muss, dass es sich hier im wahrsten Sinne um einen unzuverlässigen Erzähler handelt.

Ein echtes Higlight ist Turbo Kid. Ein kleiner Film, eine dystopische alternative Historie mit lauter verrückten Ideen und ein prächtiges Zitatekino. Absolut liebenswert und der mögliche zweite Teil kann in dieser Qulaität gerne kommen.

Mit einem ganz anderen Anspruch geht der ungewöhnliche Vampirfilm Only Lovers Left Alive seine Geschichte an. Starkes Schauspiel, sehr dunkel, sehr ruhig, sehr philosophisch angehaucht. Wird nicht jedem schmecken, ich fand’s sehr ordentlich.

Einige typische Thriller im Umfeld des organisierten Verbrechens aus Südkorea und Japan gab es auch. Outrage, das Remake A Better Tomorrow sowie New World – Zwischen den Fronten. Haben unterschiedliche Stärken und Schwächen und wer sich für solche Filme interessiert, kann in alle mal einen Blick reinwerfen.

Einziger Anime in dieser Film-Kategorie war Spriggan. Eine recht krude Mischung aus Spionage und SF, der mit einigen Verrücktheiten und seltsamen Actionszenen daherkommt.

Es gibt noch einige Klassiker oder vermeintliche Klassiker, die ich in dem Jahr ebenfalls nachgeholt habe. Da sicherlich am skurilsten, sei Barbarella hier zuerst genannt. Jane Fonda als freizügige Astronautin in diesem SF-Film aus Ende der 1960er. Hat mich überrascht, allerdings nicht der qualitative Aspekt – der Film ist schon recht trashig, nimmt sich dabei aber kein Stück ernst. Dass der es so weit in die Popkultur geschafft hat, ist schon interessant.

Ein ganz anderer SF-Film ist Scanners aus den frühen 1980ern. Eher zwischen SF und Horror, würde ich sagen, mit einigen Gewaltspitzen (daher hierzulande wohl auch einige Zeit auf dem Index). Ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

Ein sicher waschechter Klassiker ist M. – Eine Stadt sucht einen Mörder. Der Film aus 1931 war im vergangenen Jahr einer der besten Filme, die ich gesehen habe. Der funktioniert heute noch immer großartig.

Werner Herzog ist ein Filmemacher, der meist keine leichte Kost liefert. Aguirre – Der Zorn Gottes ist das bestimmt nicht. Aus heutiger Sicht ein noch einmal mehr sperriger Film, der nie uninteressant wird, aber auch das Gegenteil von Tempo hat.

Lange als Skandalfilm verschrien, ist Peeping Tom (aka Augen der Angst) heute sicherlich eher harmlos. Dennoch nicht uninteressant zu sehen, wie sich das Genre des Serienmörderfilms hier entscheidend mitentwickelt hat.

Weiter mit einem französichen Film. Vier im roten Kreis ist ein Klassiker des französischen Thrillers, der vor allem durch die Einbruchszene berühmt wurde. Ist etwas zu lang, aber ein schlechter Film ist das nicht.

Etwas neuer, ebenso französich, aber auch schon klassisch, ist Nikita. Eine andere Thrillervariante mit vielen interessanten Aspekten und kleineren Schwächen. Da machte Luc Besson noch gute Filme. Das US-Remake kann da nicht wirklich mithalten.

Das italienische Kino war lange Zeit berüchtigt. Auch hier wurde der Serienmörderfilm stark geprägt, zum Beispiel durch Rosso – Farbe des Todes. Diese Filme haben immer ein paar schräge Sachen mit im Gepäck, so auch hier. Die ungewöhnlichen Ideen allein machen den Film aber schon sehenswert.

In der gleichen Tradition steht zu einem gewissen Grad auch Julia’s Eyes, auch wenn das ein spanischer Film ist. Ein paar gute und ungewöhnliche Ideen gepaart mit typschen Thrillerelementen.

Neben den bereits erwähnten deutschen Filmen unter den Klassikern habe ich überraschend viele weitere deutsche – oder original deutschsprachige – Filme gesehen. Darunter viele kleinere Produktion, wie zum Beispiel den Zombiefilm Rammbock, der in einem Berliner Wohnblock spielt. Ein Kammerspiel mit Zombiebedrohung sozusagen. Nicht schlecht rübergebracht.

Absolut wirr ist Goster. Ein Krimi auf den ersten Blick, der aber noch einige andere Sachen aus den Ärmel schüttelt – und nicht alles ist besonders realistisch gehalten. Eher eine Groteske zum Teil – die ich gemocht habe.

Wir Monster ist ein sehr ordentliches Drama, das sogar dann noch funktioniert hat, als es die Logik ein bisschen strapaziert. Kann man gucken.

Ziemlich gut ist Die Wand. Die Romanverfilmung ist stark umgesetzt worden, meiner Ansicht nach. Stark gespielt, sehr ordentlich inszeniert und durchaus zum Nachdenken.

Hart und richtiggehend fies wird es in Wir waren Könige. Der Film legt eine Geschichte vor, die immer düsterer und düsterer wird – bis zum bitteren Ende. Sicher überzeichnet, aber dennoch gut gemacht und überraschend hart.

Dann gab es noch ein paar Thriller- und Krimisachen, die eher seichter oder mit Humor durchsetzt sind. Ein todsicherer Plan dreht sich um einen Bankraub, der daneben geht. Mörder auf Amrum ist genau das, was der Titel sagt – oder auch nicht. Am Ruder ist wieder ein Bankraub, der daneben geht. 🙂

Für den Übergang zu den Serien kann eigentlich immer ganz gut Tatort dienen – sind ja eigenständige Fernsehfilme eigentlich. Gesehen habe ich Tatort: Stau – coole Prämisse und auch gut inszeniert -, Tatort: Der rote Schatten – wirklich stark gemacht und gespielt, teilweise passend unangenehm -, Tatort: Goldbach – recht solide mit ein paar Spitzen Richtung Waffenindustrie.

Zum Schluss natürlich auch noch ein paar Serien. Hier geht wirklich einiges durcheinander. Ein paar Sachen habe ich gezielt herausgesucht, andere sind Zufallsfunde und wiederum andere sind Sachen, die ich immer nur nebenbei geschaut habe.

Zuerst mal ein paar Serien, die ich dann abgebrochen haben. Agents of Shield (Staffel 3), mit der ich einfach nicht mehr warm werden konnte. Etwa die Hälfte der Staffel ging es noch, aber irgendwann gingen mir die meisten Figuren nur noch auf die Nerven. Somit kann ich mir das auch schenken.

Bull hat eigentlich ein interessantes Konzept, ist aber deutlich zu glattgebügelt. Das macht jede Folge unfassbar vorhersehbar und somit bereits nach wenigen Episoden stellt sich Wiederholung ein. Damit war ich dann raus.

Pure Genius hat eigentlich auch ein interessantes Konzept. Mich hat die Mischung aus SF und Medizin zunächst fasziniert, aber der Aufbau in jeder Folge war so dermaßen identisch und das Krankenhausdrama rückte so sehr in den Mittelpunkt, dass ich nach wenigen Folgen mein Interesse auch schon wieder verlor.

Ebenfalls nach wenigen Episoden war bei Criminal Minds: Beyond Borders Schluss. Die Mutter-Serie hat sich ja auch in Probleme reingeschrieben, dieser Ableger ist aber extrem schwach. Latenter Rassismus und miese Schauspielleistungen krönen die Sache dann noch. Und tschüss.

Bleiben wir mal im Bereich Krimi und Co. Die zweite Hälfte der Mini-Serie Pregau: Mörderisches Tal gab es dann auch Anfang des Jahres. Durchaus gute deutsch-österreichische Serie, die sich standesgemäß mit einem Knall verabschiedet.

Undercover und Spionage gab es in der Mini-Serie The Night Manager, u. a. mit Tom Hiddleston und Hugh Laurie und mit Sabine Bier auf dem Regiestuhl. Sieht manchmal zu aufpoliert aus, ist aber spannend und wirklich gut gemacht – und natürlich großartig gespielt.

Wirklich stark auch die erste Staffel Die Toten von Turin. Eine italienische Serie, die einen ruhigeren Ton anschlägt und immer eine Doppelfolge pro Fall einplant. War auch mal ein bisschen was anderes.

Standard-Crime-Serien: Navy CIS mit mal guten, mal schwachen Folgen. Hatte immer wieder mal seine Momente. Navy CIS: New Orleans hatte eine eher mäßige zweite Staffel. Criminal Minds hat sich so ein bisschen in eine Ecke geschrieben. Blindspot in Staffel zwei ist okay, aber auch nicht mehr. Ransom hat eine nette Idee, die manchmal ein paar interessante Plots zulässt.

Wirklich gut und interessant sind dagegen Major Crimes und Profiling Paris geblieben. Die erste ist einfach eine starke, realistisch angehauchte Krimi-Serie, die zweite ist immer wieder mega-schräg und mit interessanten Fällen gespickt. Motive punktet vor allem mit den Charakteren und dem etwas anderen Ansatz aus Columbo-Tagen.

Weiterhin etwas unsicher bin ich bei How to get away with murder (Staffel 2+3). Hat immer wieder starke Momente, aber auch jede Menge Füller. Auch bei Shades of Blue (Staffel 1) mit Jennifer Lopez und Ray Liotta bin ich mir im Nachhinein auch nicht mehr ganz sicher.

Endlich habe ich mal Dexter komplett zu Ende gesehen. Ich mochte auch die späteren Staffeln, wenn sie auch unterschiedliche Qualitäten haben. Auch die etwas seltsamen Entscheidungen in der finalen Staffel einschließlich des Finales finde ich nicht so schlimm. Ist eine ordentlich Serie – ja, die erste Staffel bleibt die beste.

Gotham (Staffel 2+3) bewegt sich immer schneller weg von einer Crime-Serie. Es ist stark fantasylastig geworden, was der Serie nicht immer gut getan hat. Mittlerweile bin ich mir nach der dritten Staffel auch unsicher, ob es wieder interessant genug werden wird.

Lucifer (Staffel 1) quirlt die Idee einer Ermittlerin und eines Beraters neu durch – mit dem Teufel persönlich. Die Serie funktioniert eigentlich nur dank des guten Schauspielers und einigen netten Ideen.

Zoo (Staffel 2) ist noch so eine Serie, die irgendwie SF ist, aber es tunlichst vermeidet, das irgendwie zu zeigen. Vielleicht ist es auch mehr Horror? Wie auch immer, das Drehen an der Gewaltschraube in Staffel zwei passt besser zur Geschichte, wenn es auch weiter ein wenig trashig bleibt. Hat aber auch seinen Charme.

Natürlich darf auch eine skandinavische Serie nicht fehlen. Jordskott ist ein wenig Mystery und ein wenig Thriller. Verschwundene Kinder in einer Kleinstadt, seltsame Kräfte des Waldes, eine etwas eigensinnige Hauptfigur, aber durchaus alles gut gemacht.

Rein in den Horrorbereich. Fear the Walking Dead (Staffel 1) stand auf meinem Zettel. Sechs kleine Folgen kann man sich mal geben. Waren auch ganz okay – aber auch nicht mehr.

Ein Film wird zur Serie: From Dusk Till Dawn (Staffel 1). Zur Hälfte den Film nacherzählt, mit einigen Dingen angereichert – gute wie schlechte. Auch hier gibt es ein paar nette Momente, aber insgesamt ist es einfach zu trashig.

Echte Qualität ist hingegen American Horror Story (Staffel 1). Ich war überrascht, aber die Serie, die Staffel, hat mir ausgezeichnet gefallen. Und dann auch noch eine Geisterhaus-Geschichte.

In die Parodie geht Scream Queens (Staffel 1+2). In erster Linie werden die Slasher-Movies auf die Schippe genommen. Ist wirklich nicht schlecht, wenn auch mit Fremdschäm-Momenten. Tatsächlich ist die zweite Staffel etwas besser – und der Cast ist wirklich gut ausgesucht und mit einigen bekannten Namen besetzt.

Und zuletzt was in Richtung Dystopie: The Last Ship (Staffel 1). Auch mit einem definitiven Trash-Faktor. Reinste B-Ware, merkt man spätestens bei den Dialogen. Gerade dadurch hat es auch einen gewissen Unterhaltungswert. Gut ist die Nummer natürlich nicht.

Einiges an Anime-Serien gab es dann auch mal. Ein Genre, in dem ich ein bisschen mehr stöbern wollte – und genau das auch gemacht habe. Deutlich die schwächste Serie war sicherlich Triage X. Die ich per Zufall ausgesucht habe. Ich sollte bei Empfehlungen usw. bleiben.

Dachte ich und suchte per Zufall Akame Ga Kill! – eine bessere Wahl. Hat gute und schlechte Sachen und ist wohl mit vielen typischen Anime-Sachen versehen. Fantasywelt, viele Kämpfe, durchaus blutig, auch Hauptfiguren werden hingemetzelt. Ich denke, ich fand sie okay.

Death Note genießt zum Beispiel einen sehr guten Ruf, wenn ich das richtig verstanden habe. Ist auch eine interessante Serie, hat aber ein größeres Logikproblem, das ich nie ganz ignorieren konnte. Baut nach dem großen Twist nach Zweidritteln auch ein wenig ab.

Bei Attack on Titan bin ich mir auch noch nicht ganz sicher, wie gut ich das finden soll. Gesehen habe ich bisher die erste Staffel, die einige interessante Aspekte hat, aber auch durch langgezogene Passagen, zu viel Kitsch und dummes Gequatsche auffällt.

Sehr ordentlich war da Psycho Pass, eine wirklich interessante Story mit einigen Cyberpunk-Elementen und auch interessanten Figuren. Der Hauptplot entfaltet sich in der ersten Staffel langsam, es gibt viele Anspielungen und auch die Sozialkritik wird deutlich. Die zweite Staffel – die auch deutlich kürzer ist – stampft da viel ein und ist auch nicht mehr ganz so stark. Dennoch sehr interessant, vielleicht auch gerade für SF-Freunde.

Favorit in diesem Bereich dürfte aber Cowboy Bebop sein, eine Mischung aus Space Opera, Western, Neo Noir, ein bisschen Punk und eine Portion Comedy. Die Mischung ist meistens sehr gut getroffen – ausgerechnet der eine Film, den es hier auch noch gibt, versagt weitgehend – und völlig zurecht als einer der besten Anime-Serien bekannt.

Hui, doch viel geglotzt in 2017. Dann mal in 2018 weitergucken.

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