Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW47

Advent, Advent …

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Nichts, was man tiefergehender beschreiben könnte. Geschrieben wurde aber.

Ein Buch lesen:

Im Kino läuft ein Film aus dem Harry Potter-Universum, in meinen Händen liegt aber ein anderes Buch aus dem Harry Potter-Universum – im Unterschied zum Film mit Harry Potter. Harry Potter and the Cursed Child ist ein Theaterstück, was es halt auch in Buchform gibt. Es ist nicht richtig schlecht, hat aber so einige Probleme – dass es 19 Jahre nach dem letzten Harry Potter-Roman spielt, ist keines davon. Dass es eine Zeitreisestory ist, schon eher. Insbesondere in der ersten Hälfte wirken viele Szenen wie Füllerszenen oder Zeugs, dass nur so da ist. Die zweite Hälfte macht das aber alles andere als wett, sondern hier kommt das Zeitreisegedöns ins Spiel – und damit handelt man sich die damit einhergehenden Problemchen ein. Wie gesagt, nicht wirklich schlecht, aber ein deutlicher Rückschritt im Vergleich zu dem Romanen (wobei ich kein riesiger Fan der Bücher bin, sondern sie allenfalls als solide Unterhaltung betrachte – mit einigen Schwankungen im Unterhaltungswert zwischen den Büchern).

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Und auch den Film aus dem Harry Potter-Universum gabe es: Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. Eigentlich wollte ich den Film auslassen, aber wie es halt so ist. Ich bereue es aber kein Stück, doch im Kino gewesen zu sein –  ich bin sehr positiv überrascht. Zwar gibt es ein paar Kleinigkeiten, die nicht soooo gut passen, aber insgesamt ein sehr unterhaltsamer Film, der meiner Meinung nach auch besser ist als mindestens die letzten vier Harry Potter-Filme – und damit der beste Beitrag von Regisseur Yates bis dato zu diesem Universum.

Ein weiterer, kleiner, deutscher Film: Der letzte Mentsch (ja, mit „t“, da aus dem Jiddischen). Mario Adorf in der Hauptrolle, der nicht immer, aber oft, gut spielt und das auch hier tut. Reiner Zufall, dass ich den Film gesehen habe und der Streifen erzählt sicherlich was „typisch für den deutschen Film“ (Adorf ist ein KZ-Überlebender in der heutigen Zeit, der beweisen muss, dass er wirkliche in Jude ist, damit er ein jüdisches Grab bekommt – und reist dafür mit einer jungen Frau durch halb Europa). Dennoch ist er gut – leise erzählt, gut gespielt und durchaus nachdenklich. Es gibt in diesem Genre gerade aus deutscher Produktion ein paar eher fragwürdige Beiträge, aber auch eine Reihe wirklich guter, die nicht immer die Aufmerksamkeit bekommen, die sie haben dürften. Letzteres gilt vielleicht auch für Der letzte Mentsch.

Zwei weitere Folgen Humans, die ebenfalls wieder ganz ordentlich waren. Vielleicht ist es letzten Endes zu „harmlos“, um wirklich eine Top-Serie zu sein, und definitiv zu wenig „neu“, dennoch ist es durchaus eine interessante Serie, der man einer Chance geben kann. Wobei ich spannend finden würde, wie das Original aussieht – irgendwann mal ausprobieren.

Ebenfalls zwei weitere Folgen How to get away with murder, die sogar ein bisschen stärker sind als der Staffelauftakt. „Drama“ ist ein bisschen zurückgefahren, es wirkt ein bisschen ausgeglichener, die Hauptfigur ist hübsch böse zwischendurch. Es könnte sein, da hier viele Stränge angefangen werden, dass es zum Staffelende hin ein paar viele Plotpoints geben könnte, aber mal schauen.

Zwei weitere Folgen The Walking Dead Staffel 6, rund um das Midseason-Finale. Zwar ganz ordentlich, aber es sind die kleineren Problemchen, die sich eigentlich mehr oder minder durchgängig mittlerweile durch die Serie ziehen. So sind hier eine Reihe spannende und interessante Momente drin, einiges an pseudomoralischem Gequatsche und an einem Punkt eine Inszenierung wie in einem schlechten Musikvideo aus den 90ern (was sollte das denn?). Aber im Moment bleibe ich dabei, dass Staffel 6 unterm Strich wieder ein Bergauf im Vergleich zur fünften darstellt.

Crime-Serien: Navy CIS mit einer weiteren Episode aus dem Mini-Kanon zum Staffelfinale hin, dieser Eintrag wieder ordentlich; Navy CIS: New Orleans mit wieder einer besseren Folge, unglaublich; Shades of Blue mag ich nachwievor – nicht der große Wurf, aber mehr als ordentlich, trotz Jennifer Lopez (sie ist hier tatsächlich mal gut); Blindspot mit einer Folge, die teils ganz gut, teils reichlich albern daherkommt; Profiling Paris einmal mehr großartig – kann ich gar nicht oft genug sagen, dass man die Serie mal ausprobieren sollte.

So, auf zum zweiten Advent.

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW46

Das war ja mal wieder eine seltsame Woche. Aber nun gut.

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Hier einmal mehr unerfreulich wenig passiert, aber dann irgendwie doch was zustande gebracht. Q.13.1 ist der Arbeitstitel einer Geschichte, die dann ein bisschen vor die Wand gefahren wurde – aber eine Lösung lag bereits auf der Hand. So richtig will die trotzdem nicht. Dafür habe ich eine Lösung – wie das manchmal so ist – für eine andere Geschichte gefunden, bei der ich auch schon ewig hin- und herüberlegt habe, wie die richtig zu Ende zu bringen ist: Immernacht. Und hier scheint dann doch etwas zu funktionieren. Wie vermutet, reicht das nicht für einen Roman, aber es ist am Ende nun eine Novelle geworden (wobei eher längentechnisch, nicht in einem theoretischen Sinne). Dafür waren dann allerdings ein paar Überabreitungen, Zusammenführungen und grob geschätzt 7.000 neue geschriebene Wörter notwendig. Genau genommen hat sich der ganze Spaß bis in die KW47 gezogen, aber wer wird schon so pingelig sein.

Bei den anderen Storys kamen noch ein paar kleinere Sachen hinzu, die aber nicht zu einem Ende irgendwo geführt haben – in einem Fall sogar eher zu einem ähnlichen Problem, wie es Immernacht war. Hier sehe ich aber eher die Möglichkeiten, das Ganze zu einem Roman auszubauen – der dann aufgrund des Themas / Genres auf der Festplatte versauern wird, aber nun gut. Man kann nicht alles haben.😀

Ein Buch lesen:

Hier gab es: Last Chance Saloon von Marian Keyes. Vor zwei, drei Jahren habe ich schon einmal einen Roman von Keyes gelesen (die mindestens hierzulande als Frauenliteratur verkauft wird – was auch immer das sein mag), den ich ausgesprochen gut fand. Für Last Chance Saloon trifft das eher nicht zu. Hauptgrund sind die Charaktere, die allesamt irgendwie zu unsympathisch oder nicht nachvollziehbar sind. Die ganze Sache erinnert mich so ein bisschen an den Film Friends with Money (obwohl die Storys sehr unterschiedlich sind) und ich habe auch ein ähnlich gemixtes Gefühl bei dem Buch wie bei diesem Film – es gibt einige gute Elemente, aber auch eine Reihe an Sachen, die zumindest für mich nicht wirklich Sinn ergeben. Grundsätzlich ist die zweite Hälfte etwas besser – abgesehen vielleicht von den Endkapiteln.

Einen Film sehen sowie zwei Serienepisoden:

Ich glaube, es war Ende 1999 auf einer Klassenfahrt (die irgendwie anders genannt wurde, weil … Gründe), als ein Schulkumpel (Gruß an Maxi an dieser Stelle) die grandiose Idee hatte, ein paar Anime zu gucken, da wir beide an dem Abend keine Lust hatten, uns den anderen anzuschließen (oder was auch immer, ich weiß es nicht mehr genau). Auf jeden Fall: Einer dieser Animes war Ghost in the Shell (noch auf VHS – was für Zeiten). Obwohl ich nie ein großer Anime-Fan war, blieb dieser Film irgendwie hängen. Und nun habe ich mir nach all den Jahren den Film nochmal gegeben. Was soll ich sagen: Es ist immer noch einer der besten Animes, die ich kenne (zugegeben, wahnsinnig viele sind das nicht). Und auch wenn die kommende Realverfilmung sich storyseitig mehr auf die zweite Staffel der Anime-Serie beziehen wird, freu ich mich nächstes ja auf diese – gerade weil der Anime so stark ist und gerade weil ich mir gut vorstellen kann, dass daraus eine gute Realverfilmung entstehen wird. Hoffe ich mal.

Gotham wieder mit einer Episode, die etwas lahmer daherkommt. Zwar mit einigen guten Momenten, aber auch mit etwas in die Länge gezogenen Mittelteil. Ist ein bisschen Meckern auf hohem Niveau, da die Staffel nachwievor eine gute ist.

Mal wieder was komplett Neues: Humans, Staffel 1. In dem Fall das britische Remake einer skandinavischen Serien, wenn ich das richtig gesehen habe. Aber die beiden Auftaktfolgen waren wirklich gut, von kleineren schauspielerischen Problemchen abgesehen. Schöne, fragenstellende SF. Hoffe, es geht so weiter.

Beginn der zweiten Staffel von How to get away with murder. Auch wenn die Serie, insbesondere die erste Staffel, überhyped ist, ist sie dennoch keine schlechte Krimi-Serie. Es wird zu viel geheult, es sind zu viele komsiche Zufälle und Intrigen drin, um wirklich eine richtig gute Serie zu sein, aber das Konzept und die Figuren sind interessant genug, um am Ball bleiben zu wollen. Bislang gilt das auch für die ersten Folgen der zweiten Staffel.

Weiter mit der sechsten Staffel von The Walking Dead mit einer Folge, von der ich nicht weiß, was sie soll, oder ob sie einfach nur stellenweise schwach geschrieben ist, und einer Folge, die mehr als solide daherkommt. Auf jeden Fall befinde ich mich jetzt so ungefähr in der Mitte der Staffel, es gibt eine weitgehend gelungene Mischung aus ruhigen und weniger ruhigen Momenten, die neuen Figuren wollen sich noch nicht so richtig einfügen, aber das kann ja noch werden. Erzählerisch hat man zwar einfache, aber dennoch durchaus wirkungsvolle Mittel eingesetzt, um die bisher ehrlicherweise dünne Story aus diversen Perspektiven zu erzählen.

Crime-Serien: Navy CIS mit einer mehr oder weniger soliden Folge; Navy CIS: New Orleans mit reichlich Problemen in der Erzählstruktur – könnte an der Zeit sein, die Serie zu kicken; Criminal Minds im Staffelfinale, wenn ich das richtig gesehen habe – ein reichlich überkonstruiertes Finale mit Tempoproblemen; Blindspot einigermaßen solide, aber es wird langsam deutlich, dass es keine vernünftige Erklärung geben kann; Profiling Paris mal wieder sehr gut; Shades of Blue hält ein ordentliches Niveau – hier passiert noch was.

Nächstes Mal hoffentlich wieder pünktlicher.

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW45

So, Mitte November ist erreicht. Jetzt braucht man wohl kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn man eine Packung Dominosteine in den Einkaufskorb legt.😀

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

War ein bisschen mau, diese Woche. Deshalb nicht wirklich weitergekommen – dafür eine Geschichte gegen die Wand gefahren. Mal gucken, ob die zu reparieren ist.

Ein Buch lesen:

Angefangen, aber noch so weit am Anfang, dass ich noch nicht darüber reden möchte.

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Endlich mal wieder Kino. Es gab Doctor Strange. Nun, besondere Begeisterungsstürme hat der Film bei mir nicht gerade ausgelöst. Zwei Dinge retten diesen Film: Die meisten lockeren Momente funktionieren und der Cast, allen voran Benedict Cumberbatch, der aus den Dialogen und dem Drehbuch wirklich das Maximale rausholt. Die Effekte sind zwar hübsch anzuschauen, aber … Es gibt da so Sachen … Letztlich eher ein mittelmäßiger Film, der immerhin die Magie nun ins MCU voll einbringt.

Zwei Filme zum wiederholten Male: Franklyn, ein unterschätzter, wenn auch nicht ganz ausgereifter, kleiner Streifen, der zwischen seltsamer, steampunkiger Dystopie und unserer Welt springt; und Die Ritter der Kokusnuss – Monty Python, mehr muss man wohl nicht sagen.

Ausnahmsweise mal Tatort, war schließlich der 1000. Tatort: Taxi nach Leipzig. Nach Leipzig zu fahren, ist an sich schon ein Krimi, das kann ich verstehen.😀 Dass man nun ausgerechnet zwei der lahmsten Kommissare ins Taxi setzen musste … Sowohl Borowski (Kiel) als auch Lindholm (Hannover) habe ich je einmal vorher sogar in einem ihrer hauseigenen Tatorte gesehen – und für schlecht befunden, wenn ich mich recht erinnere, v. a. Lindholm. Beide zusammen sind zwar nicht unerträglich, aber irgendwie … Immerhin passt es zum generell skurrilen Ton dieser Folge. Auf der positiven Seite steht das Skurrile an diesem Krimi, der aus dem Einheitsbrei heraussticht, auf der anderen Seite Probleme in der Struktur, der Logik und teils schwache schauspielerische Leistungen – ehrlich, warum darf Lindholm ermitteln? Hannover an sich ist spannend im Vergleich zu dieser Figur. Und das heißt schon was.

Weitere Folgen der zweiten Staffel Gotham. Es kommt wieder ein bisschen Schwung rein nach dem Feuerteufel-Intermezzo, wo man gefühlt doch einiges an Potenzial verschenkt hat. Nigma geht nun auch gut ab, allerdings darf nun auch Barbara wieder ran – immerhin nicht so nervig wie in Staffel 1.

Die letzten vier Folgen von Containment und damit ist es überstanden. Leider endet die Sache dann doch recht schwach. Insgesamt zwar eine guckbare Serie, aber vielleicht sollte man das belgische Original mal ausprobieren. Das ist wohl als Mini-Serie konzipiert – Kürzungen hätten der US-Fassung auf alle Fälle auch gut getan.

Während die meisten wahrscheinlich gerade die siebte Staffel am Wickel haben, bin ich noch bei der sechsten. Und zwar von The Walking Dead. Ungefähr das erste Drittel – starke Pilotfolge, danach fällt es ein bisschen ins bekannte Muster. Noch mehr als ordentlich und es gefällt mir auch wieder etwas besser als die fünfte. Bin gespannt, was da noch so kommen mag.

Crime-Serien: Shades of Blue bleibt überraschend guckbar – für Jennifer Lopez könnte das glatt als eine ihrer besten Rollen durchgehen, wenn auch kein Vergleich zu Ray Liotta; Navy CIS wieder ein bisschen ordentlicher; Navy CIS: New Orleans wieder eher schwach – hier scheint die Luft raus zu sein; auch bei Criminal Minds ist die Luft ein wenig raus, aber der Tiefpunkt scheint erstmal überstanden; Blindspot wie sonst eigentlich auch; Profiling Paris einmal mehr mit starken Episoden.

So, das war es wieder.

Das MCU wird strange

Eine Rezension zu Doctor Strange

Seit einigen Jahren zählen die Marvel-Filme zum jährlichen Kinoprogramm, in schöner Regelmäßigkeit erscheinen etwa zwei pro Jahr. Da nicht nur die etablierten Figuren weitergeführt werden können und es auch nicht nur Ensemble-Filme geben kann, wenn man dieses Tempo beibehalten will, müssen dann und wann auch neue Figuren zum MCU stoßen. Was im letzten Jahr Ant-Man war, ist nun dieses Jahr Doctor Strange. Wo man an Ant-Man allerdings keine Erwartungen hatte und der dann doch einigermaßen positiv überraschte, da sind die Erwartungen an Doctor Strange schon einen Hauch höher – und sei es allein aufgrund des Casts, vor allem Benedict Cumberbatch in der Titelrolle.

Wenig überraschend erwartet den Zuschauer eine Origin-Story: Strange, arroganter Chirurg, der nur die interessantesten und ruhmbringendsten Fälle übernimmt, wird in einen Autounfall verwickelt. Seiner wichtigsten Fähigkeit beraubt – seine Hände zittern zu stark, um mit ihnen irgendwas Chirurgisches anzustellen -, sucht er verzweifelt nach einer medizinischen Lösung. Zufällig hört er von jemanden, der trotz Querschnittslähmung wieder laufen kann und kommt so letztlich in einen Tempel, in dem er von der Ältesten in die Welt der Magie eingeführt wird – und sich der Bedrohung der dunklen Dimension stellen muss.

Ich denke, storyseitig muss man sich nichts vormachen: Doctor Strange bietet hier wenig Neues. Es ist eine klassische Origin-Story (Wie wird der Held zum Held?) und ist, was das angeht, wenigstens konsequent. Wirklich überraschende Dinge passieren nicht und auch die grundsätzliche Figurenentwicklung oder -konstellation ist wenig innovativ. Es werden ein wenig Erinnerungen wach an den ersten Iron Man oder auch Batman Begins, die beide einen ähnlichen Weg einschlagen. Allerdings stimmt hier die Mischung aus Humor und ernsthafen Momenten – ein Aspekt, der den Film „rettet“. Richtig originell ist der Film allerdings nicht wirklich.

Das macht nichts, so lange die anderen Zutaten stimmen. Und hier wird es zu einem „Teils-Teils“. Die Figuren sind relativ standard, aber der Cast arbeitet mit den Charakteren so gut, das hier letztlich ein Pluspunkt für den Film rausspringt. Allen voran Benedict Cumberbatch als titelgebenden Charakter macht seine Sache außerordentlich gut – innerhalb des MCU eine der besten schauspielerischen Darstellungen soweit. Aber auch der übrige Cast lässt alles andere als locker. Rachel McAdams hat nicht so viel zu tun, aber das macht sie dennoch ordentlich – es ist auch ihr Verdienst, dass die Chemie zwischen ihrem Charakter und Strange so gut rüberkommt. Tilda Swinton ist ebenso hervorzuheben – aber das ist sie so gut wie immer. Mads Mikkelsen als Bösewicht hebt die Figur über den Durchschnitt, was MCU-Bösewichte angeht, aber auch er kann am Ende nicht darüber hinwegtäuschen, dass einmal mehr die Bösewichte ein Schwachpunkt in den Marvel-Filmen ist – bei Doctor Strange ist das hier aber der CGI-Oberbösewicht aus der dunklen Dimension.

Auch die übrigen inszenatorischen, handwerklichen und technischen Dinge stimmen zum großen Teil, aber es gibt auch das ein oder andere zu bemängeln. Das Erzähltempo ist weitgehend vernünftig, aber an der ein oder anderen Stelle ein bisschen sprunghaft. Die Effekte sind weitgehend außerordentlich gut, aber hin und wieder zu überzogen oder viel zu lang (ein Teil erinnert einfach zu sehr an Final Fantasy zum Beispiel), während zum Beispiel die Spiegeldimension und die Portale richtig gut gelungen sind, finde ich die dunkle Dimension und den Ober-Bösewicht irgendwie zu unpassend – hier wird die CGI vermutlich am schnellsten altern. Dafür sind die Mid- und End-Credit-Szenen mal interessant.

Insgesamt heben die Darstellerleistungen, die eingeworfenen humoristischen Elemente und die Effekte Doctor Strange auf ein solides, aber dennoch eher mittelmäßiges Niveau. Ohne das wäre der Film bei mir eher durchgefallen. Viel Blendwerk, wenig Originalität – ich kann aber auch nachvollziehen, wenn man auf Doctor Strange deutlich mehr anspringt, als ich es getan habe. Letztlich muss sich wohl jeder selbst ein Bild machen. In der Reihe der Marvel-Filme reiht sich Doctor Strange irgendwo im Mittelfeld ein – mit Civil War lief dieses Jahr meiner Meinung nach der bessere Marvel-Film.

Die Bibliothek der Tränen am Draht

Passenderweise, jetzt, da ich es wieder ganz ungeniert in die Welt hinausposaunen kann, gibt es auch gleich eine neue Veröffentlichung zu berichten. Christian Kathan zeichnet sich für eine Anthologie verantwortlich, die den schönen Titel Die Bibliothek der Tränen trägt. Mit dabei auch eine Geschichte aus meiner Tastatur: Am Draht. In knapp einem Monat beginnen ja die Weltmeisterschaften im Darts – und mit der Darts-Weltmeisterschaft hat auch meine Story zu tun. Und Telekinese. Ich denke, damit ist das grobe Bild der Story schon gegeben:

Ein Mann in einem Captain-America-Kostüm drängte sich an ihnen vorbei. Auf dem selbstgebastelten Schild stand Captain Darts. Sein breites Grinsen sprach von dem einen oder anderen Bier, das in Captain Darts seine nicht übernatürliche Wirkung entfaltete.

»Zwischen … zwischen …«, kam aus Sandros Mund. Ein Becher auf dem Tisch neben ihnen fiel um, der Inhalt ergoss sich großflächig über die Plastikdecke.

»Nein, du wirst da vorne sitzen.« Sven deutete auf einen kleinen Bereich direkt an der Bühne und neben der Fernsehkamera. »Abgetrennt von den anderen.«

Sandro versuchte, über die Massen vor ihm zu blicken. Es gelang ihm nicht.

»OOOOOne hundred and eightyyyyyyy«, rief der Caller ins Mikro und die Hälfte des Saals sprang auf und stimmte ein.

Der gute Sandro ist etwas menschenscheu, aber mit seinen Fähigkeiten kann er seinem Kumpel Sven bei dessen Dartsspiel helfen. Denken die beiden zumindest.

Die Anthologie versammelt natürlich eine Bandbreite an Geschichten aus dem fantastischen Bereich, auch der ein oder andere bekannte Name ist dabei. Erschienen ist die Anthologie im Verlag Beyond Affinity – dessen Sitz ist ja quasi bei mir um die Ecke. Anfang November ist zunächst das Ebook erschienen, zur Buch Berlin – also in Kürze – kommt die Printfassung.

Das Ebook ist zu bekommen im verlagseigenen Shop oder beispielsweise Amazon. Gleiches wird dann in Kürze für die Printausgabe gelten. Zum Print dann zu gegebener Zeit mehr.

Daten:

Die Bibliothek der Tränen

Christian Kathan (Hrsg.)

Verlag Beyond Affinity, November 2016

ISBN 978-3-945069-25-7

ASIN B01MD29QR3

ca. 185 S., Euro 4,99 (Ebook)

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW43&44

Das Internet hat mich wieder – oder eigentlich anders herum. Diesmal dann zwei Wochen.

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Es gab eine Reihe Storys, die weiter vorangetrieben wurden. Allerdings – im Gegensatz zu meinem Vorsatz – nichts abgeschlossen. Das ist fast deprimierend, aber immerhin bin ich wieder in diversen Genres unterwegs – unter anderem eine SF-Geschichte auf einer Raumstation, wo das weitere Erkunden des Universums nicht so geplant verläuft, und einige Steampunk/Alternate History-Storys aus einer gemeinsamen Welt, die sich um Spionage und Verrat drehen.

Ein Buch lesen:

Zwei Wochen, zwei Bücher. Beginnen wir kurz mit einem Steampunk-Krimi: Ersticktes Matt von Nina C. Hasse. Das Steampunk-Element definiert in erster Linie das Setting (New York, Ende des 19. Jahrhunderts, voller Klimaflüchtlinge, da Kohleverbrennen den Klimawandel zügig vorangetrieben hat), die Story dreht sich um einen Serienmörder, der im New Yorker Elendsviertel Floodlands sein Unwesen treibt. Das harmoniert nicht nur großartig, sondern es ist ein mehr als lesbares Buch rausgesprungen, sowohl für Krimi-/Thrillerfreunde als auch für Steampunk-Fans.

Nicht komplett durch, aber ziemlich weit: ein finnischer Thriller namens Das andere Tier von Taavi Soinin-Vaara. Sehr den aktuellen Gegebenheiten in Europa verhaftet und insofern kein typischer Thriller, weil er sehr in politischen Themen und Verschwörungen herumwühlt. Zwar kein schlechter Roman unterm Strich, gerade die Hauptfigur ist interessant, aber auch streckenweise überkonstruiert und einfach an der ein oder anderen Stelle eine Umdrehung zu weit gedreht. Wie gesagt, eine gewisse Spannung kann die Geschichte aber aufrecht erhalten.

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Filme gab es in den zwei Wochen mal ein paar mehr. Zum wiederholten Male gesehen habe ich: Children of Men, einer der besten SF-Filme bis dato überhaupt; Brick, ein absolut unterschätzter Independent-Film mit Joseph Gordon-Levitt, der das Neo-Noir-Thema in einem untypischen Setting darbringt (an einer High School, allerdings handeln und sprechen die Teenager alle so wie in einem typischen Noir-Thriller)

Eine wichtige Lücke geschlossen: Drive. Für einen Nicolas Winding Refn-Film recht zugänglich, vor allem storyseitig, aber mit einer ganz eigenen Erzählweise. War mir zuerst nicht so sicher, wie gut ich den Film tatsächlich finde, aber der Streifen ist so gut von Anfang bis Ende durchkomponiert, dass ich nur zu dem Schluss kommen kann, dass Drive ein ganz starker Film ist. Stark besetzt und gespielt, mit einer interessanten Sicht versehen und den Refn-typischen Gewaltspitzen im Film verteilt. Die Figuren und die Inszenierung sind sicher die Stärke des Films.

Eine weitere Lücke im Werk der Coen-Brüder geschlossen: Barton Fink. Zynisch, mit zwei ganz großartigen Figuren und von John Turturro und John Goodman verdammt gut gespielt, eine Welt, die immer surrealer wird, voll sarkastischer Seitenhiebe und dazu auch noch clever. Hier sind die Coens einmal mehr in Höchstform.

Und was völlig anderes: Mortdecai. Die noch nicht so alte Komödie mit Johnny Depp in der Hauptrolle, die von vielen so derbe zerrissen wurde. Zwar ist der Film nicht wirklich gut, aber er ist schon guckbar – so schlecht, wie er geredet wurde, ist er dann auch nicht. Das ist allerdings nicht der Verdienst von Depp, sondern von den ganzen anderen Figuren – in erster Linie Paul Bettany als Mortdecais Leibwächter / Diener, aber auch Gwyneth Paltrow und Ewan McGregor lockern den Film genug auf, um die ein oder andere lustige Stelle reinzuzaubern. Die Story selbst ist relativ belanglos, der Humor nicht durchgängig genug und an der ein oder anderen Stelle zu weit unter der Gürtellinie, um eine gute Komödie zu haben, aber es ist auch keine ärgerlich schlechte.

Aus der riesigen Trash-Tüte: Dragon Chronicles: Fire and Ice. Gibt es ein besseres Genre für Trash als Fantasy? Vermutlich nicht.😀 Fire and Ice ist definitiv ein Trash-Film, auch wenn es sogar ein, zwei Nasen in den Film geschafft haben, die man schon mal gesehen haben könnte. Die Story um Feuer- und Eisdrachen und einem Drachentöter sowie einer aufmüpfigen Prinzessin ist so belanglos wie unlogisch, auch handwerklich ziehen sich unfassbar schlechte Momente durch den Film (vor allem das Tempo ist problematisch, aber auch der Schnitt und streckenweise die Kameraarbeit sind amateurhaft), die Effekte sind erwartungsgemäß lachhaft, die Schauspielleistungen an der ein oder anderen Stelle überraschenderweise aber erträglich. Natürlich nur was für Trash-Freunde.

Seriensachen gab es auch. So die erste Staffel Gamorrha. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans rund um einen Mafia-Clan in Neapel ist wirklich, wirklich gelungen, anders kann man es nicht sagen. Die Serie beweist, dass die Europäer (es ist eine italienische Serie) auch guten Fernsehstoff produzieren können. Was neue Serien, die ich dieses Jahr kennengelernt habe, angeht, dürfte Gamorrha ganz weit oben stehen. Großartig gemacht, prima Darsteller, klasse Geschichte, klasse umgesetzt, nachvollziehbare Figuren und vor allem eines nicht: typisch und langweilig.

Containment versucht sich weiter an Twists und Verschwörung – gelingt nur zum Teil. Insgesamt ist die Serie einfach zu langsam und irgendwie zu brav, um wirklich gut zu sein. Dazu sind einige Darsteller und / oder Figuren zu schwach. Ich wiederhole mich zwar, aber: man kann es gucken, man verpasst aber auch nichts, wenn man es nicht tut.

Crime-Serien: Navy CIS mit einer soliden Folge, die das Thema aber selbst schon mal hatte, und einer weiteren ordentlichen Folge; Navy CIS: New Orleans überraschend schwach; Blindspot weiterhin ganz okay, aber der männliche Hauptdarsteller ist wirklich sehr schlecht; Criminal Minds sehr überkonstruiert – die zweite Staffelhälfte hat wirklich ein paar schwache Episoden dazwischen; Profiling Paris noch immer einer meiner Favoriten.

Ich denke, das war’s zunächst an dieser Stelle.

Kleine Zwangspause

Da ich im Moment nur sporadisch ins Internet kann (zuhause gibt es im Moment keins), herrscht hier im Blog eine kleine Funkstille. Mitte der kommenden Woche geht’s aber weiter. Bis dahin.

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW42

Eine seltsame Woche, eine seltsame Woche.

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Obwohl einiges geplant und sogar das ein oder andere geschrieben wurde, musste ich mich doch mit zu vielen anderen Dingen herumärgern, um hier was sinnvoll zu beenden.

Ein Buch lesen:

Jupp, gab es dann sogar, auch wenn schon lange vorher mal begonnen, aber nun abgeschlossen. Der Schieber von Cay Rademacher. Hamburg in der Nachkriegszeit, ein Mord, erschwerte Ermittlungssituationen in einem aufgeheiztem Umfeld – im wahrsten Sinne. Aber der Krimi war wirklich gut, interessante Figuren in einem interessanten Umfeld, die Geschichte läuft manchmal ein bisschen gewöhnlich ab, manchmal ein bisschen langsam, aber das ist auch ein kleinkariertes Gemecker. Empfehlung würde ich sagen.

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Film … Nein, kann man so nicht sagen.

Containment hat zwei Folgen geliefert, die ein bisschen Auf und Ab gingen. Ein paar Sachen funktionieren an der Serie, ein paar Dinge allerdings nicht. Schwierig sind ein paar der Figuren – sowas ist in einer Serie immer schlecht. Da die Staffel wohl nicht so lang ist, kann man sich den Rest wohl noch geben.

Schon wieder was Neues: Shades of Blue. In der Hauptrolle: Jennifer Lopez. Dazu noch Ray Liotta. Die ein oder andere weitere Nase könnte man auch kennen. Kann das gut sein? Ja, aber nicht alles. Überraschenderweise ist die Cop-Serie (was sollte es auch sonst sein) um Korruption ganz guckbar. Zumindest die ersten beiden Folgen waren mehr als ordentlich. Nichts, was in Verdacht stünde, das Genre neu zu prägen oder auf Jahre in Erinnerung zu bleiben. Aber immerhin guckbar. Ja, das kann man sagen.

Navy CIS und Navy CIS: New Orleans boten eine seltsame gemeinsame Doppelfolge. Kann mich täuschen, aber das Skript ist ziemlich schlecht und der ganze Fall ergibt null Sinn. Ungewöhnlich. Eigentlich schienen sich beide Serien ganz gut gefangen zu haben, aber scheinbar schleichen sich in der zweiten Staffelhälfte bei beiden ein paar Schnitzer ein.

Weitere Crime-Serien: Blindspot ist weiterhin ganz okay, aber deutlich spürbar nicht der ganz große Wurd; Profiling Paris dreht wieder ein bisschen auf mit den Verrücktheiten, aber das passt einfach; Criminal Minds mit einer weiteren „Abschiedstour-Folge“, die recht schwach daherkommt – und mit Lance Henriksen einen starken Gast-Darsteller sowas von verschwendet.

Ich sollte mal wieder ein paar andere Inhalte bloggen, fällt mir mal gerade wieder auf. Hm.

Selbstgestellte Aufgaben: Checkliste KW41

Auf die Schnelle nachgereicht, es gibt einfach zu viel zu tun.

Eine Geschichte / Ein Kapitel schreiben und / oder beenden:

Einige Sachen weitergeschrieben, aber nichts wirklich beendet (noch), aber es steht das ein oder andere bevor. Knapp überarbeitet und eingereicht eine kleine phantastische Geschichte – dazu dann aber zu Zeiten mehr.

Ein Buch lesen:

Der Krimi / Thriller, den ich angefangen habe, ist noch immer zu Zweidritteln ungelesen – daher dann auch mehr, wenn mehr.😀

Einen Film sehen sowie zwei Serien-Episoden:

Einen Film gab es in der Woche nicht.

Dafür die ein oder andere Serienfolge. Darunter eine weitere Episode Gotham. Nach dem starken Staffelstart wird nun ein wenig das Tempo herausgenommen. Diese Episode schmeißt neue Bösewichte in den Ring (die Cat offenbar alle kennt – okay) und der vermeintliche Oberbösewicht bekommt mehr Hintergrund.

Eine neue Serie: Die ersten vier Folgen Containment. Das Konzept ist interessant und eigentlich auch spannend, aber es gibt einfach zu viele seichte Elemente und Figuren, die nur bedingt funktionieren. Da es auf der anderen Seite nicht wirklich schlecht ist … Mal gucken.

Die komplette zweite Staffel Black Sails. Die Piratenserie hatte bereits eine durchaus interessante erste Staffel (es müsste eigentlich auch schon eine dritte geben), aber die hatte immer wieder mal ein Tempo-Problem, war aber insgesamt sehr guckbar. Die zweite Staffel bietet ein bisschen mehr Komplexität – auch wenn hier nicht viel auf dem Wasser spielt, wie schon in der ersten (fällt aber weniger auf) – und ist auch insgesamt tatsächlich besser. Die Serie macht durchaus Spaß, irgendwann wird die dritte Staffel geguckt.

Crime-Serien: Major Crimes schließt eine Fünffachfolge konsequent ab, mit vorhersehbarem Twist, aber die Serie ist stark genug, dass das nicht viel ausmacht; Criminal Minds mit einer relativen Standardfolge – da waren schon bessere dabei; Profiling Paris wie immer sehr gut; Blindspot wieder mit einer etwas besseren Folge, die zwar auch keinen Sinn ergibt, wenn man mal näher drüber nachdenkt, aber dafür ist die Serie ja nicht da; Navy CIS mit einer im Ton recht zurückhaltenden, fast schon ein bisschen langsamen und langweiligen Folge.

Bis dann.😉

Der Seelenschinder im Labyrinth

Es gibt wieder eine neue Veröffentlichung zu vermelden. Im Mondschein Corona Verlag ist vor ein paar Tagen die Anthologie Labyrinth erschienen. Mit dabei auch eine Geschichte von mir – Der Seelenschinder heißt sie und ist eine fiese, phantastische Geschichte, die den Protagonisten Pat auf eine labyrinthische Reise in den besagten Seelenschinder schickt.

Es gab keinen Widerhall. Pats Lachen erstarb, ehe es richtig angefangen hatte. Sämtliche Härchen hatten sich aufgerichtet, und er glaubte, erst jetzt richtig aufgewacht zu sein, erst jetzt zu registrieren, dass er irgendwo war, wo er gar nicht sein konnte.

Die Anthologie ist als Ebook erschienen und in den entsprechen Shops zu erwerben – zum Beispiel auf Amazon. Auf der Verlagsseite gibt es – nach einem Umbau – nicht besonders viele Infos leider, aber auf der FB-Seite ist man recht aktiv.

Daten:

Labyrinth

Monschein Corona Verlag, September 2016

ASIN: B01M1JHPMC

Ebook, Euro 3,99

PS: Beim Klick-ins-Buch wird der Beginn meiner Story angezeigt – hier kann man also einen größeren Eindruck gewinnen, wenn man möchte. Leider sind dort die Leerzeilen rausgeflogen und die Kursivformatierung passt nicht – lesbar ist sie natürlich trotzdem, nur ein bisschen anstrengender zu folgen.😉

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