Wochenrückblick 11/17

Voll, voll, voll, die Woche. Wenn ich ein bisschen mehr schaffen will, muss ich mich wohl mal wieder neu organisieren. Ja, definitiv.

Das Schreiben hat natürlich wieder als erstes gelitten, hier ist nicht viel passiert. Ein paar kleinere Überarbeitungen von drei kürzeren Kurzgeschichten, die sich dann auf die Reise gemacht haben. Darüber hinaus aber leider nichts.

Bei den Büchern nun doch endlich durch einen Thriller gequält, der gerade am Anfang echt zäh war. Stumme Opfer von John Sandford. Erschienen ist der Roman Anfang der 1990er und hat noch wirklich sehr dieses Ende-der-80er-Flair, allerdings nicht immer im positiven Sinne. Er versucht sich als Hard Boiled, funktioniert in dieser Hinsicht aber auch nicht so recht. Die Charaktere sind teilweise unfassbar dumm in ihren Handlungen, die Story funktioniert auch nicht wirklich und gerade der Anfang ist auch noch ganz schwach geschrieben. Sandford, der mit seinen Büchern ja recht erfolgreich ist, zeigt hier eigentlich mehr, was man vermeiden sollte. Aber ich will mit Sicherheit auch nicht ausschließen, dass ganz simpel der Funke nicht so recht überspringen wollte – schließlich tue ich mich mit anderen Thrillern erfolgreicher Autoren häufig genug ziemlich schwer.

Ein Film nebenbei: Warm Bodies. Der Film hätte interessant sein können. Das Problem ist, dass der Film letztlich nichts in der Richtung ist. Ein Zombie, der nach und nach sich wieder erinnert und wieder „menschlicher“ wird, ist an sich keine so schlechte Prämisse, aber der Film wechselt dann sehr schnell in das langweilige, vorhersehbare Fahrwasser einer typischen Teenie-Romanze. Die nicht mal an sich besonders viel Sinn ergibt, aber das ist dann wohl auch egal. Garniert natürlich mit einem zuckersüßen Happy End. Was für eine verpasste Chance. So fällt der Film durch und es würde mich nicht überraschen, wenn er in ein paar Jahren gänzlich vergessen ist.

Die erste Staffel Fear the Walking Dead. Wurde ja auch mal Zeit, einen Blick auf die Spin-Off-Serie zu werfen. Wie die Mutterserie hat die erste Staffel lediglich sechs Folgen, eine weitere Gemeinsamkeit ist vielleicht nocht, dass die meisten Charaktere nervig oder Arschlöcher sind. Ich würde aber sagen, dass das in der Mutterserie besser funktioniert als hier, wenngleich im Spin-Off bekanntere Gesichter im Cast auftauchen (obwohl …). Vom Konzept her – die erste Staffel verfolgt den Ausbruch in L. A., beginnt also zeitlich vor der Mutterserie, und folgt in erster Linie einer kaputten Patchwork-Familie – ist die ganze Sache schon interessant. Zwar klaut die erste Staffel wie auch die erste Staffel The Walking Dead massiv von Genrevertretern und auch außerhalb des Genres, aber auf durchaus oft geschickte Art und Weise. Die Figurenzeichnung und das Schauspiel sind schwächer, denke ich (da hapert es bei der Mutterserie zwischendurch ja auch mal), aber interessant ist die Ablegerserie in der ersten Staffel durchaus.

Die siebte Staffel Dexter wartet mit zwei Auftaktfolgen, die wirklich sehr interessant sind und die Serie noch mal wieder neue Impulse gibt oder geben könnte. Es gibt zwar eine Sache, die mich stört, dennoch bin ich gespannt, wie hier mit dem Storyverlauf weiter umgegangen wird. Letztlich wird es wohl dabei bleiben, dass die erste Staffel die stärkste Staffel ist, aber den großen Abfall sehe ich bei der Serie nun auch nicht. Und der Auftakt der siebten Staffel ist allemal stark genug, den gelegten Pfad für diese Staffel ordentlich durchzuziehen.

Major Crimes mit einem starken Auftakt eines Mehrteilers – immer wieder faszinierend, was hier rausgeholt wird; Criminal Minds führt einen weiteren neuen Charakter ein, der bislang ziemlich lahm ist – die Folge ist trotzdem ganz ordentlich gelungen; Blindspot leistet sich wieder ein paar Seltsamkeiten, bleibt aber dennoch durchaus interessant – schauspielerisch ist es im Schnitt ein bisschen nach oben gegangen, wenngleich nur Jaimie Alexander selbiges wirklich beherrscht.

So, ab in die nächste Woche.

Johns Bleistifttrick

Eine Rezension zu John Wick: Chapter 2

John Wick war eine der positiven Action-Überraschungen der letzten Jahre. Die Figur war Keanu Reeves quasi auf den Leib geschrieben, endlich konnte man auf der Leinwand wieder echte Action, unzerschnibbelt, unverwackelt, unverdunkelt, sehen. Da ist die Hoffnung doch groß, dass die Fortsetzung daran anknüpfen kann. Und sie kann, das sei mal vorweggenommen.

Die Fortsetzung setzt relativ nahtlos an den Vorgänger an. John holt sich zunächst seinen Wagen wieder, der noch in Besitz der russischen Mafia ist. Allerdings schlachtet er dabei nicht alle ab, sondern gibt sich mit einem einfachen „Ausschalten“ zufrieden. Friede will John nun auch haben, aber da tritt nun ein anderer Mafiaboss (von einer der italienischen) auf den Plan, der eine alte Schuld einfordert. John lehnt zunächst ab, aber er verstößt damit gegen die Regeln – und das hat Konsequenzen. Also nimmt er den Auftrag an, wohlwissend, dass es arg enden wird. Und das tut es: Ein Haufen Mafialeute und andere Profikiller sind ihm nach erfolgreichem Auftragsabschluss auf den Fersen. Aber John weiß ja, wie man sich wehrt.

Die Aufhänger der Story ist im zweiten Teil natürlich – und zum Glück – ein deutlich anderer als im erste Teil. Innerhalb der hier aufgebauten Welt ergibt das alles durchaus seinen Sinn. Tatsächlich ist die innere Logik im zweiten Teil besser als im ersten, obwohl wesentlich mehr Elemente in die Story hineingelegt werden (vielleicht auch gerade deswegen) – alles wird konsistenter durcherzählt und gleichzeitig erfährt der Zuschauer auch wesentlich mehr von dieser Welt.

Damit einher geht auch eine leicht andere Atmosphäre. Während der erste Teil ein Rachemotiv mit sich brachte, ist dieser durch die Regeln dieser parallelen Welt geprägt. Daraus leitet sich im Grunde alles weitere ab. Und das ist durchaus interessant und schlau gemacht.

Aber ein Film dieser Art lebt natürlich zu einem nicht kleinen Teil von der Action. Und die ist, wie beim ersten, herausragend. Großartige Kampfchoreografien, ein genau richtiger Look, Kämpfe mit Waffen, Fäusten und sontigen Gegenständen aller Art. Hervorzuheben auch der Sound, gerade in den Actionsequenzen. Dazu ist John Wick zwar deutlich überzeichnet, aber nicht unverwundbar. Das wird auch hier wieder clever eingepflegt, wenn John verletzt wird und nicht direkt in der nächsten Szene wieder gesundet, sondern durch den restlichen Film seine steigende Zahl an Verletzungen tragen muss. Es ist nicht realistisch, aber es ist glaubwürdig. Und das ist es letztlich, was zählt.

Die Figuren sind ebenfalls einmal mehr gelungen. John Wick allemal, bestens verkörpert von Keanu Reeves. Durch den übrigen Cast setzt sich das fort, der erfreulich bunt gemischt daherkommt, auch in der ein oder anderen Figur und Besetzung (bekannte wie weniger bekannte Gesichter) nicht unbedingt den Standard des Genres bedient, gleichzeitig aber vertraut genug daherkommt. Was das Drehbuch angeht, könnte man schwankende Dialogqualität bemängeln – wenn man dann doch mal genretypische One-Liner bringt (die erfreulich wenig vorkommen), sind die meistens doch eher lahm. Hier zeigt sich auch, dass das Schweigen in den überwiegenden Teil der Szenen tatsächlich Gold wert ist.

Wenn man den ein oder anderen Schwachpunkt ankreiden will, ist es wohl der manchmal überstilisierte Look in einigen Szenen. Insbesondere zum Ende wirkt es manchmal dann doch ein bisschen zu drüber inszeniert. Insgesamt ließe sich vielleicht auch ohne Verlust fünfzehn Minuten rausschneiden – beispielsweise ist die Anfangs-Actionsequenz gefühlt ein bisschen zu lang.

In Sachen Gewaltgrad legt der zweite Teil noch ein Schüppchen drauf. Zwar wird auch hier meistens geschossen und mit Fäusten gekämpft – mit entsprechenden Ergebnisse, aber John Wicks Weg pflastern nicht nur mehr Leichen, sondern zwischendurch wird dann doch noch brutaler gemeuchelt. Das schließt auch ein Bleistift als Waffe mit ein – der Bleistifttrick des Jokers war zwar besser vorbereitet, aber John Wick ist ja eher der Pragmatiker: Hauptsache das Hirn suppt an dem Stift runter. Die 18er-Freigabe ist da keine Überraschung.

John Wick: Chapter 2 wird am Ende des Jahres einer der besten Actionfilme des Jahres sein – viel mehr, was diesen Film übertreffen kann, wird da aus dem Genre nicht kommen. Eine mehr als würdige Fortsetzung, die ein ordentliches Action-Spektakel liefert. Und das auch jederzeit so, dass der Zuschauer folgen kann. Wie der Vorgänger verzichtet auch dieser Film auf die Unsitten Wackelkamera und schnelle Schnittfolgen. Ordentliche, handgemachte Action mit Herren und Damen in ordentlichen Anzügen. Eine Prise Humor würzt die Sache an der ein oder anderen Stelle dann auch noch. Wer den ersten Teil mochte, kann bedenkenlos rein (auch ohne den ersten gesehen zu haben, lässt sich der Film übrigens sehen). Wem der erste schon drüber war, wird hier wohl auch nichts dran finden. Für mich eine wohltuende, positive Abhebung im Actiongenre. Da freue ich mich auch gerne auf eine weitere Fortsetzung.

Wochenrückblick 10/17

In dieser Woche hat es dann tatsächlich mal wieder mit dem Schreiben geklappt – heyja. Allerdings mit einer schnellen Ernüchterung: Nur an zwei Tagen. Hauptsächlich ist eine SF-Kurzgeschichte, die – für meine Verhältnisse – wohl etwas länger werden wird, ein wenig gewachsen. Bei der Geschichte habe ich im Moment das Gefühl, mich in eine Ecke geschrieben zu haben. Aber ich hoffe mal, hier wieder einen Weg rauszufinden (Umdrehen hilft da ja manchmal …).

Beim Roman, den ich aktuell lese, hänge ich dafür fest. Zum einen ist es zeitlich doch ein wenig knapp gewesen, zum anderen ist die Geschichte des Romans schlicht zu langweilig. Da ist nicht einmal ein Viertel bisher geschafft habe, kann ich noch nicht allzu viel sagen. Irgendwann mal mehr.

Doch noch mal wieder Kino geschafft. Auf der Leinwand gab es John Wick: Chapter 2. Der erste Teil war vielleicht eine der Actionüberraschungen der letzten Jahre und so versprach der zweite ebenfalls gut Action-Unterhaltung. Und das ist er. Vom Ton etwas anders, der Storyaufhänger auch ein anderer, aber John so skrupellos wie zuvor. Brutal, in klaren Bildern eingefangen, teilweise gar überstilisiert und ein würdiger Nachfolger. Wer mit dem ersten nichts anfangen kann, wird mit diesem selbstredend auch nichts anfangen können. Aber ein starker Actionfilm ist es.

Und wieder ein B-Movie: Riding the Bullet. Die Verfilmung der Stephen-King-Kurzgeschichten Achterbahn (im Original auch Riding the Bullet) beschäftigt sich mit dem heimtrampenden Alan, der zu seiner kranken Mutter ins Krankenhaus will. Sein Trip nach Hause entpuppt sich als Horrorshow. Und die ist teilweise recht ordentlich inszeniert, teilweise B-Movie-typisch lächerlich daherkommt. Schlimmer ist, dass in den Film typische King-Tropes und Anspielungen reingeschrieben wurden, die es in der eigentlichen Kurzgeschichte gar nicht gibt. Damit reiht sich der Film in die vielen, vielen B-Movies von King-Werken ein – tendenziell in der besseren Hilfe, immerhin, da man doch so einige unterhaltsame Momente sehen kann.

So, nun sind auch die letzten drei Folgen der zweiten Staffel Gotham gesehen. Nettes Finale war’s, viel wie zu erwarten war, nachdem so viel Vorarbeit durch die Folgen geleistet wurde. Ein paar kleinere Überraschungen durfte es auch noch geben, aber letztlich geht es sich dann mehr oder minder so aus wie erwartet und natürlich mit einem großen Wink Richtung Staffel 3. Trotz ein paar Schwierigkeiten, die ich bei der Serie sehe, kann man sie sich ganz gut angucken – und, so meine persönliche Meinung, auch mehr als viele, viele der anderen Comicverfilmungsserien, die da zur Zeit geradezu auf die Bildschirme erbrochen werden. (Zugegeben: Einige davon habe ich bisher noch nicht mal ’ne Minute von gesehen – wenn die Trailer schon langweilen, bin ich aber da auch schwer zu zu bewegen.)

Major Crimes wieder mit einer sehr, sehr ordentlichen Folge; Criminal Minds mit einer neuen Folge, die aber eine bereits verwurstete Idee bringt – eine gefühltes Remake einer alten Folge, wenn man so will; Blindspot bringt ein paar Lächerlichkeiten zurück – ist immer noch ganz okay, aber die Folge dürfte die bislang schwächste der zweiten Staffel gewesen sein.

Aus.

Wochenrückblick 09/17

Und schon ist der März da. Etwas überraschend ist nun in diesen Monat noch mehr als angedacht zu tun – was eigentlich auch was gutes an sich hat. Wird wohl aber auch bedeuten, dass einige Sachen kürzer treten müssen. Getroffen hat es natürlich das Schreiben und Lesen. Obwohl fest vorgenommen, habe ich gar nicht geschrieben, und wenngleich nicht so fest vorgenommen, habe ich vielleicht zwei Dutzend Seiten des Romans, der hier gerade liegt, gelesen (leider bisher nicht so spannend, was zusätzlich wenig motiviert – dafür einiges zur Wirtschaftsgeschichte gelesen aus beruflichen Gründen, anstrengend genug).

Dafür diese Woche einmal mehr ein paar Worte zu einem Brettspiel. Diesmal Imperial. Das Spiel ist storyseitig angesiedelt irgendwann vor dem 1. Weltkrieg oder so, aber die Story ist hier nicht so entscheidend. Es gibt sechs (europäische) Länder, denen jeder Spieler Kredite geben kann. Wer den größten Kredit für ein Land bereitstellt, der führt dieses Land und entscheidet darüber, was es macht – Aufrüsten, Abrüsten, Erobern, Steuern eintreiben, Investieren, Söldner anheuern. Wer kein Land führt, wird Schweizer Bank und darf in der Investorenrunde ebenfalls investieren. Klingt komplizierter als es ist. Klingt ein wenig zynisch und das ist es auch. Charmant an dem Spiel ist zudem, dass es keine Zufallskomponente gibt: Alle Aktionen werden von den Spielern überlegt und durchgeführt, alles ist ein Komplex aus strategischen Entscheidungen der Spieler. Das funktioniert hier auch wunderbar.

So, die zweite Hälfte der zweiten Staffel von Gotham nachgeholt, es fehlen nur noch die letzten drei Folgen. Nach und nach – auch bereits in der ersten Hälfte – werden ja die Bösewichte eingeführt oder werden schrittweise dazu. Das ist durchaus interessant durchgeführt und viele Figuren sind weiterhin interessant, an der ein oder andere Stelle rutscht die Serie dann aber vielleicht doch zu sehr ins Comichafte ab – das klingt seltsam, da die Vorlagen Comics sind, aber ich meine damit den übernatürliche Aspekt, den viele Comics begleiten. Da die Serie einen rauen, ernsthaften Ton anschlagen will, der zudem realitätsnah wirken möchte, ist das manchmal ein bisschen seltsam zu sehen. Man stelle sich eine Crime-Serie vor, die ohne Erklärung in ein, zwei Situationen in die Fantasy abrutscht. Es ist noch durchaus interessant genug, um diese Ablenkung zu überspielen, wird aber sicherlich nicht jedem liegen. Dazu ist die zweite Staffel noch mal eine Ecke düsterer und brutaler als die erste Staffel – das wiederum ist hier in dem Zusammenhang ein Gewinn. Weiterer Pluspunkt: Mit Hugo Strange bietet die zweite Hälfte einen interessanteren Oberschurken als zuvor, der auch nur dank BD Wong funktioniert.

Wenn man schon Crime-Serien andeutet: Major Crimes wieder mit einer guten Folge; Criminal Minds mit einer soliden Folge, die mit Mr. Scratch wieder auf einen der besten Bösewichte zurückgreift, die die Serie hervorgebracht hat; Blindspot ein bisschen diffus, aber auch die Folge kann wieder auf dem ordentlichen Niveau der zweiten Staffel anknüpfen – nachwievor besser als Staffel 1.

Das war es dann.

Wochenrückblick 08/17

So, einmal mehr viel zu tun in der Woche und viel rumgefahren. Macht aber nichts.

Schreiberisch ist dadurch aber nicht sonderlich viel passiert, leider. Nicht einmal Kleinigkeiten.

Auch Lesetechnisch war nicht viel los. Zwar ein neues Buch angefangen, aber gerade einmal ein paar Seiten weit gekommen. Mehr dann, wenn mehr gelesen.

Dafür ist es wieder an der Zeit, noch mal über ein Brettspiel zu plaudern. Seit ein paar Jahren bereits spielen wir Villen des Wahnsinns. Mittlerweile sind wir in den Szenarien der Erweiterung Verbotene Alchemie angekommen. Das Spiel basiert auf dem Cthulu-Mythos von H. P. Lovecraft, ein Spieler spielt den Bewahrer, der die Cthulu-Seite übernimmt und die Spielmechanik steuert, die anderen Spieler schlüpfen in die Rollen verschiedener Ermittler, die dann zusammen das Mysterium des Szenarios lösen müssen. Rätsel, Kämpfe, mystische Gegenstände, eingebettet in einer lovecraftschen Horrorstory – das ist nicht nur ziemlich interessant, sondern auch spaßig zu spielen.

Trashfilme sind etwas, da kommt man nicht mehr von los. Und auch wenn der erste nicht ganz so war, wie erhofft, gab es dennoch den zweiten vor die Augen: Dead Snow: Red vs. Dead. Nazizombies sind weiter im norwegischen Norden unterwegs, diesmal auf einer Mission gegen eine Kleinstadt. Der Überlebende aus Teil 1 ist weiterhin dabei und diesmal drehen die Filmemacher richtig auf. Tote erwecken dank Magie, Zombieschlächter, die aus den USA einfliegen, trottelige Polizisten, ein angenähter Arm, der ein Eigenleben hat, und am Ende heißt es: Nazizombies gegen Rotarmistenzombies. Das ist genau die Art Trashfilm, wie ich sie mag. Herrlich bescheuert, hübsch blutig und politisch inkorrekt. Wer was gegen Gewalt gegen Kinder hat, sollte den hier übrigens auch nicht gucken. Skrupel kennt der Film kaum. Für den zweiten Teil gibt es eine klare Trash-Empfehlung.

Major Crimes wieder mit einer guten Folge, diesmal mit ein paar L. A.-Klischees angereichert, aber das passt zu dem leichten Humor, der auch immer in dieser Serie drinsteckt.

Criminal Minds mit einer fast nostalgisch angehauchten Folge, eine der besseren muss man sagen. Hotchs Abwesenheit wird endlich erklärt, ein bisschen Drebuchchaos wird noch deutlich, legt sich aber nun endlich so langsam.

Blindspot solide. Die Serie hat sich gemausert, muss man sagen. In dieser Folge vielleicht zu viel Geheimdienstdurcheinander, aber okay.

Diesmal wieder kürzer. Und nun kann der März kommen.

Von Spielgeld geweckt

Am 22.02. gab es eine weitere Weckgeschichte von mir: Spielgeld. Ich hatte es bereits mehrfach erwähnt. Literiki ist das Projekt, über das die WakeApp läuft. Ich hoffe, der ein oder andere hat mal reingehört.

Wochenrückblick 07/17

Einmal mehr eine seltsame Woche rumgebracht. Aber ich wiederhole mich.

Schreiberisch ging es ein bisschen weiter. Für mich selbst überraschend habe ich ein altes Fantasyskript ausgegraben. Im alten Format waren zwei Kapitel zum Teil geschrieben und die Kapitelstruktur gesetzt. Nun gibt es einen neuen Anfang mit geänderter Kapitelstruktur (nur für die ersten bisher), der neue Anfang auch eine wenig geschrieben. Dass die Geschichte direkt wieder im Kopf war, und zwar ausnahmsweise auch nahezu komplett was den Anlauf anging, war dafür Motivation genug. Der Großteil spielt übrigens in einem magischen Labyrinth – sowas geht immer. 😀

Dazu kommen ein paar Überarbeitungen von Kurzgeschichten. Im Moment geht es genremäßig ziemlich durcheinander, aber so muss das auch manchmal sein. Ein bisschen Horror, ein bisschen gegenwartliterarisches (wenn es das Wort bislang nicht gibt, jetzt schon) – nicht viel aufregendes zum Erzählen.

Es ist schon ein paar Jahre her, seit ich zuletzt ein Buch von Dean Koontz gelesen habe. Insgesamt dürften es immerhin so ein gutes Dutzend Romane und eine Kurzgeschichtensammlung von ihm gewesen sein, die ich in den Fingern hatte – einige Storys waren eher mäßig, einige gut, einige sogar sehr gut. Nun, nach all der Zeit, ist also ein weiterer Roman hinzugekommen: Kalt. Einfacher Titel für eine Geschichte, die sich um experimentelle Substanzen, verrückte Wissenschaftler und die Flucht unfreiwilliger Versuchsobjekte dreht, die seltsame Fähigkeiten entwickeln. Ein ordentlicher Roman, der vor allem von den Charakteren profitiert, da die eigentliche Story ehrlicherweise nicht wahnsinnig viel hergibt. War aber mal wieder interessant, einen Koontz zu lesen.

Ein Film, der es seinerzeit hierzulande nicht zu einer Kinoauswertung gebracht hat: Everly. Worum geht’s? Selma Hayek tötet einen Haufen böser Buben (und Mädels). Und das macht sie nicht nur ziemlich gut, sondern auch ziemlich blutig. Der Streifen ist, wonach es sich anhört: sinnlose Actionunterhaltung. Aber das versteht er immerhin und nimmt sich dabei auch nicht allzu ernst.

Und um in den richtigen Trash abzurutschen: Dead Snow. Ein norwegischer (?) Splatter-Nazizombie-Streifen. Ein Haufen junger Leute macht einen Kurzurlaub in einer abgelegenen Berghütte (was auch sonst). Irgendwann gibt es dann Nazis, die als Zombies wiederauferstehen. Klingt nach einer Menge Spaß, der lässt aber überraschenderweise eine Weile auf sich warten. Die erste Hälfte ist erstaunlich langweilig, vor allem weil der Film so haargenau der üblichen Formel folgt. Wenn es dann mehr Nazizombieangriffe gibt, wird der Streifen dann auch unterhaltsamer. Dennoch ist es nicht mal für Genreliebhaber ein Must-See.

Mission „Anime-Zeugs nachholen“: Cowboy Bebop. Eine Anime-Serie aus Ende der 1990er, eine Mischung aus SF, Western, Eastern und Action würde ich sagen. Dazu eine Menge Humor. Man folgt den Kopfgeldjägern Spike und Sit (sowie Faye ab Folge 3 oder so), wie sie meist erfolglos versuchen, die Bösen zu fangen, und dabei meist in völlig andere Geschichten gezogen werden. Nachdem man sich ein wenig eingesehen hat (für mich bei Anime zu einem gewissen Grad immer notwendig), funktioniert die Serie richtig, richtig gut. Viele, viele Anspielungen, insbesondere zu Musik und SF-Klassikern. Die ersten 14 Episoden hab ich gesehen – und genossen. Kann mir nicht vorstellen, dass der Rest dagegen abfällt.

Major Crimes mit einer interessanten und recht starken Folge. Diesmal versuchen sie zwar nicht was komplett Neues, aber eine sehr interessante Variante eines Amoklaufs, der aufzuklären ist.

Criminal Minds wieder mit einer soliden Folge. Hotch wird nicht einmal mehr erwähnt, was irgendwie lustig ist. Eine zweite Figur fehlt hier auch. Vielleicht habe ich was verpasst oder die Reihenfolge der Ausstrahlung wurde geändert … Wie auch immer.

Blindspot gefällt mir in der zweiten Staffel tatsächlich eine Ecke besser. Man scheint besser über die eigenen Stärken und Schwächen bescheid zu wissen. Auch hier riecht der Hauptplot wieder ein wenig danach, als könnte man den nicht vernünftig am Ende ausspielen, aber das wird sich dann zeigen.

So, wir nähern uns dem Ende des Februars.

Der Clash in Print

Ich hatte hier bereits über die Veröffentlichung berichtet: Im Eridanus Verlag ist die Anthologie Chroniken der Nachwelt – Am Rande des Abgrunds erschienen. Mit dabei auch meine Story Clash of Intelligences. Seit Anfang Februar ist das Ebook erhältlich, nun ist auch die Print-Version erschienen.

Am einfachsten zu bekommen, ist die Anthologie über den verlagseigenen Shop. Amazon (dort ist auch ein weiterer Blick ins Buch möglich) oder ein anderer Buchdealer des Vertrauens funktioniert natürlich auch. Das gedruckte Buch ist für EUR 12,90 zu bekommen. Vier dystopische Kurzgeschichten / Novellen gibt es dafür.

Daten:

Chroniken der Nachwelt – Am Rande des Abgrunds

Eridanus Verlag, Februar 2017

ISBN: 978-3-946348-15-3

ca. 200 S., EUR 12,90

Der Kugelschreiber zum Wachwerden

Morgen früh ist es soweit, am 18.02. wird meine Kurzgeschichte Ansichten eines Kugelschreibers bei Literiki gesendet. Vertonte Kurzgeschichten zum Wachwerden. Literatur als Weckton, ich sprach schon davon. Seite besuchen, App runterladen, Literatur hören.

Wochenrückblick 06/17

Im restliche Beruflichen stand einiges an, aber das soll ja nicht stören. Gefühlt war vor allem das Wochenende extrem kurz, in den Tagen davor gab es noch ein bisschen Schnee, in den Discountern sind die ersten Ostersüßigkeiten aufgetaucht, alles wie gehabt für die erste Februarhälfte, könnte man sagen.

Mit dem Schreiben ging es einmal mehr eher schleppend weiter. Hmmm, kann man hier irgendwas sagen? In der hintersten Geschichtenkellerecke, die ich letztens gefunden habe, ist sogar ein Geschichtenfragment für einen potentiellen Thriller (wollte ich mich ja mal dran versuchen) dabei – Der Regent mit Arbeitstitel. An das Teil hatte ich mich auch prompt wieder erinnert und auch reingelesen. In der jetzigen Form natürlich ziemlicher Müll, aber mir ist auch wieder eingefallen, dass ich diese Geschichte schon mal anders angefangen hatte zu strukturieren. Und wenn das alles noch so gut im Gedächtnis ist, könnte sich ein genauerer Blick vielleicht ja doch noch mal lohnen. Wer weiß.

Lesemäßig läuft es besser. Ein weiterer Smoky-Barrett-Roman aus der Feder von Cody MacFadyen: Das Böse in uns. Diesmal geht es sogar fast landesweit rum mit der Mordserie. Religion spielt auch eine Rolle und Smoky kriegt natürlich passend zum Fall noch ein böses Geheimnis hinzugedichtet. Der Roman hat ähnliche Problemchen wie die Vorgänger auch, aber man merkt auch Verbesserungen an einigen grundsätzlichen Stellen. Der Fall selbst ist einmal mehr ganz in Ordnung dargestellt und rübergebracht, wieder eine Mischung aus altbekannt und neuem Gewand. Unterm Strich passabel. Mit Smoky werde ich mich aber nun erstmal nicht mehr beschäftigen.

Trash und Kino geht auch zusammen: Resident Evil: The Final Chapter. Der sechste, und angeblich letzte Film aus dem Franchise zeigt noch mal Alice, wie sie Zombies und die Umbrella Corporation bekämpft. Wer immer noch nicht weiß, was hier auf einen lauert … Ich habe durchaus eine Schwäche für diese Filmreihe, wobei man schon sagen muss, dass spätestens mit dem vierten Film die Argumente für diese Filme sehr, sehr dünn werden. Ob The Final Chapter der schlechteste der Reihe ist? Bin mir noch nicht sicher, ist aber gut möglich. Er schmeißt die wenigen Storypunkte, die die Vorgängerfilme präsentiert haben, mit dem Prolog aus dem Fenster, Plotlöcher tauchen später auch so noch genug auf, die Action ist gnadenlos zerschnitten, einige der Dialoge sind unfassbar schlecht … Man könnte ewig so weitermachen. Dass ich mich geärgert habe, kann ich aber auch nicht behaupten. Ich aber einmal mehr nichts erwartet und nichts bekommen. In dem Sinne … Wen die Reihe nicht schon vorher verloren hat, wird hier einen schwachsinnig Abschluss bekommen – das kann je nach eigenem Geschmack ausreichen oder auch nicht.

Die Woche zuvor gab es einen chinesischen Film, dann kann man sich glatt noch einen gönnen: Feuerwerk am hellichten Tag. Kein Kung Fu, sondern ein Thriller-Drama um einen Serienmörder, der seine zerhackten Leichen auf etwas ungewöhnliche Weise beseitigt, und einem Ermittler, der zunächst angeschossen wird und Jahre später wieder in die Ermittlungen involviert ist. Ein interessanter, teilweise ungewöhnlich anzusehender Film, mit vielen eindringlichen Bildern und einer Story, die sich dann am Ende erst so recht entfaltet. Kein Film, der jeden gefällt, vor allem weil er nicht unbedingt schnell erzählt ist oder sympathische Hauptfiguren hat. Ich finde ihn zumindest bemerkenswert.

Einen deutschen Film gab es ebenfalls, den ich bisher so gar nicht kannte (und vermutlich viele nicht kennen): Wir Monster. Dreht sich um die 14jährige Sarah, die bei einem Halt mit ihrer Freundin streitend in die Wälder entschwindet. Der Vater, Paul, sammelt sie dann wieder ein, und Sarah gesteht, ihre Freundin von der Staumauer eines Stausees geschubst zu haben. Damit werden eine Reihe von Ereignissen in Gang gesetzt, die Sarah selbst, aber noch viel mehr ihre geschiedenen Eltern, den jeweils neuen Partnern und den Vater der getöteten Freundin betreffen. Das ist alles durchaus clever konstruiert, wenn man nicht eine Sache so ziemlich in der Mitte schon verraten hätte. Immer böser und böser wird es trotzdem. Das ist so eine Art von fiesem Drama, wie es deutschen Produktionen immer wieder mal gelingt. Kann man sich mal ansehen.

Serientechnisch nun endlich die beiden fehlenden Folgen Pregau – Mörderisches Tal nachgeholt. Die dritte Folge ist ziemlich gut, die wohl beste der Miniserie, aber auch die abschließende vierte ist nicht schlecht. Insgesamt eine skurrile österreichisch-deutsche Serie, zwischen Krimi, Kleinstadtwahnsinn und schwarzem Humor. Ziemlich überdreht manchmal, vielleicht hätte die ein oder andere Figur ein bisschen ausführlicher beleuchtet gehört, aber was soll’s. Kurz war’s und unterhaltsam.

Major Crimes zeigt einmal mehr, warum wir es mit einer der besseren Crime-Serien zu tun haben, auch wenn der Fall eine gewisse Vorhersehbarkeit hat. Vielleicht geht es hier ein bisschen zu sprunghaft zu – dass mit den Ermittlungsarbeiten ist normalerweise ein wenig runder.

Criminal Minds liefert wieder eine ordentliche Folge ab, die jetzt nicht ganz neu, aber eine passable Variation darstellt. Gab es vermutlich so ähnlich innerhalb der Serie selbst bereits, aber … Macht ja nichts.

Blindspot mit der zweiten Folge der zweiten Staffel. Bisher hält sich diese Staffel qualitativ durchaus ordentlich, sogar der Typ, der den männlichen Hauptpart – also Agent Weller – spielt, ist nicht mehr arg so nervig. Der Fokus hat sich auch ein bisschen verlagert, was im Moment der ganzen Geschichte zugute kommt.

Das war es schon wieder.

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